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Ritterkampf und Elfentanz auf der Plattenburg

€6000 Gäste kamen zum Mittelalter-Spektakel Ritterkampf und Elfentanz auf der Plattenburg

6000 Besucher – deutlich mehr als in den vergangenen Jahren – kamen am Wochenende zum Mittelalterspektakel auf die Plattenburg. Fabelwesen aus der „Anderswelt“, Elfen, Hexen Trolle und Einhörner, zogen die Gäste in ihren Bann. Trotz wolkenbruchartiger Regengüsse anderswo blieb das Wetter den Veranstaltern hold.

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Begegnung der magischen Art: Eine Elfe und eine kleine Prinzessin treffen sich vor der märchenhaften Kulisse der Plattenburg.

Quelle: Andreas König

Plattenburg. Bange Blicke zum Himmel, Wird das Wetter halten? Doch die Magie der vereinten Fabelwesen auf der Plattenburg hielt die drohenden schwarzen Wolken am Sonnabend vom Festgelände fern. Erneut war die älteste erhaltene Wasserfeste Norddeutschlands Austragungsort eines Mittelalterspektakels, das die Gäste in eine andere Zeit entführte. Gaukler und Tänzer, Musikanten und allerlei fahrendes Volk luden die Zuschauer ein, die „Anderswelt“ zu erkunden. Gleich zu Beginn bildeten Elfen, Hexen, Faune und Teufel einen bunten Reigen. Aber auch Märchen- und Sagengestalten wie Pinocchio oder der Vogel Phönix waren mit von der Partie.

Großteil der Veranstaltungen in den Burghof verlagert

Die Veranstalter hatten sich in diesem Jahr dazu entschlossen, den Großteil des Geschehens in den Burghof zu verlegen, Dennoch bot das weitläufige Gelände genügend Platz, um allerlei Stände, Tavernen, Handwerksleute und weitere Bühnen aufzunehmen. Ein festlicher Umzug der Phantasiegestalten, begleitet von den typisch mittelalterlichen Klängen der Gruppe „Los Dilettantos“ versetzte die Gäste bereits in Staunen.

Ritter hauten sich „auf die Glocke“

Auf den Bühnen hauten sich abwechselnd Ritter „auf die Glocke“, und die Schmierenkomödianten“ trieben ihre teils derben Späße, wobei natürlich auch die Zuschauer mit einbezogen wurden. Als gute Idee erwies sich die Aufforderung, kostümiert zum Spektakel zu erscheinen, Den Trägern der Kostüme sicherte der Mummenschanz vergünstigten Eintritt, und das Fest wurde auf diese Weise noch bunter. Männer in Schottenröcken, zauberhafte Feen, aber auch regelrechte Walküren bevölkerten das Gelände rund um die Plattenburg.

Vor allem die Kinder hatten jede Menge Spaß. Viele von ihnen trugen selbst Ritter- oder Prinzessinnenkostüme. Sie wagten sich an den Umgang mit Pfeil und Bogen, Streitaxt und Schwert – natürlich kindgerecht und unter Beachtung der nötigen Sicherheitsvorkehrungen.

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Feen, Hexen, Elfen und Trolle wurden lebendig beim 24. Mittelalterspektakel auf der Plattenburg. Einer der vielen Höhepunkte war das Ritterturnier, bei dem um das letzte Einhorn gekämpft wurde. Die Veranstalter freuten sich über 60000 Besucher, so viele, wie schon seit einigen Jahren nicht mehr. Zum Glück ließ das unbeständige Wetter ringsum das Spektakel so gut wie verschont.

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Mutige absolvierten das Wildniscamp

Ganz Mutige hatten sich beim Camp der Wildnisschule Schönholz angemeldet, um zu lernen, wie man ein Lagerfeuer entfacht, Gewässer überquert, in Zelten übernachtet, sich mit den Gaben der Natur verpflegt und sich seiner Haut wehrt Stock- und Schwertkämpfe, Anschleichspiele, Ringen und Bogenschießen rundeten das Programm ab. Der Coach Jörg Pospich und seine Kollegen betreuten Kinder zwischen 3 und 13 Jahren.

Ritter kämpften für das letzte Einhorn

Als Sinnbild für die ebenso unwirkliche wie gefährdete Schönheit gilt seit jeher das Einhorn. Um das letzte seiner Art drehte sich auch das Turnier der Ritter von der Burg Stargard. In zahlreichen Wettbewerben, mittelaltergemäß „Exerzitien“ genannt, verteidigten die Ritter sowohl Ehre und guten Namen als auch eben jenes Fabelwesen, das bei genauerem Hinsehen verblüffend einem Schimmel mit Hornaufsatz ähnelte. Atemberaubende Lanzen- und Schwertkunststücke vollführten die geharnischten Recken auf ihren Rössern. Der Lieblingsfeind der Kämpen und Zuschauer war jedoch der „Dunkle Ritter“. Mit einer teuflischen Maske unkenntlich gemacht, versuchte sich der Antiheld im Ringstechen, Halsabschneiden und Roland-Treffen – nicht immer ganz legal unterstützt von zwei ebenfalls diabolisch anmutenden Kobolden. Doch am Ende ging es gut für die tapferen Ritter und vor allem das Einhorn aus. Der dunkle Ritter ward geschlagen und musste mit Schimpf, Schande und unter den Buhrufen der zahlreichen Zuschauer von dannen ziehen.

6000 Gäste gezählt

6000 Gäste zählten der Tourismusverband Prignitz und die Gemeinde Plattenburg bis Sonntagnachmittag, mehr als in den Vorjahren. Bis auf einige Schauer blieb das Wetter Drachen, Feen, Einhörnern und Gästen hold.

Bildergalerie: Online gibt es mehr Bilder vom Spektakel unter www.maz-online.de/Spektakel_2016.

Von Andreas König

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