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Rockjünger wurden mit Blasmusik abgeholt

Rock im Moor feierte in Boberow sein 15-jähriges Jubiläum Rockjünger wurden mit Blasmusik abgeholt

Fast erinnerte es ein wenig an Wacken: Mit Blasmusik wurden die Musikfans beim 15. Rock im Moor in Boberow (Gemeinde Karstädt) an die Bühne. Danach aber wurden die Gehörgänge mit ganz anderer Musik freigeblasen. Zwei Tage standen Punk und Alternative-Rock auf dem Programm.

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Auf einem Autoanhänger saßen die Grabower Blasmusikanten und bliesen zum Rockkonzert.

Quelle: Fotos(3): Jens Wegner

Boberow. Jedes Jahr am ersten August-Wochenende rockt es im beschaulichen Boberow (Gemeinde Karstädt). Zum nunmehr 15. Rock im Moor (RIM) zog es am vergangenen Wochenende wieder mehrere hundert Gäste auf das Gelände rund um die Moorscheune am Rambower Moor. „15 Jahre Rock im Moor – wer hätte das gedacht”, sinnierte Mitorganisator Christian Ebert alias „Ebi” und lud alle Partygäste ein, darauf mit ihm anzustoßen. Entstanden sei das Festival vor 15 Jahren, weil man für junge Bands etwas machen wollte, berichtete er rückblickend.

15 in einer Galerie aufgestellte Plakate zeugten von der RIM-Geschichte. Ebi dankte allen Mitstreitern für die Unterstützung in all den Jahren. Seit 15 Jahren jedes Mal mit dabei war Reno. Ihm überreichte Ebi ein T-Shirt mit exklusivem Aufdruck, nur für ihn. Reno Schmidt ist Ordner und kümmert sich um die Sicherheit. Dazu gehört es auch, Glasflaschen einzusammeln und beiseite zu schaffen, denn die Sicherheit der Festival-Besucher steht an oberster Stelle. „Ich mache das einfach aus Spaß an der Sache”, sagte er. Seine Arbeit macht er ehrenamtlich.

Beim ersten Rock im Moor vor 15 Jahren standen zwei Bands auf der Bühne. Am vergangenen Wochenende waren es, inklusive der Grabower Blasmusikanten, zwölf Bands. Mit den Grabower Blasmusikanten auf dem Autoanhänger fuhr Ebi durchs Dorf und über den Zeltplatz, um die Besucher einzusammeln und mit zünftiger Blasmusik auf das Festivalgelände zu führen. Nach einigen blasmusikalischen Zugaben ging es deutlich rockiger zu. „Halsschlagader” stand als erste Band auf der Bühne und heizte den Gästen schon richtig ein. So hieß es gemeinsam zu Party machen, alte Bekannte zu treffen, neue Leute kennenzulernen und bei cooler Musik abzufeiern bis in die späte Nacht.

Als Lokalhelden kamen „Show off Freaks” aus Karstädt, Parchim und Berlin auf die Bühne. „Fake”, die Band, mit der alles begann, gab am Freitag ihr offiziell letztes Konzert. Oben an der Bühne, prangte der Kopf eines Hirsches mit rot leuchtenden Augen, der weiße Rauchwolken spie. „Wir sind Schlachtenbummler”, erklärte ein Mitglied einer siebenköpfigen Gruppe Boberower Rentner, die zum Rock im Moor gekommen waren. „Eigentlich sind wir wegen der Blasmusik gekommen – ausschließlich wegen der Blasmusik”, betonte eine Dame aus der lustigen Truppe. Aber die Männer wollten noch ein Bier trinken. So blieben sie also sitzen und hörten, für welche Musik sich die Jugend begeistert. Zwei Nächte lang könnten die Dorfbewohner wegen der Lautstärke nicht so gut schlafen, aber man nehme es billigend hin. „Mit jedem Bier das wir trinken wird es leiser”, meinte jemand beschwichtigend. Tine aus Hamburg und Axel aus Wittenburg kommen seit etwa zehn Jahren zum Rock im Moor, wegen des Gemeinschaftsgefühls und um alte Bekannt zu treffen. „Früher haben wir hier auch gezeltet. Heute bin ich dazu aber zu alt”, meinte der 31-Jährige. Wer sich im Vorverkauf ein Eintrittsbändchen sicherte, nahm an einer Auslosung teil, in der es kleine und große Dinge, wie

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Stimmungsvoll war das Festival, das am Rand von Deutschlands beliebtestem Moor stattfindet. Hier ein paar Impressionen

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etwa eine Bratwurst oder ein kostenloser Eintritt zum Rock im Moor zu gewinnen gab. Als Hauptpreis wartete auf den Gewinner eine, wie es hieß, obergeile RIM-Gitarre, handgefertigt von „Lee Creates Holzdesign”. In diesem Jahr standen die Jungs und Mädels von Infest Clothing aus Dresden auf den Gelände und bedruckten für jeden, der spontan eine Erinnerung mit nach Hause nehmen wollte, sein individuelles Rock-im-Moor-T-Shirt. Um den während der Feier aufkommenden Hunger bekämpfen zu können, stand dieses Jahr erstmal der spezielle RIM-Burger mit auf der Speiseliste.

Von Jens Wegner

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