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Prignitz Schippers jetzt offiziell Amtsgerichtsdirektor
Lokales Prignitz Schippers jetzt offiziell Amtsgerichtsdirektor
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00:20 27.11.2017
Nun offiziell im Amt: der Perleberger Amtsgerichtsdirektor Roger Schippers (vorn, 4. v. l.) im Kreise seiner Mitarbeiter. Auch Gäste haben sich unters Volk gemischt. Quelle: Beate Vogel
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Perleberg

Der Festakt zur Amtseinführung des Perleberger Amtsgerichtsdirektors Roger Schippers fehlte noch: Er brachte dem 55-Jährigen nicht nur Gratulationen und gute Wünsche, sondern nährte auch die Hoffnung auf eine bessere Personalausstattung der brandenburgischen Gerichte. Justizstaatssekretär Ronald Pienkny, der zur Amtseinführung angereist war, legte den Schwerpunkt genau darauf, nachdem er – vielleicht für diesen Anlass ein wenig zu ausführlich – die sicher ehrenvollen Verdienste von Schippers Amtsvorgänger Frank Jüttner gewürdigt hatte.

„Die Veränderungen in der Welt zeigen, wie wichtig eine starke, unabhängige Justiz in einem Rechtsstaat ist“, so der Staatssekretär. Die Aufgabe der Justiz sieht Pienkny auch darin, Eingriffen in die Grundrechte der Bürger etwa mit neuen Gesetzen entgegen zu treten: „Kein Gesetz verhindert Terrorismus“, sagte er. Um diese Aufgaben zu erfüllen, bedürfe es einer „best-ausgestatteten Justiz“. Das Problem sei eine unausgewogene Altersstruktur: Laut Pienkny gehen in Brandenburg in den nächsten zehn Jahren 147 Richterinnen und Richter sowie 57 Staatsanwälte in den Ruhestand, in 15 Jahren seien zwei Drittel der Justiz-Beschäftigten im höheren Dienst in Rente. „Allein um der Demografie zu begegnen, bräuchten wir jedes Jahr 30 neue Richter.“

Die jüngste Mitarbeiterin ist Mitte 40

Die Situation spiegelt sich im Amtsgericht Perleberg wider. Laut Ronald Schippers seien in Perleberg im mittleren Dienst 30, im gehobenen Dienst zehn Mitarbeiter beschäftigt, dazu sieben Richter, fünf Gerichtsvollzieher und vier Wachtmeister. Die Behörde sei ausreichend besetzt, so der Amtsgerichtsdirektor, der Erfahrungsschatz der Mitarbeiter groß. „Das Problem ist die Altersstruktur.“ Die jüngste Mitarbeiterin sei Mitte 40, der Altersdurchschnitt liege bei 50,6 Jahren. „Wir haben seit 1995 keine neuen Mitarbeiter eingestellt.“ Wenn die Älteren im Ruhestand sind und Jüngere nachkommen, sei niemand mehr da, der sie einarbeiten könne. Pienknys Aussagen machten da Hoffnung: „Die Personalabbauverpflichtungen sind sofort zu stoppen“, sagte der Staatssekretär.

Gäste wie Gisela Thaeren-Daig, Vizepräsidentin des Oberlandesgerichts Brandenburg, Egbert Simons, Präsident des Landgerichts Neuruppin, oder der Leitende Oberstaatsanwalt in Neuruppin, Wilfried Lehmann, lobten Schippers Persönlichkeit. Viele haben bereits mit ihm zusammengearbeitet. „Er ist mental stark, empathisch, kreativ und humorvoll“, befand Thaeren-Daig. „Ein Mann, der mit großer Gelassenheit in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen“, so Lehmann.

Zeitreise durch die Prignitz

Perlebergs Bürgermeisterin Annett Jura erinnerte an die alte Verbindung zwischen Rathaus und Justiz in Perleberg: Hatte doch das 1546 gegründete „Prignitzische Gericht“ zunächst im Rathaus getagt. Landrat Torsten Uhe erinnerte an Ängste, dass einer – inzwischen ja abgesagten – Kreisreform auch eine Gerichtsreform hätte folgen können. Er übergab dem Amtsgerichtsdirektor das Buch „Zeitreise“ durch die Prignitz, das der MAZ-Regionalverlag Prignitz-Ruppin mit gestaltet hat.

Von Beate Vogel

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