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Prignitz Grahlplatz: Pläne zur Friedhofssanierung
Lokales Prignitz Grahlplatz: Pläne zur Friedhofssanierung
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23:53 26.02.2018
Der sowjetische Ehrenfriedhof auf dem Perleberger Grahlplatz. Quelle: Michael Beeskow
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Perleberg

Das Innenministerium habe klar signalisiert, dass es derzeit keine Notwendigkeit sehe, den Ehrenfriedhof auf dem Grahlplatz in Perleberg zu verlegen, aber durchaus zu sanieren, berichtet Antje Hartwig vom Umweltamt der Stadt Perleberg.

Vor wenigen Wochen verschafften sich Vertreter des Ministeriums, des Landkreises, der Oberen und Unteren Denkmalbehörde zusammen mit Vertretern der Stadt einen Überblick über den Zustand sowie über die Einzelelemente des dortigen eingetragenen Denkmals.

Russische Botschaft soll bei Namensrecherche mithelfen

„Das Innenministerium sicherte uns Unterstützung bei der Recherche der Gräberliste mit der richtigen Schreibweise der Namen sowie der Geburts- und Sterbedaten zu“, sagte Antje Hartwig. „Dabei will man mit der russischen Botschaft eng zusammenarbeiten und kooperieren.“

Die Stadt Perleberg bereite gleichzeitig eine Ausschreibung zur Erstellung eines Konzeptes zur Gestaltung des Platzes vor. Darin inbegriffen sind alle erforderlichen Gutachten. Denn der sowjetische Ehrenfriedhof befindet sich aus Sicht der Stadtverwaltung in einem sehr schlechten Zustand.

Gute Chancen, Fördergeld zu bekommen

Das Denkmal soll deshalb saniert werden und so erhalten bleiben, wie von allen Parteine erwünscht ist. „Zuvor müssen wir allerdings noch klären, inwiefern die Originalsubstanz erhaltungsfähig ist und welche Möglichkeiten es gibt, Teilelemente zu ersetzen“, so Hartwig.

Bis zum vierten Quartal will die Stadt einen Antrag an die Untere Denkmalbehörde stellen und bis Ende des Jahres Fördergeld beantragen. „Die Aussicht auf Fördermittel ist allgemein gut. Allerdings gibt es bereits sehr viele Anträge bis zum Jahr 2020. Grund hierfür sind 75. Jahre Kriegsende“, betont Antje Hartwig. Ob es zusätzliche finanzielle Mittel geben kann, müsse man noch prüfen.

69 Gräber ohne Namen

Insgesamt geht es um ein Areal mit einer Größe von etwa 875 Quadratmetern zwischen der Grahlstraße und der Wittenberger Straße. Derzeit gibt es dort laut einer Liste des Innenministerium 91 Gräber, wobei nur bei 22 Gräbern die Bestatteten bekannt sind. Bei 69 wüsste aktuell niemand, um wen es sich handelt. Das soll geklärt werden.

Im Zuge der neuen Recherche ist es ebenso angedacht eine Ergänzungstafel zu errichten mit allen Informationen, die neu an das Tageslicht kommen, denn „es gibt sicherlich Unterschiede zu der vorhandenen Gräberliste und der neu erarbeiteten“, so Hartwig.

Von Marcus J. Pfeiffer

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