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Prignitz Schnellläufer werden noch gebremst
Lokales Prignitz Schnellläufer werden noch gebremst
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02:16 26.12.2015
Soll mit Geld aus dem Stadt-Umland-Wettbewerb weiter aufgewertet werden: der Pritzwalker Bahnhof. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Groß war der Jubel Ende September, als die Prignitz zwei von vier Schnellläufern für den Stadt-Umland-Wettbewerb des Landes Brandenburg stellen konnte. 20 Millionen Euro sollen in den kommenden Jahren in die Region fließen. 10,3 Millionen erhält die Kooperation Pritz­walk – Wittstock – Heiligengrabe – Meyenburg mit der Gemeinde Groß Pankow und dem Amt Putlitz-Berge. 10 Millionen Euro erhält der regionale Wachstumskern Prignitz mit Perleberg, Wittenberge, Karstädt, den Ämtern Lenzen-Elbtalaue und Bad Wilsnack/Weisen sowie der Gemeinde Plattenburg.

Doch wie geht es weiter und wie schnell laufen die Schnellläufer noch? „Grundsätzlich sind wir froh, dass wir als Schnellläufer ausgewählt wurden“, sagt der stellvertretende Pritzwalker Bürgermeister Ronald Thiel. „Die Zusage der Fördermittel steht, die kann uns keiner nehmen.“ Doch bei einer Beratung mit Vertretern verschiedener Ministerien habe sich gezeigt, dass noch eine ganze Menge Arbeit zu leisten ist, bis die Mittel wirklich fließen können. Als großen Vorteil des Wettbewerbs hatte das Land die Kombinationsmöglichkeit verschiedener EU-Fördermittelfonds genannt. Davon ist jetzt kaum noch die Rede. Stattdessen erfuhren die Vertreter der (Ost-)Prignitzer Kooperation, aus welchen Töpfen das Geld fließen soll. Sieben Millionen kommen aus dem Fonds für regionale Entwicklung (Efre), 2,9 Millionen aus dem Landwirtschaftsfonds Eler und 250 000 Euro aus dem europäischen Sozialfonds ESF. „Beim Eler-Fonds arbeiten wir mit bewährten Partnern wie der Regionalförderung Prignitzland zusammen. Aber für den Efre-Fonds muss eine zwischengeschaltete Stelle geschaffen werden, die nichts mit den Antragstellern, also den Kommunen zu tun haben darf und dennoch bei den Kommunen angesiedelt sein soll“, sagt Ronald Thiel.

Stoff für Diskussion bietet auch die Tatsache, dass die 10,3 Millionen Euro für die Kooperation angesichts der Anträge längst nicht ausreichen, wie der Vizebürgermeister sagt. Maßnahmen, mit denen sich die Kommunen beworben haben, kosten zwischen vier- und sechsmal so viel wie Geld im Topf ist. „Wir müssen Prioritäten setzen und dafür sorgen, dass für alle Partner etwas herauskommt“, sagt Ronald Thiel. Hinzu kommt der Zuschlag für Wittstock als Ausrichterstadt der Landesgartenschau. Das war zum Zeitpunkt des Schnellläufer-Gewinns noch nicht abzusehen.Zur nächsten Beratung in Potsdam fahren die Vertreter der Kooperation mit einer Prioritätenliste. Aus Pritzwalker Sicht gesetzt sind Hainholzstadion und -Schwimmbad, der Bahnhof und die Kleinbahnlinie für den Pollo.

Von Andreas König

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