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Prignitz Rühstädt: Einschnitt beim Nabu-Zentrum
Lokales Prignitz Rühstädt: Einschnitt beim Nabu-Zentrum
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02:15 24.01.2016
Sven Rannow verlässt die Prignitz. Quelle: Andreas König
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Rühstädt

20 Jahre wird das Besucherzentrum Rühstädt in diesem Jahr alt. Eigentlich ein Grund zu feiern, aber die Stimmung in der Biosphärenreservatsverwaltung und dem angrenzenden Besucherzentrum war schon besser: Die seit langer Zeit bewährte Zusammenarbeit zwischen der Naturwacht und dem Naturschutzbund Brandenburg bei der Betreuung des Besucherzentrums muss beendet werden. Grund sind geänderte EU-Förderrichtlinien. Während die Zusammenarbeit im Besucherzentrum in der alten Förderperiode ausdrücklich erwünscht war, ist sie jetzt verpönt – wegen der Gefahr einer etwaigen Doppelförderung.

Zudem verlässt der bisherige Leiter der Biosphärenreservatsverwaltung, Sven Rannow, seinen bisherigen Wirkungsort in Rühstädt. Er übernimmt zum 1. Februar die Leitung des Nationalparks Müritz in Mecklenburg-Vorpommern. „Die Stelle war befristet, und ich habe aus verschiedenen Gründen entschieden, mich nicht erneut zu bewerben“, sagte Sven Rannow der MAZ. Zu den Gründen haben auch die strukturellen Probleme gehört, mit denen die Biosphäre zu kämpfen hatte.

Naturwacht muss sich zurückziehen

Ausdrücklich dazu zählt er die Querelen um die Betreuung des Besucherzentrums. Die Naturwacht Brandenburg, bisher zu 40 Prozent mit der Betreuung der Gäste im Besucherzentrum betraut, muss sich aus diesem Tätigkeitsfeld zurückziehen. „Ich bedauere das einerseits, weil die Arbeit im Besucherzentrum sehr befriedigend war und wir gut mit dem Nabu zusammengearbeitet haben, aber andererseits verstehe ich auch, dass sich das Land Brandenburg so entscheiden musste, wenn sich die EU-Förderrichtlinien geändert haben“, sagte Manfred Lütkepohl, Leiter der Naturwacht Brandenburg, der MAZ. Als Konsequenz werde die Naturwacht sich künftig stärker auf die naturkundliche Bildung in Schulen konzentrieren. Auch die Führungen durch die Naturschutzgebiete in Rühstädt und Lenzen werden weiter angeboten. Die Zahl der Mitarbeiter könne die Naturwacht trotz der Umstrukturierung halten. Demnach sind drei Mitarbeiterinnen in Rühstädt und vier in Lenzen tätig.

Nachfolgerin steht fest

Den Verlust kompensieren muss ziemlich kurzfristig der Naturschutzbund (Nabu). „Wir haben Anträge gestellt, mehr Zuschüsse zu den Personalkosten zu bekommen“, sagt Christiane Schröder, Landesgeschäftsführerin des Nabu Brandenburg. „Denn aus eigenen Mitteln können wir die notwendigen Stellen nicht bezahlen.“ Kurzfristig habe der Nabu die Stelle eines Leiters ausgeschrieben. Zusammen mit einem Mitarbeiter, der ein freiwilliges ökologisches Jahr absolviert und einer Mitarbeiterin wären dann drei Leute für den Nabu in Rühstädt tätig. Damit ist in der Saison ein 7-Tage-Betrieb wie bisher nicht mehr aufrecht zu erhalten. „Wir werden bis auf weiteres montags keine Öffnungszeiten mehr anbieten können“, sagt Christiane Schröder. Das bedauert sie sehr, hofft aber auf bessere Zeiten. „Gerade im 20. Jahr des Besucherzentrums in Rühstädt wollen wir das Besucherzentrum mit den Störchen als Schaufenster unserer Arbeit präsentieren“, versichert sie. Der Storch als Wappenvogel des Nabu sei unverzichtbar.

Das Umweltministerium hat derweil eine Nachfolgerin für Sven Rannow benannt. Heike Ellner soll so bald wie möglich nachrücken.

Von Andreas König

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