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Ronald Thiel tritt Amt am 4. Januar 2018 an

Pritzwalk Ronald Thiel tritt Amt am 4. Januar 2018 an

Die Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung bestätigte am Mittwoch im Kulturhaus das Ergebnis der Bürgermeisterwahl vom 24. September. Darauf erhielt der bisherige stellvertretende Bürgermeister Ronald Thiel seine Ernennungsurkunde. Am 4. Januar 2018 tritt er die Nachfolge von Wolfgang Brockmann an.

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Nach der Bestätigung des Ergebnisses der Bürgermeisterwahl gratulierte Klaus-Peter Garlin (CDU) dem neuen Stadtoberhaupt Ronald Thiel (l.), der am 4. Januar 2018 sein Amt antritt.

Quelle: Bernd Atzenroth

Pritzwalk. Nun hat auch die Pritzwalker Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch auf seiner Sitzung im Kulturhaus-Anbau die Ordnungsmäßigkeit des Ergebnisses bei der Pritzwalker Bürgermeisterwahl bestätigt. Darauf gratulierte Klaus-Peter Garlin (CDU), seines Zeichens Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, dem baldigen neuen Bürgermeister Ronald Thiel mit einem Blumenstrauß und überreichte ihm seine Ernennungsurkunde. Am 4. Januar 2018 wird Ronald Thiel sein Amt antreten, Amtsvorgänger Wolfgang Brockmann, der an der Sitzung erneut nicht teilnahm, ist bis dahin noch im Amt und geht dann in den Ruhestand. Klaus-Peter Garlin kündigte an, dass das langjährige Stadtoberhaupt auch vom Stadtparlament in würdiger Form verabschiedet werden soll. Wie und wann ist aber noch nicht klar, weil sich Wolfgang Brockmann dafür Bedenkzeit auserbeten hat.

Wolfgang Brockmann hatte seit 1990 den Chefsessel im Rathaus inne und war zuletzt im Herbst 2009 in einer Stichwahl gegen den linken Stadtverordneten Hartmut Winkelmann ins Amt gelangt. 2017 war er aber nicht mehr angetreten und hatte Unterstützung für seinen Stellvertreter Thiel bekundet. Ronald Thiel hatte dann die Bürgermeisterwahl am 24. September bereits im ersten Wahlgang mit klarem Vorsprung und etwa 55 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen gegen die drei Mitbewerber Ralf Knacke (SPD/Linke/Freie Wähler), Mario Ortlieb (Einzelbewerber) und Thomas Schlaffke (AfD) für sich entschieden. Er war dabei von einer Listenverbindung von CDU, FDP und Kreisbauernverband unterstützt worden.

„Vergessen Sie die Fraktionszwänge“

Im Stadtparlament machte er am Mittwoch aber auch mit mehreren Bemerkungen deutlich, dass er die Spaltung in Stadt und Stadtverordnetenversammlung überwinden möchte. „Vergessen Sie die Fraktionszwänge“, meinte er zum Beispiel bei der Vorstellung des umfangreichen neuen Verkehrskonzeptes und Verkehrsleitfadens für ganz Pritzwalk, „ich würde mir eine sachorientierte Diskussion wünschen.“ Damit spielte er auf die seit Jahren festgefahrenen Verhältnisse in der Stadtverordnetenversammlung an. Das Thema Verkehrskonzept ist für Thiel, seit er 2012 in die Pritzwalker Stadtverwaltung kam, eines seiner wichtigsten Anliegen. „Wir haben einen Plan“, erklärte er, „wir haben Vorstellungen, wie wir die Stadt entwickeln wollen.“ Er betonte, dass diese über Jahre „neben dem laufenden Geschäft“ entwickelt worden seien, und dankte seinen Mitstreitern in der Verwaltung dafür.

Auch an anderer Stelle erklärte er sich zur Zusammenarbeit bereit: Der neue Verein Pro Hainholz möchte in einem Beirat für den Hainholz, wie Ronald Thiel ihn angeregt hatte, mitarbeiten. Das begrüßte Thiel ausdrücklich, man müsse alle Beteiligten ins Boot holen. In die Diskussion um ein Verwaltungsgerichtsverfahren gegen den SPD-Stadtverordneten Jörg Schilling (siehe nebenstehender Text), die auch mit der Hainholz-Kontroverse zu tun hatte, mischte er sich nicht ein.

Von Bernd Atzenroth

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