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Ronald Thiel gewinnt im ersten Wahlgang

Pritzwalk Ronald Thiel gewinnt im ersten Wahlgang

Die Bürgermeisterwahl in Pritzwalk war eine klare Sache: Bereits im ersten Wahlgang reichte es für Ronald Thiel zum Sieg. Der Kandidat von CDU, FDP und KBV erreichte 54,5 Prozent der abgegebenen Stimmen, seine Konkurrenten landeten weit abgeschlagen dahinter. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,3 Prozent.

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Ronald Thiel zeigte sich sehr zufrieden mit dem Wahlausgang. Auf der Tuchfabrik weht im Hintergrund jetzt die Pritzwalkfahne.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Die Entscheidung fiel im ersten Wahlgang: Ronald Thiel (CDU/FDP/KBV) wird neuer Bürgermeister von Pritzwalk. Wie Wahlleiterin Petra Lohrmann am Sonntag kurz nach 21 Uhr gegenüber der MAZ bestätigte, wird es keine Stichwahl geben. Nach dem Endergebnis, das der Pritzwalker Wahlausschuss am Montagabend bestätigte, erreichte Thiel 54,5 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen – für ihn entschieden sich 3776 Wählerinnen und Wähler. Damit errang er die absolute Mehrheit. Ralf Knacke (SPD/Linke/Freie Wähler) musste sich mit 22,6 Prozent der Stimmen begnügen, in absoluten Zahlen erhielt er 1568 Stimmen. Einzelbewerber Mario Ortlieb kam auf 14,3 Prozent oder 973 Stimmen und Thomas Schlaffke (AfD) erreichte letztlich 8,8 Prozent oder 613 Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 67,3 Prozent. Wahlberechtigt waren 10 457 Personen, darunter etwa 300 Personen zwischen 16 und 18 Jahren. Die Zahl der Briefwähler lag bei 1486. 6930 gültige und 98 ungültige Stimmen wurden abgegeben.

„Pritzwalk ist wichtiger als jede Partei“

Ronald Thiel zeigte sich „sehr zufrieden darüber, von den Bürgern ein Vertrauen geschenkt bekommen zu haben, das zur Mehrheit gereicht hat“. Seit der Wahlausgang feststeht, kann er sich vor Glückwünschen gar nicht mehr retten. „Ich konnte noch gar nicht alle beantworten“, erzählte er am Montagnachmittag. „Ich werde mit diesem Vertrauen dementsprechend umgehen“, betonte Thiel. Und für ihn geht der Blick ganz klar nach vorn: „Pritzwalk ist wichtiger als jede Partei. Ich würde mich freuen, wenn es uns gelingen würde, dass wir die Sachfragen in den Vordergrund stellen.“

Bei seinen Konkurrenten war die Stimmung naturgemäß nicht ganz so gut. Bis zuletzt hatte man im Lager des SPD-Kandidaten Ralf Knacke, der auch von Linken und Freien Wählern unterstützt wurde, noch gehofft, sich wenigstens in die Stichwahl retten zu können. Doch zu keinem Zeitpunkt des Abends lag ein Zwischenergebnis vor, das zu einer Stichwahl hätte führen können. Gebannt schauten alle auf ein Notebook – als die Leitung zwischendurch ausfiel, war auf dem Bildschirm „game over“ zu lesen – so fühlte es sich auch schon fast an.

Drei Monate Übergangsphase

„Das ist nicht so doll“, kommentierte Einzelbewerber Mario Ortlieb das Ergebnis bei der Bürgermeisterwahl in Pritzwalk, „aber es war nicht anders zu erwarten.“ Der Einzelbewerber findet es aber schade, dass Thiel „den Durchmarsch macht“. „So werden wir hier nichts verändern – aber die Bürger hatten ihre Chance.“ Ähnlich sah es AfD-Kandidat Thomas Schlaffke, der ansonsten aber in Berlin den Einzug seiner Partei in den Bundestag feiern konnte: „Das sieht nicht so gut aus“, meinte er. „Ich kann mir nichts vorwerfen, ich habe geackert. Aber wenn die Pritzwalker das Alte behalten wollen, dann ist es eben so. Nach der jüngsten Stadtverordnetenversammlung glaube ich, dass es sogar noch schlimmer wird.“ Aber auch Ronald Thiel sieht nach dem Verlauf eben jener Versammlung Handlungsbedarf: „Wir müssen versuchen, eine Kultur des Miteinanders zu entwickeln, die aber der Sache angemessen erscheint.“

Noch aber steht eine Phase des Übergangs an, denn Wolfgang Brockmanns Amtszeit endet erst im Januar. Darüber haben sich der scheidende Bürgermeister und sein designierter Nachfolger schon verständigt. Thiel: „Wir werden in den verbleibenden drei Monaten einen bestmöglichen Übergang hinbekommen. Und wir werden uns beide zurücknehmen.“

Von Bernd Atzenroth

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