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Schnelles Internet für fast ganz Groß Pankow

In fast allen Ortsteilen auf der Überholspur Schnelles Internet für fast ganz Groß Pankow

In Vettin wurde am Dienstag der vorerst letzte Schritt auf dem Weg der Gemeinde Groß Pankow ins schnelle Internetzeitalter gelegt. Christian Stern von der Telekom übergab Bürgermeister Thomas Brandt den Kabelverzweiger, der Vettin mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde an das Internet anbindet. In ganz Groß Pankow profitieren fast 1300 Hasuhalte davon.

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Handschlag vorm Kabelverzweiger: Christin Stern von der Telekom (l.) übergab Bürgermeister Thomas Brandt das schnelle Internet für Groß Pankow. Christoph Kemp von der Firma Percomstore berät die Kunden beim Anschluss.

Quelle: Andreas König

Groß Pankow/ Vettin. Da werden selbst die zuweilen als verwöhnt geltenden Berliner neidisch: Mit bis zu 100 Megabit pro Sekunde können die Einwohner der Gemeinde Groß Pankow mit ihren 39 Ortsteilen durchs Internet brausen. Die Deutsche Telekom nahm am Montag mit dem Kabelverzweiger in Vettin den letzten Meilenstein auf dem Weg zum schnellem Arbeiten im World Wide Web für die Gemeinde Groß Pankow in Betrieb. Dank der Vectoring -Technik, bei der die Leitungen gebündelt werden, sind Geschwindigkeiten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde beim Herunterladen und 40 Megabit pro Sekunde beim Hochladen möglich. „Wie viel letztlich beim Kunden ankommt, hängt auch davon ab, wie weit sich der Hausanschluss von dem Kabelverzweiger entfernt befindet“, erklärte Christian Stern vom Infrastrukturvertrieb Ost der Deutschen Telekom.

Niemand will mehr auf Internet verzichten

Doch auch wenn nicht jeder in den Genuss der Höchstgeschwindigkeit kommen kann, sei die neue Technik ein enormer Schritt nach vorn, sagte der Telekom-Abgesandte. Dem pflichtete Bürgermeister Thomas Brandt bei. „Wir sind sehr froh über diese Investition“, sagte er. Das biete der Gemeinde einen enormen infrastrukturellen Vorteil. „Ich kann mich noch erinnern, als es Kuhsdorf ganze zwei Telefonanschlüsse gab“, sagte Brandt. „Und auch die waren noch gedoppelt.“ Inzwischen sei die Technik so weit vorangeschritten, dass niemand mehr auf Internetanbindung verzichten könne oder wolle.

Das muss in Groß Pankow nun auch (fast) niemand mehr. Bis auf die Ortsteile Rohlsdorf und Klein Linde, in denen der Internetanschluss bisher noch über eine Funklösung realisiert wird, können nahezu alle 1300 Haushalte sowie die Geschäftskunden der Gemeinde die schnelleren Datenleitungen nutzen. „Allerdings schaffen wir nur die technischen Voraussetzungen“, sagte Christin Stern. „Die Kunden müssen selbst aktiv werden, wenn sie vom schnelleren Internet profitieren wollen.“ Der Wege dorthin gibt es mehrere. Zum einen kann der Auftrag zur Umschaltung über das Internet erteilt werden. Zum anderen über die Firm Percomstore in Pritzwalk. „Letzteres empfiehlt sich, weil die neue Technik nicht mit allen Anlagen kompatibel sein kann“, sagte Christin Stern. Es gebe allerdings häufig Mittel und Wege, vorhandene Technik mit Hilfe von Zusatzgeräten weiter betreiben zu können. Schließlich bietet die Telekom selbst mit die Möglichkeit, telefonisch zu buchen.

Mit dem Schritt auf die „Überholspur“, wie es die Telekom selbst formuliert, sei man zukunftssicher. Was heute noch wie eine überbordende Geschwindigkeitsreserve aussieht, kann morgen bereits technisch veraltet sein. „Die Vectoring-Technik ermöglicht perspektivisch Geschwindigkeiten von 300, vielleicht sogar 500 Megabit pro Sekunde“, versicherte der Telekom-Mann.

Von Andreas König

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