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Schlagbäume auf dem Weg sollen weg

Groß Woltersdorf Schlagbäume auf dem Weg sollen weg

Der Landwirtschaftsweg von Klein nach Groß Woltersdorf soll wieder öffentlich zugänglich sein. Das ergab eine Beratung von Grundstückseigentürmern und Anliegern im Rathaus von Groß Pankow. Die Gemeinde übernimmt die Verkehrssicherungspflicht. In einen besseren Zustand wird die Buckelpiste jedoch nicht versetzt, weil es eine ausgebaute Straße gibt.

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Die Schlagbäume auf de Weg von Klein nach Groß Woltersdorf sollen abgebaut werden.

Quelle: Andreas König

Klein Woltersdorf. Mit einer klaren Entscheidung will die Gemeinde Groß Pankow den Streit um den Ortverbindungsweg von Klein Woltersdorf nach Groß Woltersdorf beilegen. „Nach einer Zusammenkunft am Donnerstagabend im Rathaus Groß Pankow wurde den beteiligen zugesagt, dass die Gemeinde den Weg in ihre Trägerschaft übernimmt“, sagte Ordnungsamtsleiter Karsten Lehmann. „Zwar wurde der Weg als Teil eines Immobilienpaketes von der Bodenverwertungs- und verwaltungs-Gesellschaft (BVVG) verkauft, aber die Wegeverläufe entsprechen nicht den tatsächlichen Flurstücken“, erklärte Karsten Lehmann.

Besitzer sperrte aus Sorge vor Haftungsfragen

Eine Familie aus Klein Woltersdorf hatte den Weg von der Treuhandnachfolgeorganisation BVVG erworben. Da sich die Verbindung in einem sehr schlechten Zustand befindet und die Besitzer sich keinen teuren Haftungsforderungen ausgesetzt sehen wollten, errichteten sie Schlagbäume und Schilder mit der Aufschrift „Privatweg, Durchgang und Durchfahrt verboten“.

Gemeinde beantragt verkehrsrechtliche Anordnung

„Diese Schilder kommen weg und auch die Schlagbäume sollen verschwinden“, sagte Karsten Lehmann. „Der Verbindungsweg wird wieder frei zugänglich.“ Um den Weg den Vorschriften entsprechend auszuschildern, werde die Gemeinde Groß Pankow eine verkehrsrechtliche Anordnung beantragen. Der Schritt sei erforderlich gewesen, um den Anliegern die Zufahrt zu ihren Grundstücken zu ermöglichen. Dazu gehören die Jägerschaft und die Forstverwaltung, aber auch die Mitglieder des Anglerverbandes.

Nur extreme Schäden werden ausgebessert

Nach Aussage des Ordnungsamtsleiters sei der Weg ab sofort befahrbar, wobei die faktische Umsetzung noch einige Tage dauern könne. Am – sehr schlechten – Zustand des Weges werde sich allerdings nichts ändern, sagte Karsten Lehmann. „Wir haben ja auf dem Gebiet der Gemeinde Groß Pankow viele solcher Wege. Wenn wir die alle instandsetzen lassen wollten, würde das die finanziellen Möglichkeiten überfordern.“ Tätig werde die Gemeinde allenfalls, wenn extreme Schäden auftreten, etwa Unterspülungen oder Abbrüche. Weil die Gemeinde auch die Verkehrssicherungspflicht übernimmt, geht die Haftung auf sie über.

Fahren darf nur ein eingeschränkter Benutzerkreis

„Um die Gefahren zu minimieren, werden wir den Benutzerkreis einschränken“, erklärte der Ordnungsamtsleiter. Wie genau das erfolgen kann, richte sich nach der verkehrsrechtlichen Anordnung. Üblicherweise werden solche Wege nur für den land- oder forstwirtschaftlichen Verkehr freigegeben. „Da eine gut ausgebaute Verbindungsstraße zwischen Groß und Klein Woltersdorf existiert, ist es nicht notwendig, diesen Weg instandzusetzen oder gar auszubauen“, sagte Karsten Lehmann. Diejenigen, die ihn aus berechtigtem Interesse nutzen müssen, wüssten um seine Beschaffenheit und könnten sich entsprechend verhalten. Wer dort nichts zu suchen habe, sollte den Weg schon um der Sicherheit des Fahrzeugs willen meiden, rät Karsten Lehmann.

Verbindung stammt ursprünglich aus dem 19. Jahrhundert

Die Verbindung, die nach Aussagen einiger Klein Woltersdorfer bereits im 19. Jahrhundert bestand, wurde zu DDR-Zeiten von der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) genutzt und in diesem Zusammenhang asphaltiert. Seit dieser Zeit ist nicht mehr viel an dem Weg getan worden. Wer an der Versammlung teilgenommen hat und um welche Grundstücke es geht, wollte Karsten Lehmann mit Verweis auf den Datenschutz nicht nennen. Zehn unmittelbar Betroffene hätten sich unter den 20 Anwesenden befunden.

Von Andreas König

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