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Rotbuche vom Sturm schwer beschädigt

Hoppenrade Rotbuche vom Sturm schwer beschädigt

Mit lautem Krachen brach in der Nacht zum vergangenen Freitag ein lokaler Sturm zwei stammdicke Äste aus der Rotbuche an der Christophorusschule in Hoppenrade. Die Kinder sind traurig. Die preisgekrönte Buche war erst im Februar als deutscher Teilnehmer für den Titel Europäischer Baum des Jahres nominiert.

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Der stammdicke Ast vor der Christophorusschule.

Quelle: Privat

Hoppenrade. Einen ziemlichen Schock müssen die Kinder und Mitarbeiter der Christophorusschule des Christlichen Jugenddorfwerkes (CJD) in Hoppenrade (Gemeinde Plattenburg) verdauen: Ihre preisgekrönte Rotbuche ist schwer beschädigt. Ein lokaler Sturm hatte in der Nacht zum Donnerstag mit lautem Krachen zwei der dicken Äste aus dem riesigen Baum gebrochen. Ein dritter hängt „auf halb acht“. Dabei war die Kletterbuche erst im Februar für den Wettbewerb zum Europäischen Baum des Jahres nominiert und über verschiedene Medien ins Licht der Öffentlichkeit gerückt worden.

„Es ist einfach nur tragisch“, sagte Jörg Stricker, Fachbereichsleiter Wohnen und Begleiten/Schulische Bildung beim CJD Berlin-Brandenburg. Der Baum sei ein wirklich schönes Gewächs. „Aber irgendwie hat er seine Zeit vielleicht nun hinter sich.“ Die Rotbuche mit der weit ausladenden Krone ist ein Teil des denkmalgeschützten Landschaftsparks Hoppenrade. „Etwa 40 Prozent der Krone sind verloren.“ Die Kinder und Jugendlichen, die die Christophorusschule in Hoppenrade besuchen, seien natürlich geschockt gewesen, als sie einen Tag vor den Osterferien den Schaden sahen.

Nach Baum-MRT war alles ok

Das Kuriose sei laut Stricker, dass vor der Wettbewerbsteilnahme im vergangenen Jahr am Stamm der Rotbuche ein so genanntes Baum-MRT vorgenommen worden war. „Der Baum hatte einen Pilz und wir wollten wissen, ob er den Stamm schädigt.“ Die Aussage des Gutachters sei gewesen, dass alles ok ist.

Nach Strickers Ansicht kamen bei dem Unglück wohl mehrere Dinge zum Tragen: die Größe des Baumes und die Art, wie er gezüchtet wurde. Die Buche hat keinen einzelnen Stamm, sondern verzweigt sich schon relativ weit unten zu mehreren stammdicken Ästen. „Er konnte wohl seine eigene große Last nicht mehr tragen.“ Die CJD-Mitarbeiter seien nur froh gewesen, dass der Sturm in der Nacht über die Buche gefegt sei und keine Kinder unter dem Baum gespielt haben.

Ein ganzer Lkw voll Holz

Ob weitere der dicken Äste einen Knacks haben, lässt sich von außen nicht sagen. Rund um die Buche ist mit rotem Flatterband abgesperrt. Am heutigen Dienstag sind die Baumpflegefirma Bollmann aus Gerdshagen (Amt Meyenburg) und ein Mitarbeiter der Unteren Naturschutzbehörde vor Ort, um die weiteren Schritte zu beraten. „Da liegt ja ein ganzer Lkw voll Holz“, sagt Fachbereichsleiter Stricker.

Von Beate Vogel

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