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Prignitz Rodelbahn-Betreuer geht in den Ruhestand
Lokales Prignitz Rodelbahn-Betreuer geht in den Ruhestand
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17:11 01.11.2016
Jürgen Augustin macht die Sommerrodelbahn Groß Woltersdorf noch einmal winterfest. Quelle: Andreas König
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Groß Woltersdorf

Wie viele kleine und große Gäste er in den letzten fünf Jahren auf die Piste geschickt hat, weiß Jürgen Augustin gar nicht mehr. „Viele jedenfalls“, sagt der 66-Jährige. Doch nun ist Schluss. Am Dienstag machte der Seefelder die Sommerodelbahn des Wahrbergevereins Groß Woltersdorf noch winterfest, jetzt möchte er den verdienten Ruhestand genießen.

„Es war eine schöne Zeit, gar keine Frage, und ich würde es auf eine Art auch noch gerne weitermachen“, sagt Jürgen Augustin. „Doch die zeitliche Belastung war recht hoch.“ Wie der Name sagt, handelt es sich bei der Attraktion in Groß Woltersdorf um eine Sommerrodelbahn. Den ganzen Sommer über kam Jürgen Augustin selten vor 18 Uhr nach Hause. Dazu die Arbeit an den Wochenenden, das war auf die Dauer dem Familienleben nicht sehr zuträglich.

Nie ist etwas ersthaftes passiert

Spaß hat ihm die Arbeit immer gemacht. „Es war besonders schön zu sehen, wenn sich die Kinder voller Spannung und Eifer in die Schlitten setzten, und dann hinabgerodelt sind. Doch das gute an der Sommerrodelbahn ist ja, dass die Gäste mit den Schlitten auch wieder hoch müssen – und zwar zu Fuß“, sagt Jürgen Augustin schmunzelnd. Nach spätestens einer Stunde sei den Gästen dann das beständige Berghochlaufen so in die Beine gegangen, dass sie erst einmal genug Bewegung hatten. Besonders stolz ist Jürgen Augustin darauf, dass in all den Jahren nie etwas ernsthaftes passiert ist. „Höchstens mal ein Pflaster aufkleben, mehr war nicht notwendig“, sagt der scheidende „Schanzenwart. Jürgen Augustin ist in seinem Leben vielen Tätigkeiten nachgegangen – Schmied, Kraftfahrer, Mitarbeiter der LPG und in den vergangen Jahren arbeitete er häufig in ABM-Stellen.

Er hat zwei Kinder und drei Enkel, die in der Nähe von Potsdam leben. Die beiden Älteren sind natürlich oft genug die Rodelbahn heruntergerutscht. Nur Jürgen Augustin konnte das gesundheitsbedingt nicht mehr schaffen. Dennoch hat er vielen Kindern die ersten Schritte so gut erklärt, dass der Rest wie von selbst lief. Der Wahrbergeverein, dem er angehört, muss nun einen Nachfolger finden.

Von Andreas König

Michael Hintz aus Wittenberge (Prignitz) ist mit Leib und Seele Eisenbahner. Er hat es besonders gut getroffen, findet der 54-Jährige: Seit 20 Jahren arbeitet er als selbständiger Lokführer. Wenn Not am Mann ist, wird er angerufen und springt ein – sogar bei der Deutschen Bahn. Dabei bleibt er bescheiden: „Ich fahre doch bloß hin und her.“

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