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Prignitz Rühstädt: Neue Chefin setzt auf Gespräche
Lokales Prignitz Rühstädt: Neue Chefin setzt auf Gespräche
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08:46 19.02.2016
Staffelstabübergabe: Sven Rannow und Heike Ellner. Quelle: Andreas König
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Rühstädt

Sie hat bereits eine Wohnung in der Dorfstraße bezogen. Heike Ellner, die neue Leiterin des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg liebt die Natur, ausgedehnte Radtouren und ihre Arbeit. Das sind schon einmal gute Voraussetzungen für die Aufgaben, die vor der Biosphärenreservatsverwaltung stehen. Und die haben es in sich. Alle zehn Jahre wird die Arbeit in der Biosphäre überprüft und bewertet. Vom Ergebnis hängt unter anderem der Unesco-Status des Gebiets ab. Der Wechsel an der Spitze der Biosphärenreservatsverwaltung ist Chefsache. Daher ließ es sich der Präsident des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz, Dirk Ilgenstein, nicht nehmen, der Staffelstabübergabe beizuwohnen.

Sven Rannow, bisher an der Spitze der Biosphäre in Rühstädt, verlässt das Land Brandenburg in Richtung Norden. Im Nationalpark Müritz wird er Dezernent. Beim Übergabetermin im Besucherzentrum in Rühstädt waren die Verantwortlichen sichtlich darum bemüht, einen harmonischen Eindruck vom Betriebsklima zu vermitteln. Sven Rannow wurde für seine Arbeit in den beiden zurückliegenden Jahren gelobt.

Naturschutz funktioniert nicht gegen Menschen

So sei das Waldgebiet „Elsbruch“ bei Gadow als Kernzone des Biosphärenreservates gesichert und damit „ein Etappenziel beim Ausweisen der für Biosphärenreservate geforderten Kernzonenflächen erreicht“, sagte Dirk Ilgenstein. Zudem sei die Zahl der Partnerbetriebe gewachsen.

Als handfesten Beweis dieser Tatsache überreichte Sven Rannow seiner Nachfolgerin einen Staffelstab in Form eines Bleistifts aus Biberholz. Er wird in Waddeweitz im Wendland in der Werkstatt Wöckworx hergestellt. Im Übrigen sei es extrem wichtig, mit den Menschen im Biosphärenreservat zu reden. Es dürfe keinen Naturschutz gegen sie geben, sondern müsse im Miteinander umgesetzt werden. „Ohne land- und forstwirtschaftliche Kompetenzen sind wir auf Kommunikation angewiesen“, sagte Sven Rannow.

Neue Chefin zunächst auf Probe

Heike Ellner griff sowohl den Staffelstab als auch das Credo ihres Vorgängers auf. „Ich möchte mit allen Partnern im Biosphärenreservat ins Gespräch kommen“, sagte die promovierte Biologin und Biochemikerin. Die Prignitz und speziell die brandenburgische Elbtalaue sind ihr aus ihrer vorherigen Tätigkeit für das Umweltministerium bekannt. „Es war eine sehr bewusste Entscheidung, mich für die Leitung des Biosphärenreservats zu bewerben“, sagte die 55-Jährige. Vereinbart wurde eine einjährige Probephase, wobei sich Präsident Ilgenstein sicher zeigte, mit Heike Ellner eine Leiterin gewonnen zu haben, die „dauerhaft und langfristig“ an der Spitze der Reservatsverwaltung steht.

Neben den großen Bewährungsproben wie der Evaluation der Bios­phäre muss sich die neue Chefin auch um scheinbar kleine, für die Außenwirkung jedoch wichtige Dinge kümmern. Wie berichtet, sah sich der Naturschutzbund gezwungen, die Öffnungszeiten mangels Personal einzuschränken. „Ich will mich darum bemühen, dass wir stabile Öffnungszeiten bekommen“, sagte Heike Ellner. Zu ihrem neuen Arbeitsort hat sie es ja nicht sehr weit.

Von Andreas König

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