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Reise durch den Osten

Regisseur lebte in sieben Städten für seinen Film "777 - Vom Suchen" / Vorpremiere in Wittenberge Reise durch den Osten

"Film ab" hieß es am Freitag im "Klim Bim" in der Wittenberger Karl-Marx-Straße. Gezeigt wurde der Film "777 Vom Suchen" von Regisseur Daniel Günter Schwarz. Derzeit befindet er sich mit dem Film auf der Vorpremierentour durch die Orte, in denen gedreht wurde.

Wittenberge. Sieben ostdeutsche Städte sind es, darunter Wittenberge. Bruno (55) und Lisa (28) reisen voneinander unabhängig durch den Osten Deutschlands. Dabei tauchen sie in kleine, unbekannte Welten ein und befreien sich langsam aus den Schlingen der Zukunft und Vergangenheit. Vier Jahre lang recherchierte Daniel G. Schwarz im Osten Deutschlands. Jeweils drei Monate lang lebte er in sieben verschiedenen Städten. Er sprach mit den Menschen und suchte Fakten in Archiven.

Sieben Städte, sieben Geschichten und sieben Songs spiegeln die 777 im Filmtitel wider. Im Anschluss an die Filmvorführung standen der Regisseur und einige Protagonisten zu Gesprächen bereit. "Der Film ist keine objektive Darstellung der Orte. Er spielt Sachen an, wird poetisch, dann künstlerisch. Deshalb hat der Film auch kein Drehbuch im herkömmlichen Sinne", erzählt Schwarz. Sein Konzepte war es, eine eigene Ästhetik zu jedem Ort zu entwickeln. "Man muss einfach offen sein für die neue Situation", sagte er. Er habe nach Bands in den Orten gesucht. Und er habe das Glück gehabt, in Wittenberge "The Dise" gefunden zu haben", berichtete der Regisseur weiter. Frontfrau Nicole Maser erzählte: "Daniel hat mich angerufen, mir von dem Film erzählt und gefragt, ob wir uns mal treffen könnten." So schrieb man bei "The Dise" einen Song über die Heimatstadt Wittenberge. Für den Film sollte sie außerdem ihr Äußeres ändern. "Die Haare wurden zweimal blondiert und hochtoupiert und hochgehaarsprayt", erzählte sie. "Als ich vor drei Jahren das erste Mal in Wittenberge war, sind wir in der Dunkelheit angekommen, und nun ist es wieder dunkel. Morgen werde ich ganz früh aufstehen, um bei Tageslicht etwas von der Stadt zu sehen", sagte Peter Pistivsek, der den Bruno spielt. Esther Hinz, die ein Mädchen in Rot spielt, berichtete von dem Film-Casting: "Da wollte ich unbedingt hin. Dann war es ganz anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Ich sollte keine Texte lernen, nur Gefühle zeigen."

Der Wittenberger Timo Holst spielt in dem Film einen jungen Existenzgründer, der in der Bahnstraße Bürger befragt. "Das war damals wirklich meine eigene Geschichte. Ich war auf dem Weg, mich selbstständig zu machen", erzählte er. Insgesamt 250 Leute wirkten bei dem Film-Projekt mit. Rund 150 Sponsoren hatten den Dreh finanziell möglich gemacht.

Von Jens Wegner

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