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Saft aus eigenen Äpfeln

Rühstädt Saft aus eigenen Äpfeln

Der „Apfelkönig“ kam Sonnabend mit einer mobilen Saftpresse in Rühstädt zum Besucherzentrum des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Schnell bildete sich eine Autoschlange.

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Der Saft wurde in Fünf- und Zehn-Liter-Behälter gepresst.

Quelle: Wolfram Hennies

Rühstädt. Am Sonnabend war die Mosterei „Apfelkönig“ aus Apenburg mit einer mobilen Saftpresse in Rühstädt am Besucherzentrum des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe-Brandenburg. Der Saft konnte in Fünf-5 oder Zehn-Liter-Behältern mit nach Hause genommen werden. Schnell bildete sich eine Autoschlange mit den Apfelanlieferern, die dabei zusahen, wie aus ihren Äpfeln Saft herstellt wurde. Zuerst wurden die Äpfel gewaschen und zerkleinert. Die Obstmaische kam in die Bandpresse und wurde dort in mehreren Stufen ausgepresst. Der frische Saft wurde anschließend grob gefiltert, wodurch er seine natürliche Trübung behält. Um ihn haltbar zu machen, wurde er kurzzeitig auf 78 Grad erhitzt und anschließend in Folienbeutel abgefüllt, die in Kartons verpackt transportabel sind.

100 Kilo Obst ergeben bis zu 65 Liter Saft

Aus 100 Kilogramm Obst werden übrigens je nach Obstsorte und Reifegrad etwa 60 bis 65 Liter Saft gepresst. Eine gute Nachricht für alle, die am Sonnabend nicht nach Rühstädt kommen konnten: Auf dem Apfelmarkt in Wittenberge am 9. Oktober wird der „Apfelkönig“ wieder Saft pressen.

Außerdem bestand die Möglichkeit, Äpfel oder Birnen durch die Prignitzer Pomologin Urte Delft bestimmen zu lassen. Der Förderverein des Biosphärenreservats sucht innerhalb seines Projektes „Obstnetz Prignitz – gemeinsam seltene Lokalsorten aufspüren und bewahren“ alte Apfel- oder Birnensorten, die einzigartig oder von besonderer Bedeutung für die Region oder einen Ort sind. Am Ende des Jahres werden vier Lokalsorten ausgewählt, näher beschrieben und auf Informationsblättern bekannt gemacht.

Suche nach seltenen Apfelsorten

„Wenn Sie glauben, eine besonders seltene Sorte im Garten oder am Feldrand zu kennen, die vielleicht schon Ihr Urgroßvater gepflanzt hat, die Oma besonders gern zum Backen oder für Kompott verwendet hat, oder für die Sie als Kind schon in die Bäume stiegen, melden Sie dies im Besucherzentrum“, bat die Biosphärenreservatsleiterin Heike Ellner. „Schön wäre es, wenn die Möglichkeit bestünde, von einer solch seltenen Sorte im Winter Reiser zu schneiden, um den Fortbestand zu sichern.“

Schließlich gab es Gelegenheit, mehr über die Arbeit des Fördervereins Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe-Brandenburg zu erfahren. In entspannter Atmosphäre bei Kaffee, Kuchen und selbstgepresstem Obstsaft konnten Fragen gestellt und Informationen ausgetauscht werden. Im Besucherzentrum war zudem eine Ausstellung alter Postkarten von Prignitzer Dörfern und Städten aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg zu besichtigen.

Von Wolfram Hennies

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