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Wohnen und Leben im ältesten Stadtteil

Perleberg Wohnen und Leben im ältesten Stadtteil

Der Sankt-Nicolai-Kirchplatz in Perleberg (Prignitz) soll wieder ein Schmuckstück werden. Mit den Planern kamen am Dienstag bereits zum zweiten Mal die Anwohner an einen Tisch zusammen, um sich gemeinsam über Wünsche, Anregungen und Möglichkeiten des Quartiers auszutauschen. Viele Ideen sind bei dem Workshop ausgetauscht worden.

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Matthias Bockhorst vom Planungsbüro entwickelte gemeinsam mit den Anwohnern Ideen für die Umgestaltung des Sankt-Nicolai-Kirchplatz.

Quelle: Pfeiffer

Perleberg. Kopfsteinpflaster, verwinkelte Gassen, parkende Autos und lehrstehende Gebäude prägen derzeit das Bild vom Sankt-Nicolai-Kirchplatz in Perleberg. Vieles soll sich nun zum Positiven verbessern. Im Hilfe des Programms Städtebauförderung wird das Viertel nun bis zum Jahr 2020 saniert.

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Bürger und Planer kamen erneut an einen Tisch zusammen, um sich über die Sanierung des Sankt-Nicolai-Kirchplatz in Perleberg auszutauschen. In einem Quartierkonzept sollen alle Wünsche, Anregungen und Möglichkeiten festgehalten werden. Der Sankt-Nicolai-Kirchplatz gilt als eines der ältesten Quartiere der Stadt und hat eine große historische Bedeutung.

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Die Pläne sind am Dienstagabend im Zuge der zweiten Bürgerbeteiligung besprochen worden. Anwohner hatten die Gelegenheit, sich mit den Planern über Wünsche, Anregungen und Möglichkeiten austauschten.

Ziele setzen, Nutzen verbessern

Schwierig kann es mit den Eigentumsverhältnissen werden, sagte ein Bürger. Nicht jede Fläche des Quartiers gehöre der Stadt. „Dazu wird es nun Gespräche mit den Eigentümern geben. Leerstand soll auch wieder eine neue Nutzung finden“, versichert Matthias Bockhorst vom beauftragten Planungsbüro. Doch so weit sei man noch nicht. Zunächst sollen Ziele gesetzt werden und das zusammen mit den Bürgern, indem die ihre eigenen Nutzungs- und Verbesserungsvorschläge darstellen. Denn jetzt sei der richtige Zeitpunkt zum Mitgestalten. Je weiter die Planungen fortschreiten, desto weniger können die Pläne angepasst oder geändert werden.

Es geht auch um den Erhalt der Denkmal

Die Sanierungsmaßnahmen betreffen vor allem die Straßen, Wege und Plätze sowie die damit verbundene Erneuerung der stadttechnischen Ver- und Entsorgungsanlagen. In den vergangenen Wochen begann die Erarbeitung eines Quartierkonzepts, um alle Interessen zu bündeln und die Bauvorhaben zu koordinieren. Darin wird festgelegt, was städtebaulich und im Wohnumfeld verbessert werden soll und letztendlich auch kann.

So sei es den Planern wichtig die Denkmalsubstanz zu erhalten und stadtprägende Gebäude hervorzuheben. Außerdem sind Parkflächen, Baulücken und Beleuchtung sowie die Barrierefreiheit im ersten Konzept aufgeführt. So sind nun die wesentlichen Potenziale, aber auch die augenscheinlichen Defizite vom Sankt-Nicolai-Kirchplatz ermittelt worden.

Müllabfuhr hat kaum Platz

Anwohner wünschen sich vor allem einen privaten Bereich. Mit einem Durchfahrtsverbot im Quartier könnte so die derzeitige Parkplatzsituation verbessert werden. Kaum ein parkendes Auto gehört einem Anwohner, viele nutzen die dortigen zeitlich unbegrenzten Möglichkeiten. Zudem blockieren Bäume teilweise Grundstücksausfahrten und die Müllabfuhr hat kaum Platz. So wurden viele neue Ideen im Workshop gebündelt.

Eine originalgetreue Wiederherstellung des Ensembles sei nicht möglich, auch weil die Kirche nicht wieder aufgebaut werden könne, so Bockhorst. Bereits bei einer ersten Bürgerbeteiligung im Sommer vergangenen Jahres habe man dahingehend die Bürger befragt. Ein touristisches Highlight will niemand.

Von Marcus J. Pfeiffer

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