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Prignitz Rettungspaket für Rudower See erst 2019
Lokales Prignitz Rettungspaket für Rudower See erst 2019
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18:31 13.06.2018
Einziges Badegewässer in der Prignitz – der Rudower See in Lenzen. Quelle: Kerstin Beck
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Lenzen/ Potsdam

Ein Rettungskonzept der Landesregierung zum Rudower See, der in einem äußerst schlechten Zustand ist, wird es erst Mitte 2019 geben. Das teilte das Agrarministerium am Mittwoch im Landwirtschaftausschuss des Landtags in Potsdam mit.

„Wir erstellen ein Nährstoffkonzept. Das erfordert einige Messungen. Die Ergebnisse werden Mitte 2019 vorliegen“, erklärte Axel Loger, zuständiger Referent im Landwirtschafts- und Umweltministerium. Aufbauend auf diesen Messungen werde ein konkreter Maßnahmeplan erstellt. Das könne folglich erst im Sommer 2019 geschehen. Derzeit würden jedoch bereits einige mögliche Maßnahmen zur Rettung des Gewässers „vorsortiert“, so Loger.

Unklar, woher die Nährstoffe kommen

Es gibt einen Landtagsbeschluss, wonach die Landesregierung ein Rettungskonzept für den Prignitzer See vorlegen soll. Das Gewässer leidet unter erheblichen Nährstoffeinträgen. Ob diese von Kläranlagen oder aus der Landwirtschaft rühren, sei noch nicht geklärt, hieß es aus dem Ministerium. Auch das Moor habe eine gewisse Einflussgröße, erklärte Loger.

Maßnahmen sollten nicht übers Knie gebrochen werden, erklärte er. So müsste man auch mit den örtlichen Landwirten reden, unter denen eine gewisse Aufregung herrsche. Laut Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) gebe es derzeit 31 vorgeschlagene mögliche Maßnahmen. Jede einzelne könne vor Ort für Aufregung sorgen, sagte Vogelsänger. „Es wird keine einfachen Lösungen geben, so sehr man sich das wünschen kann.“

Rupprecht: „Dampf machen!“

Derlei Zwischenstände seien wenig motivierend angesichts der seit Jahren dauernden Diskussion, sagte Holger Rupprecht (SPD). „Das ist der einzig nennenswerte Badesee in der Prignitz. Mein Appell lautet daher: Dampf machen!“

Der Abgeordnete Dieter Dombrowski (CDU) zeigte sich enttäuscht: „Wir werden jetzt erst Mitte 2019 etwas hören. Das verwundert mich. In der Regel werden unsere Gewässer seit Jahren regelmäßig beprobt. Sie machen jetzt den Eindruck, als wüssten Sie gar nicht, was in dem See drin ist.“

Eigentümer sind betroffen

Ähnlich äußerte sich der Grünenabgeordnete Benjamin Raschke: „Ich verstehe das nicht. Die Daten liegen vor. Die Maßnahmen liegen vor. Warum dauert das noch ein Jahr“, fragte er.

Agrarminister Vogelsänger erklärte, dass die in Rede stehenden Maßnahmen zur Verbessrung der Wasserqualität Verhandlungen mit Landnutzern mit sich brächten. So sehe ein Vorschlag vor, dass Ackerflächen in Dauergründland umgewandelt werden. „Dazu müssen Sie mit den Eigentümern reden“, so Vogelsänger.

Von Torsten Gellner

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