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Sadenbeck: Trommeln gegen Parkinson

Ingo Jeschke schiebt neues Projekt an Sadenbeck: Trommeln gegen Parkinson

Mit einer Trommeltherapie wollen sich jetzt auch die Mitglieder der Selbsthilfegruppe Parkinson ein wenig von ihrer Krankheit ablenken. Ingo Jeschke, Leiter der kleinen Gemeinschaft, hat das Projekt bei einem Aufenthalt in Feldberg kennengelernt. Dank seiner Initiative sponsert die AOK Nord-Ost die dazu nötigen Bälle und Trommelstöcke.

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Ingo Jeschke schiebt in Sadenbeck ein neues Projekt für parkinsonkranke Menschen an.

Quelle: Julian Stähle

Sadenbeck. In der Selbsthilfegruppe Parkinson für die Prignitz und OPR in Sadenbeck (Pritzwalk) wird demnächst getrommelt. Darüber freut sich nicht nur Ingo Jeschke, der Leiter der Gruppe. Er konnte für das Projekt „Trommeln mit Parkinson“ Sponsorengeld auftreiben. Am heutigen Freitag erwartet Jeschke von der Spedition die Lieferung mit den nötigen Bällen. Er freut sich schon darauf, dass es losgeht: „Das macht riesigen Spaß.“

Entdeckt hat der Sadenbecker, der selbst seit vielen Jahren an der Parkinsonkrankheit leidet, das Angebot zum ersten Mal in Feldberg (Mecklenburg-Vorpommern), erzählt er. Dort gibt es eine Fachklinik, in der auch Parkinson und Multiple Sklerose behandelt werden. „Dort habe ich es auch selbst ausprobiert.“ Sogar über 90-Jährige hätten da ihren Spaß gehabt. Beim „Trommeln mit Parkinson“ schlagen die Teilnehmer mit Sticks – Trommelstöcken – auf einen großen Gymnastikball, der in einer Halterung liegt, damit er nicht wegrollen kann. „Wir trommeln zu Musik und im Takt, so wie jeder kann“, erklärt Jeschke. Das kann im Stehen oder im Sitzen passieren, je nach den Fähigkeiten der Betroffenen.

Schleichender Verlust der Koordination

Das Trommeln auf den bunten Bällen, so groß wie Sitzbälle, macht nicht nur Spaß, sondern fördert auch die Koordination, erklärt der Sadenbecker. Genau die ist besonders wichtig für Parkinsonkranke. Denn eines der Symptome der Krankheit ist eben der schleichende Verlust der Koordination. „Es geht auch zu zweit, wenn man sich gegenüber steht“, erklärt Jeschke. Die Trommler seien richtig fröhlich gewesen: „Wir konnten mal an etwas anderes denken als an unsere Schmerzen.“ Irgendwie lenke die Trommeltherapie das Gehirn ab.

Die AOK Nord-Ost kommt für die Bälle, die Sticks und sogar eine kleine, mobile Musikanlage auf, freut sich Ingo Jeschke. Beim nächsten Treffen der Teilnehmer – im Mai, soll es nun auch in der hiesigen Parkinsongruppe losgehen. „Wahrscheinlich trommeln wir nicht im Seniorenheim, weil es doch recht laut ist“, meint Jeschke. Platz gebe es aber in der Turnhalle. Dort soll im Übrigen auch das Tanzprojekt der Parkinsongruppe weitergehen.

Von Beate Vogel

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