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Richtfest an der Nikolaikirche

Pritzwalk Richtfest an der Nikolaikirche

Am Mittwoch wurde Richtfest an der Pritzwalker Nikolaikirche für den ersten Bauabschnitt bei der Restaurierung des Gotteshauses gefeiert. Nach gut vier Monaten Bauzeit zog Architekt Ingo Dreger ein sehr positives Fazit. Pfarrerin Susanne Michels dankte allen beteiligten Handwerkern.

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Stießen in luftiger Höhe aufs Richtfest an (v. l.): Christine Flassig, Jürgen Kuhnt und Peter Klingner.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Die Kirchenglocken läuteten Punkt 15 Uhr zur Feier des Tages, und auch in der Pritzwalker Nikolaikirche verschaffte sich Pfarrerin Susanne Michels mit einem kleinen Glöckchen Aufmerksamkeit, nachdem auch der letzte Handwerker hinzugekommen war. „Wir feiern Richtfest“, sagte sie, und der Zeitpunkt dafür ist nach Ansicht des beauftragten Architekten Ingo Dreger sehr passend: Denn gerade wurde die letzte Bohrung ins Kirchengemäuer getrieben, um die Sicherungsanker ins Gemäuer einführen zu können.

Die Richtkrone hängt wind- und regenumtost hoch über St

Die Richtkrone hängt wind- und regenumtost hoch über St. Nikolai

Quelle: Bernd Atzenroth

Der erste Bauabschnitt der Restaurierung, in dem der Chorumgang samt Dachgestühl und -eindeckung restauriert werden sollte, ist bislang viel besser gelaufen, als Dreger selbst erwartet hatte. Seit nach fünf Jahren Vorbereitung am 6. März zwei Gerüstbauer mit der Arbeit begonnen hatten, sind Bohrlöcher von 55 Metern Länge ins Gestein getrieben, 30 Kubikmeter Holz verarbeitet und 1200 Dachziegel abgetragen worden. Die meisten von ihnen konnten zur Wiederverwendung bearbeitet werden – auch dank der Bürger, die mit dem Erwerb von Ziegeln die Bauarbeiten unterstützt haben. Für Susanne Michels war all dies Grund genug, um den beteiligten Handwerkern und Firmen zu danken. Sie nannte dabei explizit die Zimmerei Aufbau Chemnitz, die Bodendenkmalpflege Prenzlau und die Bohrfachfirma Speser. „Es war zum Glück nicht nötig, unseren Dachstuhl neu zu errichten.“ Später sagte sie in ihrer Predigt zum Ereignis: „Diese Kirche steht mitten in unserer Stadt, und bald ist sie so stabil, dass sie auch noch in Jahrzehnten mitten in unserer Stadt stehen wird.“ Auch ihr Mann, Pfarrer Holger Frehoff, betrachtet den gestrigen Tag als „Meilenstein“.

Christine Flassig schlägt den Nagel in den Dachbalken ein

Christine Flassig schlägt den Nagel in den Dachbalken ein.

Quelle: Bernd Atzenroth

Zimmerer Peter Klingner sprach schließlich auf dem Baustellenaufzug in luftiger Höhe mit Blick auf die Richtkrone den Richtspruch und stieß mit Christine Flassig und Jürgen Kuhnt vom Pritzwalker Kirchgemeinderat auf den erfolgreichen Abschluss dieses Bauabschnitts an. Christine Flassig war es vorbehalten, den letzten Nagel in einen Dachbalken zu schlagen, wie es zum Ritual des Richtfestes gehört. Viele Interessierte und Schaulustige schauten sich das Geschehen von unten an. Auch Vizebürgermeister Ronald Thiel, Museumsleiter Lars Schladitz und viele Gemeindemitglieder und Pritzwalker waren gekommen.

Zurück in der Kirche, würdigte Christine Flassig die Verdienste Dregers und überreichte ihm ein Geschenk. Zugleich wagte sie einen kleinen Ausblick: „Wir werden ja noch einmal Richtfest feiern“, sagte sie – nämlich für den nächsten Bauabschnitt voraussichtlich im kommenden Jahr. Dafür wird auch schon gesammelt.

Von Bernd Atzenroth

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