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Roland-Lauf: Neue Ideen kamen gut an

Perleberg Roland-Lauf: Neue Ideen kamen gut an

Auch eine gezielte Attacke im Vorfeld – alle Streckenmarkierungen waren über Nacht entfernt worden – konnte den Erfolg des 27. Roland-Laufs in Perleberg nicht verhindern: Die Neuerungen griffen, und über das neue Start- und Zielgelände freuten sich die Läufer. Und in einem Kraftakt hatten die Veranstalter Markierungen und Kilometermarken neu gesetzt.

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Und los geht’s: Beim Start über die 20-Kilometer-Strecke lagen die späteren Pokalgewinner Stephan Krakow (3.v.r.) und Birgit Böhm (3.v.l.) schon mit vorne dabei.

Quelle: Stefan Peglow

Perleberg. Der Sonntag war der schönste Tag der vergangenen Woche, und das genau zum Start des 27. Perleberger Roland-Laufes. Insgesamt 202 Teilnehmer, davon 185 in der drei wichtigsten Wettkampfläufen, wollten sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen, zumal in diesem Jahr einiges neu war. Zum Beispiel der Start- und Zielbereich: Denn erstmals wurde der Lauf im Tierpark gestartet, und zwar in Höhe der Bühne von Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura. Diese Neuerung ermöglichte nun auch, dass der Lauf und die Siegerehrung erstmals an ein und demselben Ort stattfinden konnte – eine Idee, die bei den Teilnehmern eine sehr gute Resonanz fand. Ein Zielanlauf zwischen Bären- und Dromedargehege ist auch etwas Ungewöhnliches. Der Zeitmesser, Tollense-Timing, wartete mit einer elektronischen Zeitanzeige im Ziel auf – dies ebenfalls erstmals beim Roland-Lauf.

So isses und so war es

So isses und so war es.

Quelle: Bernd Atzenroth

Auch die Strecke selbst fand Anklang. Sie wurde durch eine neue Zusatzrunde im Stadtforst aufgewertet, die bei den beiden längeren Wettkampfläufen gelaufen wurde. Leider wurden die Organisatoren im Vorfeld Opfer einer gezielten Attacke. Denn unbekannte Täter entwendeten in der Zeit von Freitag 20 Uhr bis Samstag 14 Uhr alle bereits gespannten Trassierbänder und alle Kilometermarken auf der kompletten zehn Kilometer langen Strecke, so dass die ganze Arbeit noch einmal getan werden musste. Aber schließlich konnte die gesamte Strecke wieder gut markiert und abtrassiert werden, auch wenn an einer Stelle tatsächlich ein paar Läufer einmal in die falsche Richtung liefen. Aber für die allermeisten Teilnehmer lief alles glatt bis ins Ziel.

Die Wirtschaftsjunioren um Roy Hartung kümmerten sich auch um die Anmeldung am Start

Die Wirtschaftsjunioren um Roy Hartung kümmerten sich auch um die Anmeldung am Start.

Quelle: Bernd Atzenroth

Es war der erste Roland-Lauf, für den die Prignitzer Wirtschaftsjunioren Veranstalter waren. Sie haben diese Aufgabe gerne übernommen, nachdem der SSV Einheit Perleberg genau ein Jahr zuvor seinen Ausstieg aus der Veranstaltung verkündet und via Stadt dem Vorbereitungsteam hatte mitteilen lassen. Und die Wirtschaftsjunioren machten ihre Sache richtig gut, brachten viel neuen Schwung in die Veranstaltung und sich selbst aktiv in die Vorbereitung und die Organisation ein, gemeinsam mit Laufleiterin Steffi Diete, ihrem Vorgänger Peter Krips sowie Vertretern der Stadt Perleberg, der Sparkasse Prignitz und der MAZ. So gab es auch eine Reihe von neuen Ideen. Erstmals gab es für die Teilnehmer Medaillen und diese konnte man sich sogar an Ort und Stelle von Wilfried Bels gravieren lassen. Das Team von Roy Hartung sorgte für die Mittagsversorgung, während sich fünf Perleberger Gymnasiastinnen ihre Abikasse mit dem Verkauf von Kaffee und Kuchen aufbesserten. Der Lauf hat aber auch noch viele weitere Unterstützer, etwa die AOK Nordost oder das Energieversorgungsunternehmen PVU.

Sie besserten ihre Abikasse auf

Sie besserten ihre Abikasse auf.

Quelle: Bernd Atzenroth

Altbewährtes blieb aber auch, so die Rosen von Blumen Minge für die Läuferinnen beim Zieleinlauf und die Torte der Bäckerei Höfler für das Team mit den meisten Teilnehmern. Sie ging an In-Bestform Perleberg – 20 Läufer waren in diesem Namen unterwegs und trugen eigens T-Shirts zum 27. Roland-Lauf. Wie immer mit großer Besetzung dabei waren die Läufer vom Pritzwalker Lauftreff, von denen Birgit Böhm den Pokal über 20 Kilometer gewann.

Und die Kamele schauen den Läufern zu

Und die Kamele schauen den Läufern zu: Das Streckenstück durch den Tierpark ist eine absolute Attraktion.

Quelle: Stefan Peglow

Zwei weitere Pokale gingen an bekannte Gesichter in der Prignitzer Läuferszene. Jörg Schulze vom Lauftreff Bentwischer Wald/Wittenberge siegte über die zehn Kilometer, Stephan Krakow aus Perleberg wiederum über die 20 Kilometer, beide in überlegener Manier. Neu unter den Pokalgewinnern war Jessica Eckert von In-Bestform Perleberg, die über zehn Kilometer bei den Frauen vorne lag. Gestiftet wurden die Pokale von der MAZ, der Sparkasse Prignitz, der Stadt Perleberg sowie der Perleberger Polizei.

Eins war am Schluss klar: Die neuen Ideen haben gegriffen, und auch die gezielte Attacke konnte dem Ereignis nicht schaden.

Zieleinlauf mit Bärengehege im Hintergrund

Zieleinlauf mit Bärengehege im Hintergrund

Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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