Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Rederecht für die Bürgerinitiative
Lokales Prignitz Rederecht für die Bürgerinitiative
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:00 15.04.2013
GUMTOW

. In dem Entwurf geht es um den Straßenbau zur Erschließung der geplanten Hähnchenmastanlage in Gumtow-Heinzhof.

Als Erster hatte der Bauausschuss das Thema auf dem Tisch. Eine Delegation der Bürgerinitiative „Gumtow gegen Tierfabrik“ mit Sprecherin Kathrin Voigt, Jane Glaser, Renate Peiker, Ute Niesert, Dorothea Beckmann, Maja Slansky und Rainer Still war gekommen, um die Verlegung der Diskussion in den öffentlichen Teil zu erreichen. Ihnen zuvor kam der Bauausschussvorsitzende Uwe Zimmermann, der gleiches beantragte. Die Ausschussmitglieder Roger Popp und Bernd Teickner stimmten dagegen. Renate Peiker zweifelte Teickners Stimmrecht an, weil er befangen sei, da es um Flächen seines Landwirtschaftsbetriebes gehe. Teickner sagte dann, dass sein Unternehmen zwar nicht vom Projekt profitiere, er aber keinen Grund für den Ausschluss der Öffentlichkeit sehe. Weitere Abstimmungen erfolgten ohne sein Votum.

Schließlich bekamen die Gäste nach Antrag von Kathrin Voigt Rederecht zum Tagesordnungspunkt. Sie wollten unter anderem wissen, wann die Straße auf welche Länge und in welcher Variante ausgebaut wird und wer das bezahlt (Infokasten). Die Mitglieder nutzten ihr Rederecht auch für andere, das Großprojekt betreffende Fragen. Kathrin Voigt, beruflich im Steuerfach tätig, fragte unter anderem, mit wieviel Steuergeld die Gemeinde bei dem Abschreibungsmodell des Projektes rechne? Sie meinte, dass vor dem Ablauf von 15 bis 20 Jahren keine Steuern fällig werden würden.

Gumtows Bürgermeister Stefan Freimark sagte: „Wir hoffen auf Steuern von beiden Unternehmen, die hier ihren Sitz haben.“ Rainer Still erkundigte sich danach, wer die Investoren sind, die den beiden GmbHs vorstehen. Maja Slansky fragte, warum es zwei Investoren für ein Projekt sein müssten und vermutete familiäre Beziehungen dahinter. Gefragt wurde auch, was ist, wenn eine GmbH pleite geht? Zimmermann sagte kurz: „Namen und Verantwortlichkeit sind in den Projektunterlagen genannt. Beide Firmensitze sind hier.“ Es gab weitere Fragen, die für die Gäste nicht ausreichend oder gar nicht beantwortet wurden.

Sie nutzten wohl auch deshalb den Hauptausschuss am Donnerstagabend für weitere Fragen. Kathrin Voigt fragte, ob die Feuerwehr vorbereitet werde, da bei der Federverbrennung Blausäure entstehen könne. „Da greift der Atemschutz“, so Freimark. „Wie schützt sich die Gemeinde vor Havarien, zum Beispiel, wenn Zyanwasserstoff und Blausäure in den Boden gelangen?“ Das wollte Maja Slansky wissen. Das sei vertraglich nicht berücksichtigt, sagte Freimark. Der Boden- und Gewässerschutz unterliege dem Landkreis Prignitz. Die Gemeinde könne sich da nur schlecht absichern. Eventuell ginge das per Kaution, die wohl die 100 000 Euro übersteigen würde, was Freimark für unmöglich hält. Er ist sich sicher, dass der Kreis im Notfall auf seine Kosten tätig werden müsse. Freimark will sich aber beim Kreis nach dem Verfahren bei Umweltschäden erkundigen.

Beim Tagesordnungspunkt „Anfragen“ regte der zweite Sprecher der Bürgerinitiative und Gemeindevertreter Helmut Adamaschek an, zu einer der nächsten Gemeindevertretersitzungen Fachleute einzuladen, die über die negativen Auswirkungen solcher Großprojekte berichten, und Vertreter von Gemeinden, die sich ihre Planungshoheit für derartige Vorhaben zurückgeholt haben.

Lediglich der Bürgermeister äußerte sich dem Vorschlag gegenüber positiv. Die Mehrheit der anderen Ausschussmitglieder lehnte diese Art der Information ab und meinte, dass Interessenten ja zu der Versammlung der Bürgerinitiative am 19. April um 18.30 Uhr ins Gemeindehaus Demerthin gehen könnten.

Den Städtebaulichen Vertrag will Freimark überarbeiten und ihn zur übernächsten Gemeindevertretersitzung zum Beschluss stellen. Für den 25. April sei es zu spät, da der Investor den Entwurf noch nicht erhalten habe. (Von Sandra Bels

und Hajo Nitschke)

Prignitz Die Tänzerinnen und Tänzer des Tanzcentrums Wittenberger ernteten besonders viel Applaus - Mit Chormusik in den Frühling

Mit dem Kanon „Es tönen die Lieder“, vorgetragen vom Arion-Chor Wittenberge, begann am Sonntag das nunmehr 20. Frühlingskonzert im Kultur- und Festspielhaus Wittenberge.

15.04.2013
Prignitz Im Wittenberger Reformhaus „Elbland-Genuss“ wurden Gäste nicht nur kulinarisch rund ums Thema Kaffee informiert - Die Krönung beim „Kaffeeklatsch“ war die Verkostung

Dass Kaffee ein anregendes Getränk ist und sich bei den Deutschen großer Beliebtheit erfreut, weiß wohl jeder.Um passionierte Kaffeetrinker mit interessanten Informationen rund um die Bohne in gemütlicher Runde versehen zu können, gab es am vergangenen Samstagnachmittag im Wittenberger Reformhaus „Elbland-Genuss“ an der Ecke Bahnstraße/Rathausstraße einen Dia-Vortrag, in dem der Hobby-Röster Frank Wenzel über Herkunft, Anbau, Ernte, Sorten, Zubereitung und Wirkung des beliebten Getränkes referierte.

14.04.2013
Prignitz Frühjahrsputz in Mertensdorf - Viel Laub am Friedhof

„Groß Reinemachen ist in Mertensdorf (Putlitz) in jedem Frühjahr wie auch zum Winterbeginn angesagt“, erklärte Ortsvorsteher René Völker am Samstag, als sich die Bürger zum Frühjahrsputz trafen.

14.04.2013