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Prignitz Schnelles Netz für Wohnungsbaugesellschaft
Lokales Prignitz Schnelles Netz für Wohnungsbaugesellschaft
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02:15 08.12.2017
Haben gut lachen (v. l.): Margit Mattke, Marén Tänzer, Ellen Prill und Ronald Thiel drücken den roten Knopf und starten offiziell das neue Glasfasernetz der WBG Pritzwalk. Quelle: Foto: Fariba Nilchian
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Pritzwalk

Es war fünf vor zwölf, als in Pritzwalk der rote Knopf gedrückt wurde. Doch der symbolische Startknopf wurde nur zufällig zu der denkwürdigen Uhrzeit betätigt. Das neue Glasfasernetz ist für die Stadt Pritzwalk ein frühzeitiger Schritt in der fortschreitenden Digitalisierung. Der zukünftige Bürgermeister Ronald Thiel kam mit WBG-Geschäftsführerin Ellen Prill und Mitarbeitern des Netzbetreibers zusammen, um die Inbetriebnahme symbolisch zu starten. In 1445 Wohnungen und 22 Gewerbeeinheiten der Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk wird in den nächsten Tagen das neue Netz für einen Testlauf in Betrieb genommen. Für die Mieter steht die 400 Megabit schnelle Verbindung ab dem 1. Januar 2018 zur Verfügung.

Bislang wurden zwar nur die Liegenschaften der WBG an das Glasfasernetz angeschlossen, doch in der Zukunft besteht auch für weitere Nutzer die Möglichkeit, sich an die unterirdischen Trassen anschließen zu lassen. „Das Netz ist darauf ausgelegt, erweitert zu werden“, so Rüdiger Schmidt, Geschäftsführer des Netzbetreibers Pepcom. „Wir haben in Pritzwalk ein Netz mit gigantischer Leistung verlegt.“ Die Wohnungsbaugesellschaft, die den Auftrag für den groß angelegten Ausbau des Glasfasernetzes in Auftrag gegeben hat, ist eine hundertprozentige Tochter der Stadt Pritz-walk. Die digitale Infrastruktur ist sowohl für den Standort der Stadt von großer Bedeutung als auch für die Attraktivität des WBG-Wohnraums.

Unterirdische Trassen auf sechs Kilometern Länge

Für die Mieter der Wohnungsbaugesellschaft waren die vergangenen Monate geprägt von Umbauarbeiten, sowohl in ihren Häusern, als auch in ihren Wohnungen. In jeder Einheit mussten neue Kabel verlegt und Anschlussdosen installiert werden. Eine Mammutaufgabe, die in Pritzwalk gut funktioniert hat. „Die Mieter waren sehr offen und der Umbau in den Häusern lief super“, so Pepcom-Mitarbeiterin Marén Tänzer, „die Leute haben sich sogar gegenseitig die Schlüssel hinterlassen, wir mussten ja in mehrere Wohnungen gleichzeitig.“

In Pritzwalks Außenbereich haben die Tiefbauarbeiten ebenfalls für Baustellen gesorgt. Der designierte Bürgermeister bittet auch nach dem vorläufigen Abschluss der Arbeiten „noch um Verständnis für das Gebuddel und Gebohre“. Allerdings, fügt Ronald Thiel hinzu, müsse man auch in Vorleistung gehen: „Ohne Bauarbeiten geht’s nicht. Wer das eine will, muss das andere auch mögen.“

In den vergangenen sieben Monaten hat der Netzbetreiber Pepcom seine unterirdischen Trassen auf sechs Kilometer Länge durch die Stadt gezogen. Die WBG-Gebäude sind mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet worden, die Fernsehen, Internet und Telefonie in höchster Breitbandqualität ermöglichen. Die Nutzung des neuen Angebots „ist für die Mieter freiwillig und verursacht beim Basisangebot keine Mehrkosten“, so Ellen Prill, Geschäftsführerin der WBG. Eine Erhöhung der Kosten habe man durch langfristige Verträge mit dem Netzbetreiber von vornherein vertraglich ausgeschlossen.

Der Netzbetreiber blickt optimistisch in die geschäftliche Zukunft. „Die ein oder andere Großmutter wird jetzt nicht mehr ums Internet drumrum kommen“, so Margit Mattke, Mitarbeiterin der Pepcom. Der Standortwettbewerb in der Gunst der Enkel, macht sich künftig vielleicht auch an der Schnelligkeit des Netzanschlusses fest.

In der kommenden Woche finden bei der Wohnungsbaugesellschaft Pritzwalk, Marktstraße 19, Sprechstunden zu dem neuen Netzangebot statt: am Dienstag, 12. Dezember, von 10 bis 18 Uhr und am Donnerstag, 14. Dezember, von 10 bis 16 Uhr.

Von Fariba Nilchian

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