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Reitzelt für die Förderschüler eröffnet

Hoppernrade Reitzelt für die Förderschüler eröffnet

Erste Station ihrer ersten Kreisbereisung durch die Prignitz für die neue Bildungsministerin war am Mittwoch Hoppenrade. Auf dem Gelände der Förderschule des Christlichen Jugenddorfwerkes Deutschlands (CJD) eröffnete Britta Ernst ein Reitzelt. Die Schule hat lange darauf gewartet. Genutzt wird es für die tiergestützte Therapie.

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Auftakt zur ersten Kreisbereisung der neuen Bildungsministerin Brandenburgs: Britta Ernst eröffnet das neue Reitzelt der CJD-Förderschule in Hoppenrade. Dazu zeigen die Kinder eine kleine Zirkusshow, die sie in der tiergestützten Therapie erarbeitet haben.

Quelle: Beate Vogel

Hoppenrade. Wenn das keine besondere Auszeichnung ist: Ihre erste Kreisbereisung startete die neue brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst am Mittwoch in der Prignitz, genauer gesagt in Hoppenrade (Gemeinde Plattenburg). Gemeinsam mit Landrat Torsten Uhe, Gemeindebürgermeisterin Anja Kramer und Schulleiter Ulrich Resch eröffnete sie das neue Reitzelt, in dem die Kinder der Förderschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) nun auch bei schlechtem Wetter ihre tiergestützte Therapie absolvieren können. Die Aufregung war nicht nur den Kindern anzumerken.

Stolz zeigte sich Petra Densborn, Gesamtleiterin des CJD Berlin-Brandenburg. „Menschen, die Ankommen, sind besonders aufmerksam“, sagte sie in Richtung der Bildungsministerin und betonte den inklusiven Ansatz der Förderschule in Hoppenrade. In der Schule, die im alten Gutshaus untergebracht ist, lernen laut Resch aktuell 89 Kinder und Jugendliche in elf Klassen.

Kampf seit 25 Jahren

Die Förderschule hat lange auf die Reithalle warten müssen. „Für uns ist das ein ganz großer Tag“, so Schulleiter Resch. „Das Reitzelt hat eine Geschichte, die geht bis in die DDR-Zeit zurück.“ Landrat Uhe sprach deshalb ein großes Lob an das Lehrerkollegium und Schulleiter Resch aus: „Seit 25 Jahren kämpft die Schule um das Reitzelt.“

In einer kleinen Show, die während eines Zirkusprojektes im Frühjahr dieses Jahres entstanden war, demonstrierten die Kinder der Förderschule und der Grundschule Kleinow den praktischen Ansatz der tiergestützten Therapie. In dem Projekt setzen die Kinder den Gedanken der Inklusion wie aus dem Lehrbuch praktisch um. Die tiergestützte Therapie ist laut Resch eines der Alleinstellungsmerkmale der Förderschule – unter anderem neben dem Religionsunterricht und dem starken musischen Bereich.

Ministerin: Keine vorschnellen Entscheidungen

Inklusion ist laut Landrat Uhe seit vielen Jahren in der Prignitz ein Thema. „Vielleicht haben Sie die Prignitz deshalb für Ihre erste Kreisbereisung ausgesucht“, sagte Uhe zu Ministerin Ernst. Inklusion ist neben der Fachkräftesicherung eines der Themen, die die 56-jährige Ministerin in Brandenburg anpacken soll. Dabei kann sie auf ihren großen Erfahrungsschatz als Bildungsministerin in Schleswig-Holstein zurückgreifen. Aus ihrer Sicht sei es wichtig, erst mal zuzuhören, sagte Ernst: „In jedem Bundesland gibt es eigene Ideen und eine eigene Geschichte in Sachen Inklusion.“ Dabei seien auch die Förderschulen wichtig. Den einen richtigen Weg gebe es dabei nicht, sondern viele Wege. „Ich sehe mir das erst mal in Ruhe an. Keiner muss fürchten, dass ich vorschnelle Entscheidungen treffe.“ Bei dem Thema seien alle Beteiligten noch auf dem Weg, merkte Densborn vom CJD an: „Wir werden in zehn, 15 Jahren sicher alle noch einmal innehalten und feststellen, was geht und was nicht geht.“

Ministerin Ernst besuchte am MIttwoch in Begleitung des Landrates außerdem das Oberstufenzentrum in Wittenberge und die Albert-Schweitzer-Förderschule der Elbestadt, wo sie einen neuen Anbau eröffnete.

Von Beate Vogel

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