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Riesige Hilfsaktion für schwerkranke Sophie

Knochenmarkspender gesucht Riesige Hilfsaktion für schwerkranke Sophie

Sophie ist schwer krank. Sie leidet an der seltenen Krankheit PNH, ist von der Außenwelt abgeschnitten. Jede Infektionsquelle könnte zur Gefahr werden. Nun rollt eine Welle der Hilfsbereitschaft: Im Oktober soll es einen großen Termin geben, bei dem man sich für eine Spende registrieren lassen kann – und es soll eine andere Therapie ermöglicht werden.

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Sophie Kukuk freut sich über die große Hilfsbereitschaft.

Quelle: privat

Schönhagen. Sophie Kukuk geht es den Umständen entsprechend gut, sie muss aber weiterhin von der Außenwelt abgeschirmt werden. Die 23-Jährige ist an der äußerst seltenen Blutkrankheit PNH erkrankt. Seit deren Ausbruch hat sich das Blut der jungen Frau nicht mehr von selbst neu gebildet. Zwar erhält sie ständige Bluttransfusionen, doch hilft das nicht, um die weißen Blutkörperchen neu zu bilden. Die Folge: Sophie Kukuk hat seit Ausbruch der Krankheit ihre körpereigenen Abwehrkräfte gänzlich verloren. Jede Infektion könnte für sie gefährlich werden.

Große Typisierungs-Aktion in Pritzwalk

Mit einer großen Aktion wollen Freunde und Bekannte der schwer erkrankten jungen Frau, die aus Schönhagen (Stadt Pritzwalk) stammt und in Kiel studiert, jetzt helfen. Wie Friedrich von Möller gegenüber der MAZ erklärte, soll es am 8. Oktober in Pritzwalk einen großen Termin geben, bei dem sich potenzielle Knochenmarkspender typisieren und registrieren lassen können. Dazu gab es bereits ein Vorgespräch mit einer Vertreterin der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS). Auch das Prignitzer Deutsche Rote Kreuz (DRK) wurde bereits als Unterstützer der Aktion gewonnen und wird laut von Möller wahrscheinlich zwei erfahrene Mitarbeiter für die Aktion bereitstellen. Von der KMG gibt es nach seinen Angaben ebenfalls positive Signale dafür, dass man hier helfen will. Die Knochenmarkspende ist der beste Weg, um die Krankheit vollständig besiegen zu können. Jedoch ist die Chance, einen hundertprozentig passenden Spender zu finden, denkbar gering. Doch jeder, der sich zusätzlich typisieren lässt, vergrößert die Chance für einen Erfolg – daher jetzt diese Aktion.

Welle der Hilfsbereitschaft nach MAZ-Artikel

Überhaupt ist unglaublich, welche Welle der Hilfsbereitschaft ausgelöst wurde, seit die MAZ erstmals vor zwei Wochen über das Schicksal der jungen Frau berichtet hatte. Viele Menschen aus ihrem Umfeld haben sich bereits typisieren lassen oder die Bereitschaft dazu bekundet. Darüber freut sich auch ihre Mutter Jeannette Kukuk, die mit großem persönlichen Einsatz versucht, aus der Situation das Beste zu machen und ihrer Tochter zu helfen. Im Moment ist sie daher oft Wohnungsgenossin ihrer WG-Mitbewohnerin und besten Freundin Maja von Möller in Kiel – beide teilen jetzt auch die Sorge um Sophie. Da Jeannette Kukuk jedoch nicht nur auf den Erfolg der DKMS-Aktion setzt, versucht sie gleichzeitig, eine andere Behandlungsmethode möglich zu machen. Die Schwierigkeit besteht darin, dass insgesamt kaum Gegenmittel für diese Krankheit entwickelt worden sind und werden – sie ist einfach zu selten. Die einzige Methode neben der Knochenmarkspende kommt aus den USA. Mit einem sogenannten Pferdeserum könnte man die Krankheit zwar wohl in den Griff bekommen, allerdings nicht gänzlich heilen. In Deutschland muss jetzt geklärt werden, inwiefern die Kassen die Behandlungskosten in diesem Fall übernehmen.

Diese Bemühungen laufen parallel zur Suche nach einem passenden Knochenmarkspender. Diesen zu finden wäre immer noch der Königsweg. Darum ist die Teilnahme an der Aktion am 8. Oktober auch wichtig – und selbst wenn sie zunächst Sophie Kukuk nicht zugutekommt, so könnte sie auch andere erkrankten Menschen helfen. Mehr zum Ablauf der Aktion wollen die Initiatoren demnächst bekanntgeben.

Von Bernd Atzenroth

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