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Prignitz Rühstädt: Hubschrauber im Einsatz
Lokales Prignitz Rühstädt: Hubschrauber im Einsatz
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00:18 15.05.2016
Hubschrauber in der Nähe eines Rühstädter Horsts : der Einsatz gegen den Eichenprozessionsspinner erreicht das Storchendorf. Quelle: Andreas Pantel
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Rühstädt

Völlig desinteressiert ruht der Storch in seinem Horst in Rühstädt am Donnerstag weiter in der Frühlingssonne – obwohl in seinem „Luftraum“ ein anderer, roter „Vogel“ mit Getöse fliegt. Ein Hubschrauber ist im Einsatz und versprüht über den Baumwipfeln den Hauch einer Wolke. Der Eichenprozessionsspinner wird nun auch in diesem Jahr intensiv und gezielt in dem kleinen Elbedorf Rühstädt inmitten des Biosphärenreservats bekämpft. Noch im vorigen Jahr trug die jahrhundertalte Eiche mitten im Dorf zahlreich dicke Nester, in dem sich die ungebeten Gästen mit den langen Häarchen versteckten.

Auch von unten wurde der Schädling bekämpft. Quelle: Andreas Pantel

Nach wenigen Minuten herrscht wieder die idyllische Ruhe in Rühstädt, mit dem Klappern der Störche und dem Ruf des Kuckucks. Nur ein Rasenmäher, irgendwo, unterbrach die Ruhe in der Mittagssonne. Noch bis zum 15. Mai sollen die Schädlinge aus der Luft bekämpft werden. Das Prignitzer Einsatzgebiet für die Hubschrauber ist in diesem Jahr wesentlich kleiner: es ist im Vergleich zu 2015 nur etwa ein Viertel so groß. Offenbar hatte die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im vergangenen Jahr bereits Erfolge gezeitigt. Die kleinere Fläche ist aber auch darauf zurückzuführen, dass in diesem Jahr keine Forstreviere besprüht werden.

Rühstädt war in den vergangenen Jahren mit am stärksten von dem Schädling betroffen. Der Befall hatte aus Sicht der Bewohner dramatische Ausmaße angenommen, weshalb die Bevölkerung trotz aller Bedenken der Naturschützer den Sprüheinsatz weitgehend befürwortet.

Übrigens wurden die Schädlinge in Rühstädt dann gestern auch nicht nur von oben, sondern gleich auch von unten bekämpft. „Das hat dann wohl genug Druck gegeben – von unten von den Menschen hier“, kommentierte dies ein Anwohner.

Von Christine Pantel

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