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Prignitz Radarsystem soll Windradblinken stoppen
Lokales Prignitz Radarsystem soll Windradblinken stoppen
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00:18 26.03.2016
Die bedarfsgerechte Nachtkennzeichnung von Windrädern stellten vor (v.l.): Eberhard Voß, Voss, Energy, die Bürgermeisterin von Plattenburg, Anja Kramer, und Groß Pankow, Thomas Brandt sowie Alexander Gerdes, Geschäftsführer der Firma Quantec Networks. Quelle: Foto: Andreas König
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Groß Pankow

Manche Anwohner bringt es im wahrsten Sinne des Wortes um den Schlaf. Viele neuere Windkraftanlagen blinken mit Einbruch der Dunkelheit ständig. das soll der Luftsicherheit dienen, indem Piloten von Flugzeugen aller Art das Hindernis Windrad im Dunkeln wahrnehmen. Doch befinden sich nachts höchst selten Flugobjekte in der Luft, vor allem in einer Höhe, in der die Windräder zur Gefahr werden können. Mit anderen Worten: Die meiste Zeit blinken die Nachtkennzeichnungsleuchten an den Windrädern völlig ohne Bedarf. Das haben die Akteure in den Gemeinden Groß Pankow, Plattenburg und der Stadt Pritzwalk erkannt. Ein System, welches die Lampen nur dann leuchten lässt, wenn wirklich Flugzeuge nahen, würde den Anwohnern Ruhe verschaffen.

System nach Testbetrieb zugelassen

Bis vor kurzem gab es zwar solche Systeme, aber keines war für die „bedarfsgerechte Nachtbefeuerung von Windkraftanlagen“, so der Fachbegriff, zugelassen. Das hat sich geändert. Nach einem erfolgreichen Testsystem in Schleswig-Holstein kann jetzt das erste fest installierte System zur bedarfsgerechten Einschalten der Positionslichter in Betrieb genommen werden. Als Projektentwickler treten die Firmen Voss Energy aus Rostock und Quantec Networks aus Hannover auf. Sie wollen ein seit Jahren in der Luft- und Seefahrt etabliertes Radarsystem der dänischen Firma Terma zur Überwachung der Windparks in den Gemeindegebieten von Groß Pankow, Plattenburg, und der Stadt Pritzwalk einsetzen.

Erst wenn ein Flugzeug kommt, gehen die Lichter aus

„Das System überwacht den Luftraum und erkennt, wenn sich Flugobjekte dichter als vier Kilometer einem Windpark nähern“, erklärte Alexander Gerdes, Geschäftsführer von Quantec Networks am Mittwoch bei einer Präsentation im Rathaus von Groß Pankow. Wie bei einem bekannten Schiffsradar dreht sich eine Sendeeinheit und sendet elektromagnetische Strahlen in das zu überwachende Gebiet aus. Das Herzstück des Systems ist ein etwa ein Meter hoher Sensor, der die Strahlen aufnimmt. Bei Flugobjekten von mehr als vier Quadratmetern Oberfläche und einer bestimmten Geschwindigkeit soll das System die Positionsleuchten an den Windrädern einschalten. So blinken die roten Lampen nur, wenn sie wirklich gebraucht werden.

Erster Windpark soll in diesem Jahr überwacht werden

„Wir wollen noch in diesem Jahr den ersten Windpark mit der Technik ausstatten“, sagte Eberhard Voß, Geschäftsführer von Voß Energy. Dabei soll es sich um den Windpark Krampfer handeln, dessen Windräder jetzt erhöht werden (Repowering). Betreiber Heinrich Graf von Wilamowitz-Möllendorf möchte seit langem die Lichtbelästigung reduzieren, die von seinen Windrädern ausgeht.

„Wir sind froh, mit diesem Pilotprojekt deutschlandweit den Grundstein für eine bessere Akzeptanz der Windkraft legen zu können“, sagte der Groß Pankower Bürgermeister Thomas Brandt. Die beteiligten Gemeinden haben die Betreiber der verschiedenen Windparks zur Nachrüstung verpflichtet, vorausgesetzt, sie lässt sich technisch und wirtschaftlich darstellen. Die Kosten tragen die Betreiber.

Von Andreas König

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