Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Sandstrahler an Portal und Terrasse am Schloss
Lokales Prignitz Sandstrahler an Portal und Terrasse am Schloss
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:17 01.08.2016
Per Sandstrahl wird das Portal gereinigt. Quelle: Beate Vogel
Anzeige
Meyenburg

Mit Sandstrahltechnik hat ein Mitarbeiter der Blumenthaler Firma Bauausführungen Bernd Geyer diese Woche das Portal am Meyenburger Schloss geputzt. Bis zum Freitagabend sollten diese Arbeiten abgeschlossen sein, sagte Firmenchef Bernd Geyer.

Der Kollege, der Pfeiler und Decke im Eingangsbereich in einem auf Wasser und Luft basierenden Hochdruckverfahren reinigte, war in einen dicken Schutzanzug gekleidet. Der Staub hielt sich bei dieser Technik in Grenzen, der Lärm allerdings fiel so manchem Spaziergänger unangenehm auf. „Der Sandstrahler trägt die alte Farbe und lose Partikel im Putz ab“, erklärte der Blumenthaler Firmenchef. Das Verfahren sei relativ umweltschonend, da keine Abbeize oder andere Giftstoffe verwendet werden. Freitagabend sollten die Arbeiten am Eingangsbereich des Schlosses abgeschlossen sein.

Putzen wie vor 150 Jahren

Nach dem Sandstrahlen ist der Untergrund laut Bernd Geyer gut vorbereitet für den neuen Putzaufbau. Den gibt es für diesen Fall übrigens nicht als Fertigmischung im Baumarkt: „Wir verwenden hier Putze nach historischem Vorbild“, erklärte der Bauunternehmer. „So wie die Altvorderen es eben vor 150 Jahren gemacht haben.“ Das bedeutet: wenig Chemie und komplett auf Kalkbasis, im Mischer vermengt. Das Rezept für den Putz sei in jeder Gegend ein bisschen anders gewesen, weiß der Blumenthaler: „Da musste man immer gucken, welche Rohstoffe vor Ort verfügbar waren.“ Das haben die Handwerker dann verwendet. Fertige Mörtelmischungen wie heute habe es damals noch nicht gegeben. Zur Erinnerung: Das Schloss wurde vor 150 Jahren komplett umgebaut. Ernst von Rohr hatte damals den Berliner Baumeister Friedrich Adler mit dem Umbau der Anlage zu einem Neorenaissanceschloss beauftragt.

Am Montag sollen die Kollegen in Meyenburg mit den Putzarbeiten beginnen. Dann geht der Sandstrahler auf die Terrasse. „Danach müssen wir uns auch erst mal das Ergebnis ansehen“, sagt Bernd Geyer. Es könne ja keiner durch die alten Schichten durchgucken. Die Wasserschäden, die nun endlich beseitigt werden müssen, werden manchmal erst während der Arbeit sichtbar.

Kirchen, Schlösser, Bauernhäuser

Wann genau die Putz- und Malerarbeiten am Schloss abgeschlossen werden könne, möchte Bauunternehmer Geyer nicht sagen: „An so einem Gebäude kann man nicht hintereinander weg arbeiten, man braucht zwischendurch immer Trockenzeiten.“ Als Faustregel nennt er pro Millimeter Putz ein Tag Trockenzeit.

Bernd Geyer kennt sich aus mit der Sanierung historischer Gebäude aus verschiedenen Epochen, wenngleich er sich nicht zu den Firmen zählen würde, die hoch spezialisiert sind. „Aber solche Gebäude haben wir in den vergangenen 25 Jahren schon öfter gehabt.“ So sei sein Unternehmen an der Sanierung des Schlosses Grabow (bei Blumenthal) bei zwei Bauabschnitten, vor allem bei Mauerwerksarbeiten, beteiligt gewesen. Heute werden dort hübsche Ferienwohnungen vermietet. „Und viel machen wir auch am RAW (Reichsbahnausbesserungswerk) Wittenberge, das ist ja im Ganzen ein geschütztes Denkmal.“ Auf der Internetseite des Unternehmens finden sich unter den Referenzen neben Neubauten auch etliche Kirchen in der Region, alte Bauernhäuser oder Gutshäuser.

Von Beate Vogel

Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im Nordwesten Brandenburgs steigt. Allerdings sinkt gleichzeitig die Zahl der Vollbeschäftigten. Denn immer mehr Menschen arbeiten in Teilzeit. Das gab am Donnerstag die Neuruppiner Arbeitsagentur bekannt. Sie ist zuständig für Prignitz, Ostprignitz-Ruppin, Oberhavel und das Havelland.

31.07.2016
Prignitz Neuruppin/Perleberg - Ferienzeit ist Bauzeit

In den Ferien wird verstärkt am Straßennetz in den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Prignitz gebaut. In dieser Zeit bieten sich Bauarbeiten besonders an, da dann deutlich weniger Pendler unterwegs sind und auch keine Schulbusse fahren. Mit größeren Problemen in Bezug auf die Baustellen in der Region rechnet der Landesbetrieb Straßenwesen nicht. Eine Übersicht.

29.07.2016

Nach fast einem Vierteljahrhundert ihres Bestehens wird die Verkehrsgesellschaft Prignitz zum 1. August aufgelöst. Zum Abschluss hatte die zu 100 Prozent dem Kreis gehörende Gesellschaft noch einmal alle Mitstreiter eingeladen. Am Montag beginnt dann eine neue Zeitrechnung im Prignitzer ÖPNV.

31.07.2016
Anzeige