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Prignitz Schrottautos verschandeln die Stadt
Lokales Prignitz Schrottautos verschandeln die Stadt
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02:15 27.10.2017
Dieser stillgelegte Opel steht schon seit geraumer Zeit auf dem Parkplatz Poststraße in Pritzwalk.  Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

 Flüchtig betrachtet, scheint bei dem Opel alles in Ordnung zu sein. Doch dann zeigt sich: Die Nummernschilder fehlen, und auf der Frontschreibe findet sich ein Aufkleber, der den Halter, respektive Besitzer auffordert, das Fahrzeug „aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen“, wie es Amtsdeutsch heißt. Auf dem Parkplatz an der Poststraße standen bis vor kurzem gleich drei nicht mehr fahrbereite und damit zugelassene Fahrzeuge. „Straftat? Gefahr im Verzug, Sicherstellung? Fehlanzeige! Wann tut sich dort etwas?“ fragt Uwe Kiefner aus Pritzwalk.

Im krassesten Fall hat sich zwar etwas getan, aber noch immer steht der erwähnte Opel auf dem Gelände. Im Kofferraum befindet sich eine Kunststoffkiste mit Gerümpel, das Auspuffrohr ragt von dort durch die weggeklappte Rücksitzlehne auf die Rücksitzbank.

Regelmäßige Kontrollgänge

Der Fall ist den Mitarbeitern des Pritzwalker Ordnungsamtes nicht unbekannt. „Der Außendienst führt regelmäßig Kontrollgänge in der Stadt und Kontrollfahrten in den Ortsteilen durch“, sagt Ordnungsamtsleiterin Karin Schrödter. „Wenn den Kollegen bei den Kontrollgängen und Kontrollfahrten Kraftfahrzeuge auffallen, die im öffentlichen Bereich stehen und nicht mehr fahrbereit, nicht zugelassen oder entstempelt sind, bringt der Außendienst einen sogenannten orangenen Aufkleber gut sichtbar an. Es handelt sich dabei um eine Aufforderung, das Fahrzeug aus dem Verkehrsraum zu entfernen“, sagt Karin Schrödter weiter.

Das sei allerdings auch schon fast alles, was die Stadt in solchen Fällen tun könne. Zwar habe die Entfernung des Fahrzeugs „unverzüglich“ zu erfolgen, doch könne die Stadt gegen den mutmaßlichen Verursacher wenig unternehmen. „ Die Fahrzeuge sind als Abfall zu sehen“ informiert die Ordnungsamtsleiterin. Für ihre Entsorgung sei der Landkreis Prignitz zuständig.

Nach einem Monat ist der Landkreis zuständig

Auf dem Parkplatz Poststraße standen drei Autos, die nicht mehr zugelassen waren. Während der Renault, dessen Seitenscheiben bereits eingeschlagen waren, inzwischen abtransportiert wurde, und auch der Dacia nicht mehr dort steht, harrt der Opel noch immer seinem weiteren Schicksal.

„Soweit ein Halter ermittelt werden kann, wird dieser auch noch einmal mit Anschreiben aufgefordert, das Fahrzeug aus dem öffentlichen Verkehrsraum zu entfernen. Es erfolgen weitere Kontrollen, ob das Fahrzeug noch im öffentlichen Verkehrsraum steht“, teilt Karin Schrödter weiter mit. Wenn das Fahrzeug einen Monat nach Anbringung des orangenen Aufklebers noch nicht entfernt wurde, erfolgt die Übergabe des Vorganges an den Bereich Abfallwirtschaft des Landkreises. Im Fall des Opels sei es schwierig gewesen, den Halter zu ermitteln, da dieser seinen Wohnort gewechselt habe.

Es droht ein Bußgeld

Im Übrigen sei die Häufung von gleich drei stillgelegten Fahrzeugen auf einem einzigen Parkplatz schon ungewöhnlich, schätzt die Ordnungsamtsleiterin ein. „Normalerweise haben wir sonst pro Jahr höchstens drei bis vier solcher fälle im ganzen Stadtgebiet, inklusive der Ortsteile“, sagt Karin Schrödter

 Den Vorwurf von Uwe Kiefner, die Stadt reagiere nicht auf derlei Missstände, will sie so nicht gelten lassen. „Im Bereich Postplatz wurde der Außendienst Anfang Juni 2017 auf zwei abgestellte Fahrzeuge aufmerksam. Es handelte sich dabei um einen Renault und einen Lancia. Die orangenen Aufkleber, mit der Aufforderung der unverzüglichen Entfernung der Fahrzeuge, wurden am 13. Juni angebracht. Bis zum 14. Juli wurden die Fahrzeuge nicht entfernt. Der Außendienst stellte bei der Nachkontrolle am 14. Juli auch fest, dass eine Scheibe bei einem Fahrzeug eingeschlagen war. Am gleichen Tag wurde der Landkreis Prignitz informiert und um Entsorgung der Fahrzeuge gebeten. Das Anschreiben bezüglich des Renault enthielt den Hinweis, dass bei dem Fahrzeug eine Scheibe eingeschlagen ist, heißt es aus dem Ordnungsamt. Wie der Landkreis in der Sache vorangekommen ist, konnte die Pressestelle bislang nicht mitteilen. Üblicherweise droht den Verursachern ein Bußgeld.

Von Andreas König

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