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Prignitz Rolf Zuckowski besucht Kinder in Glöwen
Lokales Prignitz Rolf Zuckowski besucht Kinder in Glöwen
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02:17 28.09.2015
Selbst die Glöwener Kindergartenkinder kennen jedes Wort von Rolf Zuckowskis Liedtexten. Die Schüler hatten viele Fragen an den bekannten Sänger und Komponisten. Quelle: Andreas König
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Glöwen

Man kann mit seinen Liedern ein ganzes Leben begleiten. Rolf Zuckowski hat allein für Kinder weit über 500 Lieder geschrieben. Klar, dass der Glöwener Chor „Elbkinder“ den bekannten Sänger mit einem seiner Klassiker begrüßt. „Hallo, hallo, schön, dass du da bist“, singen sie. Noch ein wenig zaghaft zunächst, doch als Rolf Zuckowski einstimmt, finden die Kinder schnell einen Draht zu ihm.

Rolf Zuckowski ist nicht das erste Mal in Glöwen. Vor allem Musiklehrerin Antje Lüß kennt er seit mehr als 15 Jahren. Daher nennt er sie auch völlig selbstverständlich bei ihrem Vornamen, und den Kindern bietet er an, ihn auch mit „Rolf“ anzusprechen. „Wer das nicht möchte, kann mich natürlich auch Herr Zuckowski nennen“, sagt er, doch von diesem Angebot macht keiner der rund 50 Schüler Gebrauch. In der Aula sitzen Mädchen und Jungen vom Kindergartenalter bis zur zehnten Klasse. Sie sind zum Teil Mitglieder im Chor „Elbkinder“, teils interessieren sie sich dafür, darin mitzusingen. „Ich zieh erst einmal meine Jacke aus“, sagt Rolf Zuckowski, und ein Junge aus dem Kindergarten stimmt das passende Lied „Nackidei“ an. „Ist das nicht furchtbar peinlich?“, fragt der Sänger. Die Antwort des Kindes ist ebenso zutreffend wie entwaffnend: „Das hast du doch selber gesungen.“

Die Oberschüler in Glöwen hatten viele Fragen an den bekannten Sänger und Komponisten. Quelle: Andreas König

Und dann singen sie „Wie schön, dass du geboren bist“ für alle Geburtstagskinder der letzten Zeit. Es folgt „Wir hier an der Elbe“. Schon nach den ersten Akkorden stimmen die Kinder mit ein – egal, ob die allerkleinsten oder die erfahrenen Chormitglieder aus der zehnten Klasse. Sie kennen die Texte auswendig.

Immer wieder gibt Rolf Zuckowski Gelegenheit, Fragen zu stellen. Die kleine Mia erzählt davon, dass sie einmal in der Sächsischen Schweiz erkrankt war und zeigt Rolf Zuckowski stolz eine wunderschöne Vorschulzahnlücke. Natürlich hat der Sänger auch darüber ein Lied geschrieben: den Zahnlückenblues.

Die Kinder wollen viel wissen. Wie viele Lieder er geschrieben hat und welches sein Lieblingslied ist. „Ich habe drei Kinder und vier Enkel, habe aber kein Lieblingskind und auch keinen Lieblingsenkel“, antwortet der Sänger diplomatisch. „Bei den Liedern ist es ähnlich. Sie sind auch wie Kinder. Deswegen kann ich auch kein Lieblingslied nennen. Aber es gibt Lieder, die mir sehr wichtig sind: Als erstes ,Ich schaff’ das schon’, weil das großen Mut macht.“ Sein damals dreijähriger Sohn hatte die optimistische Zeile beim Spazierengehen gesprochen, nachdem er hingefallen war und Papa ihm helfen wollte. Dann „Wie schön, dass du geboren bist“ – ein Lied, das in viele verschiedene Sprachen übersetzt wurde. Und schließlich „Lieder, die wie Brücken sind“, weil ihm die Idee zu Grunde liegt, dass Musik eine allgemeinverständliche Sprache ist.

Rolf Zuckowski erzählt von seinen Konzertreisen nach Belgien, China oder Guatemala und nach Australien. Die Kinder staunen. Ein Junge hat sich „Du da im Radio“ gewünscht. Doch das Kind vorm Radio traut sich doch nicht zu singen. So klettert Rolf Zuckowski die Tonleiter ganz hoch und singt beide Teile. Dann ist die schöne Chorstunde fast vorbei. Autogramme gibt es erst, wenn er seine Elbetour bis nach Melnik absolviert hat, sagt er. Aber vielleicht schon im nächsten Jahr gibt es ein Widersehen bei einer Chorbegegnung im Verein „Elbkinderland“, verspricht er. Mit der „Jahresuhr“ klingt der Besuch aus. Ein schönes Lied für diesen Anlass, denn es hat keinen Schluss.

Von Andreas König

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