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Schröter war angetan, verrät aber nichts

Perleberg Schröter war angetan, verrät aber nichts

Die Kreisstadt der Prignitz könne im Wettbewerb um den Hauptverwaltungssitz im Großkreis Prignitz-Ruppin vieles auf der Habenseite für sich verbuchen. So schätzt es der brandenburgische Innenminister Karl-Heinz Schröter nach seinem Besuch der Kreisverwaltung in Perleberg ein. Ob sich sein Haus für Perleberg oder Neuruppin ausspricht, wollte er nicht sagen.

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Fand lobende Worte für Perleberg: Innenminister Karl-Heinz Schröter (2. v. r.) im Gespräch mit Annett Jura und Torsten Uhe (2. v. l.) sowie mit Referatsleiter im Innenministerium Markus Grünewald.

Quelle: Andreas König

Perleberg. Er habe „sehr viele angenehme Dinge“ in der Prignitzer Kreisverwaltung gesehen und gehört, sagte der Brandenburger Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) zum Abschluss seines Perleberg-Besuchs. Wie zuvor Neuruppin besichtigte der Innenminister nun die zweite Kreisstadt, die um den Hauptverwaltungssitz kämpft. „Genau darum geht es bei der Entscheidung des Landtages“. erklärte der Politiker. „In welcher Stadt sich künftig der Hauptverwaltungssitz eines Kreises Prignitz-Ruppin befinden wird.“

Dass die Verwaltung auf die beiden Standorte Perleberg und Neuruppin aufgeteilt werden soll, daran ließ er keinen Zweifel. „Und weil die eine Stadt dann weniger Verwaltung haben wird, überlegen wir von der Landesregierung, wie man das kompensieren kann“, sagte Karl-Heinz Schröter. Da Zahl und Standorte der Landesbehörden anders als bei der ersten Reform 1993 nicht mehr groß zu verändern seien, müsse über finanzielle und infrastrukturelle Ausgleichsmaßnahmen nachgedacht werden. Auch die bereits verlagerten Landesbehörden, beispielsweise das staatliche Schulamt, dass Perleberg bereits an Neuruppin verloren hat, würden in die Betrachtung einbezogen.

Perleberg hat vieles auf der Habenseite

Das Krankenhaus und auch der Rettungsdienst sowie der Brand- und Katastrophenschutz haben mir sehr gefallen“, sagte der Innenminister. Auch das Perleberger Modell eines Verwaltungscampus mit mehreren Außenstellen biete einige Vorteile.

„Perleberg kann vieles auf der Habenseite für sich verbuchen, aber ich werde Ihnen nicht verraten, in welche Richtung ich tendiere“, sagte Karl-Heinz Schröter. Dafür sei es noch zu früh. „Nicht vor November“ sei sein Haus in der Lage eine Stellungnahme abzugeben. Diese würde ohnehin nur empfehlenden Charakter tragen. Die Entscheidung pro Perleberg oder Neuruppin – wie für alle anderen Hauptverwaltungssitze in Brandenburg muss dann der Landtag treffen.

Verwaltungsgebäude vollständig bezahlt

„Ich bleibe bei meiner grundsätzlichen Kritik an der Kreisgebietsreform“, sagte der Prignitzer Landrat Torsten Uhe. „Aber ich rechne damit, dass es im Landtag eine, wenn auch knappe Mehrheit für die Reform geben wird, Und da bleiben wir bei unserem Standpunkt, dass Perleberg Kreisstadt bleiben muss“, sagte er. Die Voraussetzungen seien exzellent, die Gebäude vollständig bezahlt, der besonderen Bedeutung der Prignitz im Katstrophenfall könne von Perleberg aus am besten Rechnung getragen werden.

Die Perleberger Bürgermeisterin Annett Jura dankte dem Innenminister, dass er sich die Zeit genommen habe, sich persönlich ein Bild von der Situation in Perleberg zu machen. „Das hätte ich vor einem halben Jahr noch nicht für möglich gehalten“, sagte sie. Im Übrigen biete Perleberg beste Bedingungen für einen Verwaltungssitz.

Kreistagsvorsitzender Rainer Pickert (CDU) informierte, dass der Kreistag Prignitz beschließen wolle, die Zahl der Verwaltungsmitarbeiter an beiden Standorten gleich zu halten. „So begegnen wir uns auf Augenhöhe“, sagte er.

Von Andreas König

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