Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Sanierte Straße mit Lümmelbänken
Lokales Prignitz Sanierte Straße mit Lümmelbänken
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 23.12.2017
Die Wittenberger Straße in Perleberg wurde ihrer Bestimmung übergeben. Zu den Gästen zählte Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (Mitte). Quelle: Andreas König
Anzeige
Perleberge

Trotz des diesig-trüben Wetters wirkt die Wittenberger Straße in Perleberg jetzt viel heller und freundlicher. Nach eineinviertel Jahren Bauzeit wurde der zweite Abschnitt von der Feldstraße bis zum Grahlplatz am Mittwoch seiner Bestimmung übergeben. Insgesamt rund 1,5 Millionen Euro kosten die Arbeiten. Das mutet zunächst viel an für einen 250 Meter langen Straßenabschnitt.

„Aber die Planung und die Arbeiten waren sehr kompliziert“, sagte Bürgermeisterin Annett Jura. Mit der neu geschaffenen Asphaltfahrbahn und einem modern gestalteten Gehweg wurde die wichtige Durchfahrtstraße aufgewertet. Doch es sind die Details, die aus der Straßen etwas Besonderes machen. Das alte Pflaster wurde wiederverwendet, um die Ränder des Gehwegs zu gestalten. Die Versorgungsunternehmen wie PVU und der Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband verlegten neue Leitungen und schufen Hausanschlüsse, drei neue Bushaltestellen entstanden, und zwölf LED-Laternen rücken die erneuerte Straße ins rechte Licht.

Die Schüler der Schule an der Stepenitz und ihre Lehrerinnen nahmen die neue Bank in Besitz. Quelle: Andreas König

Schüler haben sich verewigt

Die größte Errungenschaft sind jedoch die neuen Bänke. Sie sind schlangen- oder wellenförmig gestaltet und entstammen nicht einem Katalog für Stadtmöbel, sondern sind künstlerisch gestaltetet Unikate. Die Schüler der Förderschule an der Stepenitz haben sich Gedanken gemacht, wie die Sitzgelegenheiten in der Nähe der Bushaltstellen aussehen sollten. Gemeinsam mit der Düsseldorfer Künstlerin Ute Reeh entwarfen sie in mehreren Workshops die Bänke. „Für die Schüler ist es eine wichtige Erfahrung, dass etwas so umgesetzt wird, wie sie es sich vorstellen“, freute sich Schulleiterin Monika Wlodarz. Und Klassenlehrerin Doreen Graef trug gemeinsam mit ihren Schülern ein selbstgereimtes Gedicht vor.

Schulleiterin Monika Wlodarz fasste das Engagement der Schüler mit den Worten zusammen: „Damit habt ihr Euch ein Denkmal gebaut.“ Dem stimmte Bürgermeisterin Annett Jura zu. Doch auch die neu gepflanzten 48 Winterlinden und der Fußgängerüberweg werden dazu beitragen, dass künftige Generationen sich über die schöne Straße freuen werden. Ganz wichtig sind die 38 Parkplätze, die in Perleberg dringend gebraucht werden.

Ausbau geht weiter

Zu den Gästen der feierlichen Übergabe gehörte die brandenburgische Infrastrukturministerin Kathrin Schneider (SPD). Sie würdigte die gelungen Gestaltung der Straße und blickte auf die Investitionen in Perleberg in den vergangenen 25 Jahren zurück (siehe Beitrag links). Annett Jura warb dafür, dass die Straßensanierung auch mit dem dritten Bauabschnitt fortgesetzt werden solle. „Dafür würden wir gern wieder Mittel aus der Städte­bauförderung in Anspruch nehmen“, sagte sie mit Blick zur Ministerin. Die verstand den Wink natürlich und lobte die damit angestrebte Verbindung von Bahnhof und Innenstadt.

„Man sieht Perleberg an, dass hier viel Geld in die Verbesserung der Infrastruktur und der Verbesserung der Wohnsituation geflossen sind“, sagte die Ministerin. „Ein Euro Fördermittel zog sieben Euro private Investitionen nach sich.“

Grahlplatz bekommt schöneres Umfeld

Nach dem offiziellen Termin nutzten einige Gäste die Gelegenheit, die neuen Bänke auszuprobieren. Vor allem die Lümmelbank auf der in Richtung Innenstadt gesehen rechten Seite, hatte es ihnen angetan. Der Clou dran sind zwei Ebenen, eine zum Sitzen, eine zum Beine daraufstellen. Manche älteren Perleberger hoffen, dass die neuen Bänke und Anlagen möglichst lange in einem guten Zustand erhalten bleiben. Dafür haben die Planer mit der Materialauswahl gesorgt. Die Sitzflächen beider Bankgruppen bestehen aus hochverdichtetem Laminat. Es ist nicht nur besonders widerstandsfähig gegenüber Umwelteinflüssen, sondern auch graffitiabweisend.

Das Umfeld des Grahlplatzes soll übrigens noch gestaltet werden. Zwar ist die Straße als solche übergeben worden, aber an den Nebenanlagen gibt es noch einiges zu tun, wenn das Wetter besser ist.

Von Andreas König

Die A 14 ist seit Mittwoch um ein weiteres Teilstück länger. Zur feierlichen Freigabe des neugebauten Abschnitts von Groß Warnow (Prignitz) bis Grabow (Mecklenburg-Vorpommern) äußerte der Bundestagsabgeordnete Sebastian Steineke die Hoffnung, dass nun auch der Ausbau auf Prignitzer Gebiet zügig voranschreite.

23.12.2017

Neue Tische für die Kreativwerkstatt kann die CJD-Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen in Giesensdorf jetzt anschaffen – dank einer Spende der Firma Hoyer. Außerdem unterstützte der Pritzwalker Fachhändler EP Menge die Installation einer neuen Verteileranlage für den Fernsehempfang.

23.12.2017

Die Amtsumlage für die Gemeinden im Amt Meyenburg wird im Haushaltsjahr 2018 geringer ausfallen als bisher. Das beschloss der Amtsausschuss, als er einstimmig dem Amtshaushalt für das neue Jahr verabschiedete. Größte Investition dürfte die Sanierung des Anbaus an der Schule werden.

23.12.2017
Anzeige