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RBB will in Sender investieren

Buchholz RBB will in Sender investieren

Digitalradio ist in und um Pritzwalk gut zu empfangen – dem Sender Pritzwalk in Buchholz sei Dank. Doch der Rundfunk Berlin-Brandenburg will weiter investieren. Als einer von landesweit zunächst drei Stationen soll Buchholz für die Verbreitung weiterer digitaler Radioangebote vorbereitet werden.Bis Ende des Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

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Der große Mast des Senders Pritzwalk, der eigentlich bei Buchholz steht. Der RBB will hier investieren.

Quelle: Andreas König

Buchholz. Mit seinen 162,70 Metern Höhe ist eine echte Landmarke: Der Sender Pritzwalk, der eigentlich korrekterweise nach seinem Standort benannt und damit Buchholz heißen müsste, strahlt seine Signale weit ab ins Land. Das Digitalradio, die Technik, die einmal das analoge Ultrakurzwellensignal (UKW) ablösen soll, dazu, UMTS und LTE für die Datenverbindungen von Mobilgeräten, Richtfunk und – ja, auch das gibt es noch – UKW.

Landesweit drei Sender werden ertüchtigt

Noch in diesem Jahr beginnend, soll das Angebot vor allem beim Digitalradio stark ausgebaut werden. Federführend dabei ist der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). „Dazu bekennen wir uns“, sagt Justus Demmer, Unternehmenssprecher beim RBB. Allerdings werde gegenwärtig noch geprüft, welche Investitionen in welcher Höhe notwendig sind. Neben dem Sender Pritzwalk in Buchholz sind in Brandenburg zunächst die Standorte Booßen bei Frankfurt (Oder) und Cottbus-Stadt dafür vorgesehen, das Digitalradio in einem größeren Senderpaket (Multiplex, Mux) anzubieten.

In Brandenburg ist beim Digitalradio noch viel Luft nach oben

„Gerade in Brandenburg ist noch viel Luft nach oben, was die Verbreitung von Digitalradio angeht“, sagt Carsten Zorger, der Leiter des Digitalradio-Büros Deutschland. „In Pritzwalk sind derzeit über den Bundesmux ganze 13 Programme zu empfangen“, sagt Carsten Zorger. Schon in Berlin könnte der Digitalradio-Hörer zwischen 40 Programmen wählen. Noch weiter weg, im Süden der Republik, bei München zum Beispiel, stehen gegenwärtig bereits 47 Programme zur Verfügung, die über das Digitalradio ’DAB +’ zu empfangen sind.

Ziel ist die Ablösung des guten alten UKW-Rundfunks

Über kurz oder lang soll dieser neue Verbreitungsweg das gute alte UKW-Radio ablösen. Ob bei der Einführung des Digitalradio-Standards ebenfalls weiße Flecken bleiben wie beispielsweise beim terrestrischen Fernsehempfang über DVB-T2 HD, dazu ist gegenwärtig nicht all zu viel zu erfahren. Die Einwohner in und um Pritzwalk jedenfalls können der Zukunft des Radihörens beruhigt entgegensehen oder besser -hören: Bis Ende dieses Jahres sollen die Arbeiten am Sender Buchholz abgeschlossen sein. Geeignete Geräte vorausgesetzt, können Nutzer des Digitalradios Zusatzdienste in Anspruch nehmen. Dazu gehören Stauprognosen oder Begleittexte und -bilder. Voraussetzung dafür ist die Abstrahlung einerseits und die Möglichkeit der Engeräte, Zusatzdienste darzustellen, andererseits.

Verschiedene Firmen sind am Sender Buchholz aktiv

Der Sender Buchholz wurde 1995 neu gebaut. Er gehört der Telekom-Tochter Deutsche Funkturm. Für die Verbreitung der verschiedenen Signale sind wiederum die einzelnen Anbieter zuständig. Alles, was Radio- und Fernsehprogramme angeht, liegt in Zuständigkeit der Firma Media Broadcast, die wiederum zur Freenet-Gruppe gehört. Die Sendeleistung gehört mit 5 Kilowatt landesweit zur mittleren Kategorie. Laut Verfügbarkeitskarte von Digitalradio.de versorgt der Sender ein Gebiet, das bis südöstlich von Parchim und Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern reicht.

Von Andreas König

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