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Radweg bei Perleberg wird saniert

Vereinbarung mit dem Landkreis Radweg bei Perleberg wird saniert

Die überregionale Gänse-Tour weist derzeit eine Lücke zwischen Perleberg und Weisen auf. Aufgrund seines schlechten Zustands wird der Radweg entlang der alten B 189 nicht mehr offiziell ausgewiesen. Die Stadt will ihn aber sanieren, dafür wird der Landkreis die Straße als Kreisstraße übernehmen.

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Quelle: Michael Beeskow

Perleberg. Im Streit um die alte B 189 zwischen Perleberg und Weisen zeichnet sich eine Lösung ab. Der Landkreis hat der Stadt und dem Amt Bad Wilsnack/Weisen signalisiert, unter bestimmten Umständen die einstige Bundesstraße, die inzwischen zur Gemeindestraße abgestuft wurde, zu übernehmen und künftig als Kreisstraße zu unterhalten. Bei dieser Lösung geht es nicht zuletzt auch um den Erhalt des Radweges, der parallel zur Straße durch den Wald führt. Aufgrund seines schlechten Zustands ist der Radweg inzwischen nicht mehr offiziell ausgewiesen. Dadurch ist für das gesamte Radwegenetz der Prignitz ein Problem, da der Abschnitt zwischen Perleberg und Weisen zum überregionalen Radweg der Gänsetour gehört.

Die alte B 189 zwischen Perleberg und Weisen soll von einer Gemeinde- zur Kreisstraße werden

Die alte B 189 zwischen Perleberg und Weisen soll von einer Gemeinde- zur Kreisstraße werden.

Quelle: Michael Beeskow

Wie Hagen Boddin, Perlebergs Bauamtsleiter, auf Nachfrage erklärte, wird der Landkreis die alte Bundesstraße nur dann übernehmen, wenn der Radweg saniert ist. „Die Stadt muss die Grundsanierung übernehmen.“ Allerdings ist der Radweg nicht durchweg in einem schlechten Zustand, an einzelnen Stellen haben Wurzeln die Fahrbahn verformt und aufgebrochen. „Die Oberfläche muss abgefräst und ein Wurzelschutz eingebaut werden“, erklärt der Bauamtsleiter die beabsichtigten Maßnahmen. Die Erneuerung der Asphaltfahrbahn soll abschnittsweise erfolgen.

Der Radweg wäre damit wieder vollkommen nutzbar. Im Sommer 2014 hatte dies noch ganz anders geklungen. Bürgermeister Fred Fischer hatte erklärt, dass eine Sanierung des Radwegs keinen Sinn mehr mache. Es müsse ein vollkommen neuer Weg gebaut werden, wofür der Stadt aber das Geld fehle. Über Nacht war die Ausschilderung als Radweg verschwunden und auch die Hinweis-Schilder „Gänse-Tour“ waren entfernt worden. Die Stadt hatte erklärt, jeder könne den Weg auf eigene Gefahr weiter nutzen, doch ein offizieller Radweg sei das nicht mehr. Den Radfahrern wurde empfohlen die alte Bundesstraße zu nutzen. Die Geschwindigkeit wurde dort von 100 auf 80 Stundenkilometer abgesenkt, um die Radfahrer nicht in Lebensgefahr zu bringen. Gleichzeitig kündigte die Stadt an, den Verlauf der Gänsetour neu ausschildern zu wollen. Der Weg sollte über eine Brücke führen, die wiederum die neue B 189 passiert. Die Querung hätte erst noch hätte saniert werden müssen. Dieser Plan wurde aber von Annett Jura nach ihren Antritt als Bürgermeisterin verworfen und eine Lösung mit dem Landkreis gesucht.

140 000 Euro kostet die Radwegsanierung

Diese Lösung ist allerdings recht komplex. Sie reicht über die Grundsanierung des Radweges hinaus. Perleberg soll im Gegenzug eine Kreisstraße übernehmen und zwar jene, die in Quitzow von der B 5 abzweigt und über Neu Premslin nach Premslin und zurück auf die B 5 führt. Nur liegen Neu Premslin und Premslin schon in der Gemeinde Karstädt, die ihre Einwilligung für den Tausch geben muss. Perleberg will im Gegenzug den Randstreifen an der künftigen Gemeindestraße ausbessern, auch auf dem Karstädter Gemeindegebiet. Nach Schätzung des Bauamtes belaufen sich die Gesamtkosten für die Sanierung des Radweges sowie den Straßenausbau in der Gemeinde Karstädt auf rund 140 000 Euro. Die Perleberger Stadtverordneten haben bereits ihre Zustimmung gegeben. Die Entscheidung der Karstädter steht noch aus.

Aber auch das Amts Bad Wilsnack/Weisen ist eingebunden, da auch ein kleiner Abschnitt des Radweges und der alten Bundesstraße, die der Kreis übernehmen will, auf Amtsgebiet liegt. Das Amt muss nun entscheiden, ob es im Gegenzug die Kreisstraße von Weisen nach Schilde übernimmt.

Erst wenn alle Beteiligten, ihre Einwilligung geben, könne die Vereinbarung mit dem Landkreis über die Umwidmung der Straßen getroffen werden. Der Baumamtsleiter meinte weiter, das könnte Ende des Jahres sein. „Dann geht es los.“ Die Gänse-Tour wäre dann 2017 wieder durchgehend befahr.

Von Michael Beeskow

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