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Prignitz Aus 200.000 Legosteinen wird Pritzwalk
Lokales Prignitz Aus 200.000 Legosteinen wird Pritzwalk
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00:39 27.06.2015
Martin freut sich an den Details des Lego-Lehrer-Ruhesitzes. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

36 Stockwerke hoch – das Pritzwalker Hochhaus an der Marktstraße sähe klein aus im Vergleich zu dem neuen Wolkenkratzer. Entstanden ist das moderne Gebäude innerhalb von nicht einmal drei Tagen. Beim Baumaterial handelt es sich allerdings auch nicht um Stahl und Beton, sondern um Legosteine. 200.000 Steine, um genau zu sein. „Das ist ein ganz tolles Projekt, das von der Kinderevangelisationsbewegung (KEB) betreut wird“, sagte Schulleiterin Roswitha Schulz.

Daran hatten alle Schüler Spaß: An der Pritzwalker Förderschule entstand eine komplette Stadt aus 200 000 Legosteinen. Die vielen Kisten hatte die Kinderevangelisationsbewegung (KEB) aus Heiligengrabe mitgebracht. Die Schule hatte einen Teil der Spende einer Brauerei verwendet, um das Projekt zu finanzieren.

Die zuständige Filiale des KEB befindet sich in Heiligengrabe und wird von Lili Graf geleitet. Für die Tage auf der Großbaustelle in Pritzwalk hatte sie sich Verstärkung geholt: Christian Vogel aus Greifswald, von der KEB Mecklenburg-Vorpommern, ging von Baustelle zu Baustelle, um den Kindern und Jugendlichen Tipps zu geben. „Zuerst haben unsere Schüler der 2. bis . Klasse gebaut. Da stand noch mehr das Spielen im Vordergrund“, erzählt Roswith Schulz. Dann kamen die Größeren bis zur 8. Klasse an die Reihe. Die 9. und 10. Klassen hatte die Schulleitung mit dem Bausteine-Bauen gar nicht mehr behelligen wollen, aber: „Sie wollten unbedingt mitmachen und haben mit Feuereifer gebaut.“

Ein riesiges Hochhaus ziert Pritzwalks Mitte Quelle: Andreas König

Eine Schule, ein Zoo, eine Bahnlinie und ein Flughafen

Die Ergebnisse können sich mehr als sehen lassen: Neben den Wolkenkratzern gibt es eine Schule, einen Zoo, eine Bahnlinie und sogar einen Flughafen. Und auch an ihre Lehrer haben die Schüler gedacht: Eine Lehrer-Alten-Residenz bot nicht nur einen schönen Swimming-Pool mit Sonnenschirm und Liegewiese, sondern auch liebevoll dekorierte Balkons und einen Dachgarten. Dass die Häuser nicht nur einfach so herumstanden, sondern von kleinen Männern und Frauen bevölkert waren, versteht sich von selbst.

Der Clou war die Eisenbahn, deren Schienen an eine ultramoderne Magnetschwebebahn erinnerten. Christian Vogel hob Lok und Waggon auf die Schiene, und die Lego-Eisenbahn fuhr wirklich um die neue Stadt herum. Einmal noch durften die Schüler einen Blick auf ihre Kreationen werfen, dann war es leider schon wieder vorbei mit der Herrlichkeit. Am Nachmittag bauten Lilli Graf und ihre Helfer alle Häuser, Straßen und Plätze ab und legten die Bausteine fein säuberlich in nummerierten Kisten.

„Das ist zwar schade, aber man darf nicht vergessen, dass Bausteine in diesen Massen für uns gar nicht zu bezahlen wären“, sagt Roswitha Schulz. Sie ist vom Erfolg des Projekts schon jetzt begeistert.“Die Schüler haben hochkonzentriert gearbeitet und hatten großen Spaß dabei“, sagt die Schulleiterin. Sogar friedenstiftend habe das Projekt gewirkt. „Wir haben zwei Streithähne, die sonst immer aneinander geraten“, berichtete sie. Doch beim gemeinsamen Bauen hätten sich alle gut vertragen. Mit dem Projekt waren die 2500 Euro Spendengeld der Krombacher-Brauerei noch nicht verbraucht. Die Förderschule hat Lernsoftware gekauft.

Von Andreas König

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