Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Saft aus eigenen Äpfeln
Lokales Prignitz Saft aus eigenen Äpfeln
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 28.09.2016
Der Saft wurde in Fünf- und Zehn-Liter-Behälter gepresst. Quelle: Wolfram Hennies
Anzeige
Rühstädt

Am Sonnabend war die Mosterei „Apfelkönig“ aus Apenburg mit einer mobilen Saftpresse in Rühstädt am Besucherzentrum des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Der Saft konnte in Fünf-5 oder Zehn-Liter-Behältern mit nach Hause genommen werden. Schnell bildete sich eine Autoschlange mit den Apfelanlieferern, die dabei zusahen, wie aus ihren Äpfeln Saft herstellt wurde. Zuerst wurden die Äpfel gewaschen und zerkleinert. Die Obstmaische kam in die Bandpresse und wurde dort in mehreren Stufen ausgepresst. Der frische Saft wurde anschließend grob gefiltert, wodurch er seine natürliche Trübung behält. Um ihn haltbar zu machen, wurde er kurzzeitig auf 78 Grad erhitzt und anschließend in Folienbeutel abgefüllt, die in Kartons verpackt transportabel sind.

100 Kilo Obst ergeben bis zu 65 Liter Saft

Aus 100 Kilogramm Obst werden übrigens je nach Obstsorte und Reifegrad etwa 60 bis 65 Liter Saft gepresst. Eine gute Nachricht für alle, die am Sonnabend nicht nach Rühstädt kommen konnten: Auf dem Apfelmarkt in Wittenberge am 9. Oktober wird der „Apfelkönig“ wieder Saft pressen.

Außerdem bestand die Möglichkeit, Äpfel oder Birnen durch die Prignitzer Pomologin Urte Delft bestimmen zu lassen. Der Förderverein des Biosphärenreservats sucht innerhalb seines Projektes „Obstnetz Prignitz – gemeinsam seltene Lokalsorten aufspüren und bewahren“ alte Apfel- oder Birnensorten, die einzigartig oder von besonderer Bedeutung für die Region oder einen Ort sind. Am Ende des Jahres werden vier Lokalsorten ausgewählt, näher beschrieben und auf Informationsblättern bekannt gemacht.

Suche nach seltenen Apfelsorten

„Wenn Sie glauben, eine besonders seltene Sorte im Garten oder am Feldrand zu kennen, die vielleicht schon Ihr Urgroßvater gepflanzt hat, die Oma besonders gern zum Backen oder für Kompott verwendet hat, oder für die Sie als Kind schon in die Bäume stiegen, melden Sie dies im Besucherzentrum“, bat die Biosphärenreservatsleiterin Heike Ellner. „Schön wäre es, wenn die Möglichkeit bestünde, von einer solch seltenen Sorte im Winter Reiser zu schneiden, um den Fortbestand zu sichern.“

Schließlich gab es Gelegenheit, mehr über die Arbeit des Fördervereins Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg zu erfahren. In entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Kuchen und selbstgepresstem Obstsaft konnten Fragen gestellt und Informationen ausgetauscht werden. Im Besucherzentrum war zudem eine Ausstellung alter Postkarten von Prignitzer Dörfern und Städten aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg zu besichtigen.

Von Wolfram Hennies

Große und kleine Besucher spielten am Sonnabend mit den Modelleisenbahnen in Pritzwalker Bahnhof. Dort luden nämlich die Modellbahnfreunde zum Tag der offenen Tür. Und es lohnte sich, gleich noch einen Blick ins Polizeirevier zu werfen.

28.09.2016

Stephanie Schiller wandelt Treibholz in „Schönes und Nützliches“ um. Das Material für ihre Kunst findet die 40-Jährige oft am Elbstrand. Aus Holz fertigt sie Kerzenleuchter, Lampen und Collagen, kleine dekorative Leitern, Wandschmuck, Möbel, Skulpturen oder sogar Tischplatten.

28.09.2016

Mitarbeiter der Dallminer Stärkefabrik reisten ins niedersächsische Künsche bei Lüchow zu einem Feldtag. Dort informierten sie sich unter anderem über neue Kartoffelsorten, Anbautechniken und Pflanzenschutz. Das Werk in Dallmin blickt auf eine 105-jährige Geschichte zurück und ist mit rund 60 Mitarbeitern der größte Arbeitgeber im Ort.

28.09.2016
Anzeige