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Rechte stoßen auf Ablehnung in Glöwen

Breites Bündnis gegen Kundgebung der Freien Kräfte Rechte stoßen auf Ablehnung in Glöwen

Bereits zum dritten Mal veranstalteten die Freien Kräfte Neuruppin-Osthavelland ind Glöwen (Prignitz) eine Kundgebung. Aber auch diesmal stellten sich ihnen eine breites Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus entgegen.

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Für Toleranz setzte sich ein breites Bündnis ein

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Glöwen. „Wir sind verdammt stolz, dass es ein so breites Bündnis gibt“, sagte Plattenburgs Bürgermeisterin Anja Kramer. Nachdem die „Freien Kräfte“ Neuruppin-Osthavelland wieder zu einer Kundgebung in Glöwen aufgerufen hatten, reagierte darauf ein breites Bündnis mit einer Gegendemonstration, die am Freitagabend unter dem Motto stand: „Für ein friedliches Miteinander sowie eine weltoffene und tolerante Prignitz – Rassismus und Fremdenhass entgegentreten“. Die Bürgermeisterin verwies auf die große Unterstützung: Bundestags- und Landtagsabgeordnete, die vielen Unterstützer aus der Prignitz, aus Wittenberge, aus Perleberg – auch Bürgermeisterin Annett Jura war gekommen.

„Wir lassen uns Glöwen, wir lassen uns die Prignitz nicht kaputt machen“, erklärte Anja Kramer unter dem Beifall der Gegendemonstranten. Auf die rechtsradikale Kundgebung an der anderen Straßenseite weisend sagte die Bürgermeisterin: „Die da drüben, das geht gar nicht.“

Der Landtagsabgeordnete Thomas Domres (Linke) hatte die Gegendemonstration angemeldet. Er wies die Rufe der rechtsextremen Kräfte zurück, die sich auf einen Missbrauchsfall im Januar bezogen. Ein 16-jähriger Asylbewerber aus Afghanistan hatte in Glöwen zwei Jungen sexuell missbraucht. „Der Anlass ist nur vorgeschoben“, sagte der Landtagsabgeordnete. „Er ist nur vorgeschoben, um gegen Flüchtlinge und Andersdenken hetzen zu können.“ Weiter erklärte er: „In der Prignitz ist kein Platz für Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.“ Bereits zum dritten Mal hatten die „Freien Kräfte“ zu einer Kundgebung in Glöwen aufgerufen, und auch diesmal gab es eine Gegendemonstration. Thomas Domres dazu: „Wir dürfen den Rechten die Straße nicht überlassen.“ Auch der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Rupprecht wand sich nachdrücklich gegen die rechtsradikale Propaganda. Er erinnerte sich an den Kampf um den Ehalt der Glöwener Schule, an dem er sich erfolgreich beteiligt hatte. Auch diesmal werde der Kampf für Glöwen mit einem Happy-End ausgehen. An der rechtsextremen Kundgebung beteiligten sich diesmal weit weniger Personen. Auch bei der Gegendemo fiel die Beteiligung geringer aus als bei den ersten beiden Veranstaltungen.

Von Michael Beeskow

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