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Schmalspurpoller für den Markt

Pritzwalk Schmalspurpoller für den Markt

Statt vollständig auf elektronisch gesteuerte Poller setzt die Stadt Pritzwalk auf eine Mischung aus mechanisch zu bedienenden und elektronisch gesteuerten Poller. Lediglich vor dem Rathaus soll eine mit Chipkarte zu bedienende Anlage errichtet werden. Deren Preis liegt mit Bauarbeiten bei 3000 Euro. Die übrigen, so genannten Feuerwehrpoller kosten ein Fünftel.

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Friedhelm Müller (3.v.l) erläutert den Mitgliedern des Umweltausschusses die Position der neuen Poller auf dem Pritzwalker Markt.

Quelle: Andreas König

Pritzwalk. War es das Misstrauen gegenüber digitaler Technik, war es Gewohnheit? Jedenfalls wird der Verkehr in der Pritzwalker Marktstraße nun doch nur mit einer automatischen Polleranlage versehen. Die übrigen Hindernisse werden manuell bedient – mit speziell dafür vorgesehenen Schlüsseln. Darüber informierte Freidhelm Müller, Fachgebietsleiter Bauwesen in der Stadtverwaltung, die Mitglieder des Ordnungs- und Umweltausschusses. Das Gremium tagte quasi auf der Straße, denn die Mitglieder wollten genau wissen, wo welche Barriere hinkommt.

Einsatzkräfte wollten keine elektronischen Poller

Zunächst führte Friedhelm Müller den Ausschuss in den westlichen Teil der Marktstraße. Herkömmliche in einem dunkeln Grauton gehaltene metallene Poller versperren Autofahrern den Weg sowohl vom Markt als auch in diese Richtung. „Wir haben Gespräche mit dem Rettungsdienst, der Feuerwehr und der Polizei geführt“, erläuterte der Sachgebietsleiter. Die übereinstimmende Meinung war, dass elektronisch gesteuerte Poller, wie zunächst vorgesehen, nicht gewünscht werden.

Mechanisch Barrieren kosten 6000 Euro

Aus reinen Kostengesichtspunkten eine kluge Entscheidung, denn damit spart die Stadt tausende Euro ein. „Die gesamte Polleranlage inklusive der vor dem Rathaus stehenden Feuerwehrpoller kostet 6000 Euro“, sagte Friedhelm Müller. Lediglich auf der dem Rathaus näheren Seite der Marktstraße soll eine elektronisch geregelte Polleranlage errichtet werden. Das sei bei einer internen Beratung in der Stadtverwaltung festgelegt worden, erfuhren die Ausschussmitglieder.

Chipkarte für berechtigte Personen

Berechtigte Personen oder Institutionen werden mit einer speziellen Chipkarte ausgestattet. Bei Berührung des Lesegerätes am Poller senkt sich dieser automatisch in den Boden. Dieser Mechanismus wird in Gang gesetzt, wenn Autofahrer aus Richtung ehemaliger Post in Richtung Markt fahren. Wenn Fahrzeuge den Markt in der Gegenrichtung verlassen wollen, erfassen Sensoren die Bewegung und versenken die Poller automatisch. „Was ist an Wochenmarkttagen?“, fragte Rüdiger Kurtz (SPD). „Der Marktverantwortliche erhält eine Chipkarte und ist dafür verantwortlich, dass die Händler auf den Markt kommen“, entgegnete Friedhelm Müller. 25 solcher Karten werden an Berechtigte ausgegeben, erfuhren die Mitglieder des Ausschusses.

Versenkbarer Poller soll bis Oktober stehen

Freilich hat dieser Komfort seinen Preis. Die elektronisch gesteuerte Polleranlage, die sowohl per Chipkarte als auch aus dem Rathaus gesteuert werden kann, schlägt mit rund 30 000 Euro zu Buche. Ab September soll sie gebaut werden. Die Inbetriebnahme ist für Oktober geplant. Im gleichen Zug werden in der östlichen, zur Post gelegenen Seite der Marktstraße Parktaschen gekennzeichnet. Sie sollen versetzt auf beiden Seiten der Fahrbahn angeordneten werden.

Von Andreas König

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