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Prignitz Rufbusse für Orte ohne Anbindung gefordert
Lokales Prignitz Rufbusse für Orte ohne Anbindung gefordert
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00:17 08.07.2016
Die Kreisarbeitsgemeinschaft Prignitz tagte am Dienstag in der Putlitzer Amtsverwaltung. Quelle: Atzenroth
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Putlitz

Noch längst nicht einverstanden ist man in den Prignitzer Kommunen mit den neuen Regelungen für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Landkreis Prignitz. Das betonte bei der Tagung der Kreisarbeitsgemeinschaft Prignitz (KAG) am Dienstag in Putlitz Gumtows Gemeindebürgermeister Stefan Freimark. Insbesondere die Anbindung von Orten mit weniger als 150 Einwohnern an das Busnetz liegt den Hauptverwaltungsbeamten am Herzen, die damit auch dem sehr positiven Fazit von Prignitzbus-Geschäftsführer Uwe Rößler aus dem jüngsten Prignitzer Kreistag widersprachen.

Hintergrund ist die anstehende Auflösung der Verkehrsgesellschaft Prignitz, für die der neue Anbieter Prignitzbus ab dem 1. August die Organisation des Busverkehrs im Auftrag des Landkreises übernimmt. Rößler hatte im Kreistag betont, dass die Ausschreibung der ÖPNV-Leistungen keine Berücksichtigung von Orten unter 150 Einwohnern vorsah – ein Fakt, den die Bürgermeister nur schwer nachvollziehen können. Sie fordern, die vier verbliebenen Orte, die gänzlich ohne Anschlussmöglichkeit geblieben sind, über eine Rufbusanbindung doch in das Busnetz zu integrieren. Es handelt sich um Felsenhagen, Spielhagen, Jakobsdorf und Simonshof. Das Argument des Landkreises, dass es keinen Anspruch auf eine Vollversorgung geben könne, gilt für Freimark nicht: „Das gehört für uns zur Daseinsvorsorge.“ Man verlange ja gar keinen Linienbus, sondern nur, dass per Rufbus die Möglichkeit für einen Anschluss bestehe. Freimark: „Wir sehen da eine Schwächung des ländlichen Raums.“

Auch bei den Schulbusverbindungen unzufrieden

Aber auch für die anderen Orte mit weniger als 150 Einwohnern verlangten die Hauptverwaltungsbeamten Nachbesserungen. Zwar sind diese über das Schulbusnetz angebunden, doch fahren die Schulbusse morgens zwischen 6 und 7 Uhr – zu früh etwa, um einkaufen fahren zu wollen. Freimark forderte, dass auch hier auf Rufbusbasis um 9 Uhr eine weitere Verbindung geschaffen werden solle sowie um 17 Uhr in Gegenrichtung. Auch für das Wochenende möchte die KAG eine solche Lösung.

Auch beim Thema Schulbus sind die Bürgermeister und Amtsdirektoren noch unzufrieden. Zwar seien in den Gesprächen schon eine ganze Reihe von positiven Veränderungen erreicht worden, aber nach wie vor bestehe das Problem, dass die Abfahrtzeiten der Schulbusse vorgezogen werden. Damit müssten unter anderem die Schüler länger in der Schule beaufsichtigt werden, was für die Schulen zum Problem werden könnte.

Wunsch nach Gesprächen und Veränderungen

Kritik findet auch manche Linienführung, etwa über für Busverkehr ungeeignete Strecken, sowie die unzureichende Anbindung der Einzelhandelsgebiete in den Städten. Zudem kommt es vor, dass aufwendig modernisierte Bushaltestellen nach dem neuen Fahrplan nicht mehr angefahren werden. Und neue Haltestellen, die sich aus dem neuen Plan ergeben, stellen eine unerwartete Belastung für die kommunalen Haushalte dar. Überhaupt bezweifeln die Verwaltungsspitzen, dass mit der Veränderung wirklich Geld eingespart wird.

Freimark hat einen weiteren Wunsch: Die Erhaltung der Grundnetzlinie zwischen Perleberg und Kyritz. Zwar komme man weiter per Bus von einer Stadt in die andere, aber nur per Umsteigen. Ein Problem: Die unterschiedlichen Konstruktionen für den ÖPNV in den Kreisen Prignitz und Ostprignitz-Ruppin, wo er kommunal betrieben wird. „Das ist nicht leicht anzugleichen“, sagt dazu der KAG-Vorsitzende Oliver Hermann. Der Wittenberger Bürgermeister wünscht sich, dass es noch Veränderungen geben kann. Diese sollten im Gespräch von Vertretern von KAG und Kreis ausgelotet werden.

Von Bernd Atzenroth

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