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Prignitz Raser vor der Schule
Lokales Prignitz Raser vor der Schule
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00:21 15.02.2018
Die mobile Messtafel zeigt die Geschwindigkeit an. Sie dient der Verkehrsdatenerfassung. Auch Raser werden registriert. Quelle: Beate Vogel
Putlitz

Fast ein Jahr ist es her, dass der Bundesrat die Tempo-30-Zonen vor Schulen und Kindergärten absegnete. Die Neuigkeit scheint indessen noch nicht bei jedem Autofahrer angekommen zu sein. Dabei steht an der Straße weithin sichtbar der Hinweis, dass hier Tempo 30 gilt – wegen der Schule. Peter Jonel, Ordnungsamtsleiter im Amt Putlitz-Berge, hatte erst Mitte Januar mit Hilfe der elektronischen Messtafel die Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer erfassen lassen. „Die Leute rasen trotzdem. Das ist unverantwortlich.“

Die Ergebnisse aus der Messwoche zwischen dem 11. und 19. Januar empören den Ordnungsamtsleiter außerordentlich. 6104 Fahrzeuge passierten an den acht Messtagen die Strecke vor der Grundschule. Nur 1292 fuhren vorschriftsmäßig. Sie wurden mit einer freundlichen grünen Ziffer im Messfeld belohnt. Alle, die mehr als Tempo 30 fuhren, bekamen ihre Geschwindigkeit in der Warnfarbe Rot zu sehen.

Mit 95 Sachen an der Schule vorbei

Gemessen wurde tagsüber zwischen 6 und 17 Uhr. Für diese Zeit gilt laut Verkehrsschild das Tempolimit. Die meisten Verkehrsteilnehmer, die die 30er Zone in der Parchimer Chaussee passieren, tun dies zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 14 und 17 Uhr. Eine Spitzenzeit ist aber in den Messtabellen nicht abzulesen.

Die Mehrheit fährt mit 35 bis 55 Stundenkilometern durch die Geschwindigkeitsbegrenzung, einige auch zwischen 60 und 70. Am 18. Januar zum Beispiel hielten sich von gemessenen 1805 Fahrern gerade mal 827 an das Tempolimit. Alle anderen waren schneller. Gleich zwei Autofahrer rasten mit mehr als 95 Sachen an der Schule vorbei – innerorts und mitten am Tag, wohlgemerkt.

Polizei soll kontrollieren

Ordnungsamtsleiter Jonel sieht die Messtafel als Argumentationshilfe: Das Amt hatte die Elektronik, deren Messergebnisse für die Verkehrsteilnehmer ohne Folgen bleiben, im vergangenen Jahr angeschafft. Die Messungen zeigen, dass der Bedarf an Geschwindigkeitskontrollen seitens der Polizei enorm ist. „Ich habe das auch schon mit dem Revierpolizisten Gerald Jach abgestimmt.“

Eine solche Messreihe hatte das Amt bereits im vergangenen Jahr vor der Kita in Triglitz und auch vor der Grundschule vorgenommen. Oft seien es sogar Eltern gewesen, die sich nicht ans Tempolimit hielten. Am Verhalten der Autofahrer hat sich seitdem nichts geändert. In dieser Woche lässt Jonel die mobile elektronische Messtafel wieder vor der Grundschule installieren. Kurz darauf soll sie wieder vor der Kita in Triglitz das Tempo anzeigen.

Von Beate Vogel

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