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Prignitz Rosenduft weht durch die Lieder
Lokales Prignitz Rosenduft weht durch die Lieder
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00:35 31.05.2018
Sonja Walter besang in Wolfshagen den Frühling. Quelle: Susanne Gloger
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Wolfshagen

Für einen solch sonnigen Sonntag hätte das Programm des diesjährigen Frühlingskonzerts „Lasst Blumen singen“ im Schloss Wolfshagen (Gemeinde Groß Pankow) nicht besser gewählt werden können. In zahlreichen Kunst- und Volksliedern feierte die Berliner Sängerin Sonja Walter den Frühling, die Schönheit der wiedererwachten Natur und der Blumen – allen voran die Rose.

Die studierte Sopranistin begleitete sich selbst virtuos am Klavier und verzauberte mit ihrem ausdrucksstarken und variantenreichen Sopran die Zuhörer. „Es war so schön, die alten Lieder wieder zu hören“, begeistert sich Zuhörerin Margot Rohde aus Pritzwalk, „im Stillen habe ich alle mitgesungen. Bei einem, dem Veilchen von Mozart, kamen mir sogar die Tränen.“

Von Haydn über Mozart bis hin zu Camille Saint-Saëns

Im lichten Festsaal des Wolfshagener Schlosses lauschten die Zuhörer dem weit gefächerten Repertoire, das von Haydn über Mozart, Schubert, Schumann, Mendelssohn-Bartholdy neben anderen Komponisten bis hin zu Camille Saint-Saëns reichte und von Händels berühmten „Ombra mai fu“ beschlossen wurde.

Feinsinnig verstand es Sonja Walter, mit der Rezitation bekannter Gedichte von Joseph von Eichendorff, Theodor Storm, Wilhelm Busch, Joachim Ringelnatz und Heinz Erhardt sowie tiefsinnigen chinesischen Sprichwörtern zum folgenden Lied überzuleiten. Heiteres fehlte ebenso wenig wie melancholische Besinnlichkeit, die Hingabe an die Natur und das Glück des Gärtners.

Die Rose und der Monat Mai

Unter den besungenen Blumen steht die Rose eindeutig an erster Stelle, ebenso wie der Monat Mai. So folgte das Publikum begeistert der Einladung Sonja Walters, gemeinsam singend den musikalischen Nachmittag mit dem Volkslied „Der Mai ist gekommen“ ausklingen zu lassen.

Rotsand betitelte der Maler Heinrich G. Noé dieses Aquarell. Das Papier selbst wird als weißes Gestaltungselement Teil des Bildes. Quelle: Privat

Die einen zog es im Anschluss ans Konzert zur wohlschmeckenden Kuchenauswahl, die anderen besuchten die Ausstellung „Myndir frá Íslandi“ des Malers Heinrich G. Noé im Souterrain, die am 6. Mai eröffnet worden war. Zu sehen sind Aquarelle und Zeichnungen aus Island, die alle anlässlich einer Reise des Künstlers in den Jahren 2016/17 entstanden sind. Die Insel „ist eine Komposition aus Leuchten und Finsternis, aus Eis und Glut, aus Stein und Wasser, aus Ruhe und Aktion, aus Mythen und fremdklingenden Orten“, schwärmt der 1938 geborene Maler und Grafiker, der in Potsdam-Mittelmark lebt. Ebenso gegensätzlich wie seine Eindrücke sind die in Wolfshagen ausgestellten Arbeiten.

Die Natur schafft Weite an der See

Leuchtend und klar schweben die lavierten Farben der Aquarelle geradezu auf dem Papier, zuweilen zerfließen sie ineinander oder sind hart gegeneinander gesetzt. Immer jedoch porträtiert Noé eine menschenleere Landschaft, allein die Natur schafft Weite an der See oder Dramatik in den Eruptionen der Vulkane oder der Schroffheit der Gebirgszüge.

Ganz anders die Blätter in Pastellkreide: Auf schlichtem Packpapier, mit energischen Kohlestrichen akzentuiert zeigen auch sie Landschaften, hier sind die Himmel der Ort des Dramas, Wolken zerfließen oder ballen sich gewaltig zusammen. Nur vereinzelt findet man Spuren von Menschen, ein sturmgepeitschtes Haus beispielsweise, auf den Bildern.

Die Ausstellungsdauer ist verlängert worden

Jenseits aller touristischen Attraktionen der Insel charakterisiert Heinrich G. Noé mit großem Gespür und aufmerksamen Blick die beeindruckende Landschaft Islands. Die Ausstellungsdauer ist verlängert worden – bis zum 30. September können Noés Werke im Schlossmuseum Wolfshagen besichtigt werden.

Von Susanne Gloger

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