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Prignitz Sanierung hoch drei in historischer Altstadt
Lokales Prignitz Sanierung hoch drei in historischer Altstadt
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12:53 11.03.2018
Melanie Krüger und Dietmar Vollert vor ihrer gemeinsamen Steuerberatungskanzlei. Quelle: Bernd Atzenroth
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Perleberg

Es ist ein weiterer Gebäudekomplex in der Perleberger Innenstadt, der nunmehr in neuem Glanze erstrahlt. Das Haus an der Mühlenstraße, das lange vor sich hin gedarbt hatte, kommt nun in schickem Grau mit dunkelrotem Fachwerk daher – und ein historisch anmutender Schriftzug in Rot zeigt, wer hier gerade eingezogen ist: Die Steuerberaterkanzlei Vollert und Krüger empfängt in den Räumen seit dem 13. September 2017 auf ihre Klienten.

Während die Außenfassade einfach erneuert werden musste, wurde das Gebäude im Innern gleich komplett entkernt. „Sie glauben gar nicht, wie es hier drinnen ausgesehen hat“, sagt Melanie Krüger. Das Ergebnis jedoch stellt sie und ihren Kompagnon Dietmar Vollert sehr zufrieden. „Wir fühlen uns hier sehr wohl“, sagt er. Seit Anfang 2014 sind Dietmar Vollert und Melanie Krüger schon gleichberechtigte Partner in der Kanzlei, die Dietmar Vollert seit 2006 aufgebaut hat. Die gebürtige Pritzwalkerin Melanie Krüger kennt er seit ihrer Zeit als Auszubildende. Auch in ihrem weiteren beruflichen Werdegang blieb sie der Kanzlei Vollert treu.

Auch die beiden hinteren Gebäude wurden fachgerecht saniert. Quelle: Bernd Atzenroth

Vor vier Jahren ist sie nun selbst eingestiegen. „Das hat sich ganz prima entwickelt“, sagt Vollert, der nach der Wende zunächst beim Aufbau an der Finanzverwaltung in Perleberg mitgewirkt hatte, bevor er Steuerberater wurde. Das Verhältnis sei freundschaftlich, auch zwischen ihren Familien. Das erleichterte auch die Entscheidung, den ehemaligen angemieteten Standort an der Lanzer Chaussee aufzugeben und ein Grundstück mit Bürogebäude zu suchen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht: „Wir haben nichts gefunden“, erzählt Dietmar Vollert.

Und so kam es, dass sie sich schließlich für den Erwerb des maroden Altstadthauses entschieden, das sie im November 2015 dann von der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Perleberg/Karstädt kauften. Vollert und Krüger können eine ganze Menge darüber erzählen, mit welchen Hürden ein Bauherr gerade bei der Sanierung von denkmalgeschützter Altbausubstanz zu kämpfen hat, auch wenn sie die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Denkmalschutz als gut bezeichnen.

Das Hauptgebäude fügt sich in das immer schönere Gesamtensemble an Mühlenstraße und Mühlenplatz in Perleberg ein. Quelle: Bernd Atzenroth

Von der Straßenseite her ist nicht zu sehen, was sich hinter dem Frontgebäude noch verbirgt. Denn insgesamt stehen auf dem Gelände gleich drei Häuser. „Eigentlich sollte das dritte Haus abgerissen werden. Aber kurz vor dem Abriss gab es einen Stopp“, erzählt Dietmar Vollert. Das Nebengebäude hatte Bestandschutz. „Für uns war es ein finanzieller Schock, auf einmal ein Haus mehr sanieren zu müssen.“ Doch schließlich nahmen der bald 65-Jährige und seine 39-jährige Geschäftspartnerin die Herausforderung an. Jetzt ist bald alles fertig, und im April und Mai werden drei Mietparteien einziehen, darunter eine Rückkehrerfamilie, eine Perlebergerin und ein Kyritzer mit ihren beiden Kindern. „Die Wohnungen waren schnell weg“, erzählt Vollert, „die Lage ist sehr begehrt.“

Auf der Rückseite des Grundstücks wird Parkraum entstehen, für die Mitarbeiter, ihre Klienten und für die Mieter, dazu eine Grünfläche. Von der Stepenitz trennt das Grundstück ein Teil der historischen Perleberger Stadtmauer – durch eine kleine Öffnung darin gelangt man direkt auf die Grünfläche am Wasser. Dietmar Vollert: „Die Stadtmauer gehört in Perleberg den Grundstückseigentümern, gleichzeitig ist sie natürlich auch denkmalgeschützt.“ Stellt sich also die Frage, ob die Eigentümer ihre Restaurierung mit bezahlen müssen. „Die Stadt will 100 Prozent Zuschuss heraushandeln – im Moment sind es nur 80 Prozent.“

Steine des St.-Annen-Klosters aus dem 12. Jahrhundert wurden bei den Arbeiten an dem Grundstück gefunden Quelle: Bernd Atzenroth

Bei den Arbeiten wurden darüber hinaus ein paar historische Steine entdeckt. Sie stammen vom St.-Annen-Kloster, das dereinst im 12. Jahrhundert an dieser Stelle stand. Sie sollen gut sichtbar in der Kanzlei präsentiert werden.

Von Bernd Atzenroth

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