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Ralf Knacke tritt für die SPD an

Pritzwalk Ralf Knacke tritt für die SPD an

Es gibt einen dritten Bürgermeisterkandidaten für Pritzwalk: Ralf Knacke wird für die SPD antreten. Bei seiner Kür waren auch Stadtpolitiker von der Linken und den Freien Wählern dabei. Es könnte also auf eine breitere Unterstützung hinauslaufen.

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Bürgermeisterkandidat Ralf Knacke (4.v.l.) im Kreise seiner Unterstützer aus Ortsverein und Unterbezirk, zu denen auch Staatssekretärin Katrin Lange (5.v.r.) gehört.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk/Falkenhagen. Die SPD in Pritzwalk hat einen eigenen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl im Herbst aufgestellt: Ralf Knacke wurde bei der Mitgliederversammlung im Hotel Falkenhagen am Montagabend einstimmig dazu gewählt. Knacke ist nach dem AfD-Kreisvorsitzenden Thomas Schlaffke und dem parteilosen Vizebürgermeister Ronald Thiel der dritte Bewerber für das Amt, das seit 27 Jahren von Wolfgang Brockmann (FDP) bekleidet wird. Thiel hatte ebenfalls um die Unterstützung der SPD geworben und dafür ein Ultimatum bis März gestellt – nun haben die Sozialdemokraten anders entschieden. Von wem Thiel letztlich unterstützt wird, hat er noch nicht verlauten lassen. Knacke wiederum meinte zur möglichen Unterstützung durch andere Fraktionen aus der Stadtverordnetenversammlung: „Wenn die anderen wollen, gerne – ich bin da.“ Bei der Sitzung dabei waren auch Hartmut Windkelmann, Nicola Czaja und Frank Schröder (alle Linke) sowie Christa Pfeiffer (Freie Wähler). Knacke hätte aber auch kein Problem mit der FDP.

Angetreten, um zu gewinnen

Ralf Knacke hat eine bunte politische Vita. Hat er lange für die Freien Wähler Pro Prignitz im Kreistag gesessen, versuchte er sich zwischendurch bei der Piratenpartei, die er damals als Neugründung interessant fand. Seit dem 1. März ist er nun aber SPD-Mitglied. Abgesehen von seiner Tätigkeit im Kreistag ist er seit 15 Jahren ehrenamtlicher Bürgermeister der Gemeinde Marienfließ (Amt Meyenburg) – seit ihrer Gründung. „Das waren alles sehr interessante Zeiten“, sagt Knacke. Gerade seine Erfahrungen in Marienfließ möchte er nun nutzen – immerhin hat er dort Gemeinden zusammengeführt.

Als er jetzt gefragt worden ist, ob er die Kandidatur übernehmen will, hat er sich zunächst „eine Weile damit beschäftigt“. Pritzwalk sei immer sein Bezugspunkt gewesen, betont der 48-Jährige. Es ist seine Geburtsstadt „und war für mich die Kreisstadt“, sagt der Mann, der die meiste Zeit seines Lebens in Stepenitz wohnt. Auch sein Arbeitsleben hat ihn für viele Jahre in die Stadt an der Dömnitz geführt, war er doch Leiter des evangelischen Christophorus-Seniorenheims. In gleicher Funktion hatte er auch in Stepenitz gearbeitet. Anfang 2016 hatte er eine Einrichtung in Berlin als Leiter übernommen. Immerhin hatte er bis zu 150 Mitarbeiter unter sich. „Mitarbeiterführung, so sagt er dazu, „ist nicht meine Schwäche.“ Der Prignitz ist er auch während seines Engagements in Berlin immer treu geblieben. Daher ist die Bewerbung folgerichtig.

Ralf Knacke (M) mit dem Prignitzer SPD-Unterbezirksvorsitzenden Harald Pohle und der Pritzwalker Ortsvereinschefin Marlies Ferner

Ralf Knacke (M.) mit dem Prignitzer SPD-Unterbezirksvorsitzenden Harald Pohle und der Pritzwalker Ortsvereinschefin Marlies Ferner.

Quelle: Bernd Atzenroth

Doch eines fiel ihm schon lange auf: „Irgendwie hat Pritzwalk keine Identität.“ Das falle vor allem auf, wenn man es mit den Nachbarstädten vergleiche. So hat er sich zum Ziel gesetzt, das in den acht Jahren Amtszeit zu ändern, sollte er gewählt werden. Das Motto dazu ist der touristischen Ebene entliehen: „Knotenpunkt Pritzwalk bis 2025“. Knacke: „Dann sollen die Leute Pritzwalk wieder als Nordprignitzer Mittelpunkt wahrnehmen. Ich hoffe, Pritzwalk aus seinem Dornröschenschlaf erwecken zu können.“ Zu seiner Kandidatur meinte er noch: „Ich bin Lernender und werde hier gut unterstützt. Ich gehe da unvoreingenommen rein.“ Und schließlich ganz unmissverständlich: „Angetreten bin ich, um zu gewinnen.“

Eine weitere bemerkenswerte Begebenheit war es, dass die SPD einen 14-Jährigen als neues Mitglied begrüßen konnte: Jannes Schönhardt aus Putlitz wollte der Partei unbedingt beitreten und verfolgte gleich die komplette mehrstündige Mitgliederversammlung.

Von Bernd Atzenroth

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