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SPD: Bedauern, dass es keine Stichwahl gab

Pritzwalk SPD: Bedauern, dass es keine Stichwahl gab

Die SPD Pritzwalk wertete das Ergebnis der Bürgermeisterwahl noch einmal aus. Kandidat Ralf Knacke hatte eigentlich Rückenwind verspürt, doch reichte es nicht einmal für die Stichwahl. Die Ortsvereinsvorsitzende Marlies Ferner sah einen Grund hierfür in der Omnipräsenz das Wahlgewinners und Vizebürgermeister Ronald Thiel in den Medien, etwa der MAZ.

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Die SPD Pritzwalk bei der Auswertung des Wahlergebnisses, in der Mitte Ralf Knacke.

Quelle: privat

Pritzwalk. Der Stachel der klar verlorenen Bürgermeisterwahl sitzt bei der Pritzwalker SPD noch tief. Ihre Mitglieder hatten sich jüngst zur Auswertung der Bürgermeister- und Bundestagswahl in ihrem Pritzwalker Büro getroffen. Mit dabei war auch der unterlegene SPD-Kandidat Ralf Knacke. Auch nach 27 Jahren Brockmann-Ära habe das Engagement der drei Gegenkandidaten keine Wechselstimmung erzeugt, sagte er, betonte aber auch, dass die Reaktionen im Wahlkampf auf seine Kandidatur positiv gewesen seien.

Die Ortsvereinsvorsitzende Marlies Ferner bedauerte, dass das Wahlergebnis keine Stichwahl ermöglicht habe. Die Gründe dafür sah sie in der Omnipräsenz des Vizebürgermeisters und Wahlgewinners Ronald Thiel in den Medien. Man habe das Gefühl gehabt, Bürgermeister Wolfgang Brockmann sei ausgewandert, denn er sei öffentlich nicht mehr in Erscheinung getreten. Seinen Amtsbonus habe Thiel optimal nutzen können, da er seine Wahlkampfaktivitäten aus seinem Amt heraus hätte erfolgreich gestalten können.

Erstaunt habe sie das Briefwahlergebnis: 1500 Stimmen für Thiel zu 500 Stimmen für die übrigen drei Kandidaten. Das sei außerordentlich gut gewesen. Als faire Verliererin habe die SPD ihm zu seinem überzeugenden Sieg gratuliert. Die SPD-Fraktion erwarte ein konstruktives Miteinander in der Stadtverordnetenversammlung und den Fachausschüssen.

Doch wollen die Sozialdemokraten die Erkenntnisse aus dem Wahlkampf positiv nutzen. Die zahlreichen Hinweise, die Ralf Knacke und seine SPD-Mitstreiter beim Tür-zu-Tür-Wahlkampf, an Wahlständen am Rathaus und am Kietz bei Edeka sowie beim Roten Grill in den Ortsteilen bekommen haben, sind nicht nur direkt ins Wahlprogramm eingeflossen, sondern werden jetzt von der SPD-Fraktion auch ins Stadtparlament eingebracht.

Von Bernd Atzenroth

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