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Prignitz Schönhagen: Ortstermin bei der PBK
Lokales Prignitz Schönhagen: Ortstermin bei der PBK
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02:15 08.04.2016
Glückliche Kühe konnte die Gruppe begutachten. Christian Beckmann (2.v.r.) erläuterte Torsten Uhe (r.), wie hier mit Tieren umgegangen wird. Quelle: Bernd Atzenroth
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Pritzwalk

Torsten Uhe war dieser Besuch sehr wichtig: „Schließlich hängt jeder zehnte Arbeitsplatz in der Prignitz von der Landwirtschaft ab“, meinte der Landrat zu seiner gestrigen Visite in Pritzwalk und Schönhagen, wo er zunächst im internen Gespräch mit dem Vorstand des Kreisbauernverbandes beriet, bevor alle zusammen die Firma PBK Rinderzucht in Schönhagen (Stadt Pritzwalk) besichtigten.

Doch der Termin war mehr als nur reine Lobbyarbeit für die einheimische Landwirtschaft, galt er doch einem Unternehmen mit einem jungen Geschäftsführer und einer fast genauso jungen Belegschaft, das zudem auf Innovation setzt – dem aber auch gewaltig die Milchpreiskrise zusetzen. „Pro Liter Milch verlieren wir acht Cent“, erklärte Geschäftsführer Christian Beckmann. Bei einer Jahresproduktion von sechs Millionen Litern macht das 40 000 Euro im Monat und 480 000 Euro im Jahr. Dies lasse sich im Moment noch darüber kompensieren, dass die PBK mit all ihren unterschiedlichen Standorten in der Region ein sehr gut strukturierter Verbundbetrieb sei und die Nutzung und Produktion erneuerbarer Energien immer stärker zu Buche schlage, mit inzwischen etwa 30 Prozent Anteil am Geschäftsvolumen.

Einblick in ein junges Unternehmen

Aber, so betonten alle drei Geschäftsführer: Ewig lassen sich so die Verluste nicht auffangen, es sei denn, über weitere Investitionen, die den Betrieb rentabler machen würden. Dabei hatte beeindruckt, wie der 29-jährige Beckmann die Gäste durch den Betrieb geführt hatte. Bei der Speicherung der selbst produzierten Energie besitzt das Unternehmen auch noch ein ziemlich innovatives Verfahren. Ein so junger Geschäftsführer scheint auch in der Lage, junge Leute an die Landwirtschaft heranzuführen und zudem seine eigene Belegschaft zu verjüngen – zehn von 18 Mitarbeitern sind jünger als 30.

Die Gruppe besichtigte auch die Biogasanlage Quelle: Bernd Atzenroth

Für Lothar Pawlowski, den Vorsitzenden des Prignitzer Kreisbauernverbandes, war das straffe Management in dem Betrieb und das Setzen auf verschiedene Standbeine, das dem Unternehmen eine „einzigartige Stabilität“ verleihe, ein Lob wert. Aber er hatte nun auch um die Probleme erfahren, etwa das Verbot, mit Landtechnik die Umgehungsstraße nutzen zu können. Im Gespräch erläuterte Olaf Köhn von der PBK noch, dass die Landwirte vor dem Bau der Umgehungsstraße vor dieser Situation gewarnt hätten. Nicht nur in dieser Hinsicht scheitern sie aber an den höheren Ebenen der Politik. Denn das Zusammenwirken mit Stadt, Kreis und auch dem Amt für ländliche Flurordnung in Neuruppin funktioniere, wie Beckmann bestätigte. Ab der Landesebene aufwärts aber klappt die Zusammenarbeit nicht so, wie man sich das bei der PBK wünscht.

Und das gilt auch für den Wunsch der PBK, in neue Gebäude zu investieren – da ist die Ausweisung des Geländes neben dem Betrieb als Landschaftsschutzgebiet hinderlich, sie macht einen Bebauungsplan erforderlich. Die Unterstützung des Kreisbauernverbands und der Kreisverwaltung hat Beckmann sicher. Ob das letztlich hilft, muss sich noch erweisen.

Von Bernd Atzenroth

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