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Radknotenpunkte überziehen die Prignitz

Radeln nach Zahlen in der Region Radknotenpunkte überziehen die Prignitz

Das Knotenpunkt-Wegweisersystem für Radwege in der Prignitz ist offiziell fertiggestellt. Am Radwege-Knotenpunkt 81 am Pritzwalker Burgwall erklärten der Tourismusverband Prignitz und die lokale Aktionsgruppe Storchenland das Projekt als beendet. Anhand von 125 Knotepunkten können Radfahrer „nach Zahlen“ rund 1100 Kilometer durch die Prignitz fahren.

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Präsentieren das Radwege-Knotenpunktsystem (v.l.): Tourismusverbands-Geschäftsführer Uwe Neumann, Regionalmanagerin Susanne Dorow von der LAG Storchenland und Vorsitzender Stefan Freimark.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. „Radeln nach Zahlen“ nennt Uwe Neumann liebevoll das System. Der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz bringt es verständlicherweise auf diese einfache Formel, denn „Erarbeitung und Umsetzung eines Konzeptes zur einheitlichen Beschilderung der verschiedenen Radwege (Knotenpunktwegeweisung) im Reisegebiet Prignitz“ klingt doch sehr amtsdeutsch. Doch die lokale Aktionsgruppe (LAG) Storchenland hat ihr Projekt nach dem Leader-Programm so genannt. Am Montag nun wurde es vom Vorsitzenden der LAG Storchenland, Stefan Freimark aus Gumtow und Regionalmanagerin Susanne Dorow offiziell für erfolgreich beendet erklärt.

System von insgesamt 125 Knotenpunkten überzieht die Prignitz

Seit November 2012 wurden im gesamten Reisegebiet Prignitz 68 Knotenpunkte und zahlreiche Wegweiser neu installiert. Damit vervollständigte die Region das Knotenpunktsystem, das zunächst in der Elbtalaue mit zuerst 51 Knotenpunkten eingeführt wurde. Mittlerweile überzieht ein Netz von 125 Knotenpunkten das Reisegebiet, das von Lenzen bis Neustadt (Dosse) und von Havelberg bis Wittstock reicht. „Inzwischen haben mehrere brandenburgische Landkreises das System übernommen, und das spricht ja auch für Qualität“, sagt Uwe Neumann.

Das Prinzip ist einfach erklärt. Die Radfahrer beginnen ihre Tour an einem Knotenpunktwegweiser und sehen dort bereits die benachbarten Knotenpunkte und deren Richtung. Am nächsten Knoten angekommen, bietet sich ihnen ein ähnliches Bild.Auf diese Weise lassen sich nahezu beliebig lange Touren unterschiedlichen Inhalts zusammenstellen.

QR-Codes führen zu touristischen Leistungsträgern

In einer zweiten Projektphase wurden an den Knotenpunktwegweisern sogenannte Fahnenwegweiser angebracht. Sie verfügen über einen Kartenausschnitt der Region sowie Tafeln, auf denen touristische Leistungsträger aufgeführt sind. Die Palette reicht von Gastronomie- und Beherbergungsmöglichkeiten über Cafés, Hofläden, Sehenswürdigkeiten und Tourist-Informationen bis hin zu Fahrradwerkstätten. Radler, die mit dem Smartphone unterwegs sind, können sehr schnell die Angebote aufrufen, wenn sie die dazugehörigen QR-Codes (Quick Response, zu deutsch etwa schnelle Antwort) scannen. Die Entfernung vom Knotenpunktwegweiser zu den angegebenen Dienstleistern soll nicht mehr als sieben Kilometer betragen, die Sehenswürdigkeiten sollen nicht weiter als drei Kilometer entfernt liegen.

1390 000 Euro für 1100 Kilometer Radwegenetz investiert

Insgesamt 139 000 Euro wurden investiert, davon 118 000 Euro aus dem EU-Förderprogramm für ländliche Entwicklung. Die Eigenmittel in Höhe von 21 000 Euro hat der Verein Regionalförderung Prignitzland übernommen, merkte dessen Vorsitzender, Stefan Freimark, an. 1100 Kilometer Radwege sind so ausgeschildert.

„Eigentlich ist das Projekt seit August 2015 abgeschlossen“, sagte Storchenland-Regionalmanagerin Susanne Dorow. Doch waren zu dem Zeitpunkt noch nicht alle Fördermittel abgerechnet. Dann kam der Winter, nun aber, kurz vor Beginn der Radfahrsaison, sei die Zeit gekommen, das Projekt für umgesetzt zu erklären.

„Komplett fertig ist so ein System natürlich nie“, ergänzte Uwe Neumann. Jetzt seien die Kommunen gefragt, das System zu pflegen und zu überarbeiten. Radfahrer, die Mängel oder nicht zutreffende Angaben feststellen, können das dem Tourismusverband melden.

Von Andreas König

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