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Prignitz Schüler der 7. Klassen lernen Leben retten
Lokales Prignitz Schüler der 7. Klassen lernen Leben retten
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00:17 23.09.2016
Stolz zeigen die Schüler der 7c der Rochow-Schule ihre Urkunden zur Teilnahme an de Woche der Wiederbelebung. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Wenn jemand eine leblose Person findet sind zweierlei geboten: Ruhe und Tempo. Das klingt nur auf den ersten Blick widersprüchlich. Wenn man es so gut und verständlich erklärt bekommt, wie von Dirk Mielke, dem Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am KMG-Klinikum Pritzwalk, wird die Sache schnell klarer. Die Schüler der Klasse 7c der Freiherr-von-Rochow-Schule Pritzwalk hatten am Dienstag Gelegenheit, aus berufenem Mund zu erfahren, wie man es richtig macht.

Drei lebenswichtige Tätigkeiten „Prüfen, Rufen, Drücken“

„Die Erste Hilfe besteht eigentlich nur aus drei Tätigkeiten“, sagte Dirk Mielke. „Prüfen, Rufen, Drücken.“ Ein Mädchen fragte: „Sollen wir das aufschreiben?“ Der promovierte Mediziner sagte: „Das könnt Ihr euch bestimmt auch so merken.“ Die Schüler sollen – wie jeder andere Bürger, der eine leblose Person findet, diese zunächst ansprechen. Reagiert sie nicht, muss überprüft werden, ob sie noch atmet.

Menschliche Organe benötigen Sauerstoff

„Die Organe des Menschen brauchen Sauerstoff. Vor allem das Gehirn ist gefährdet“, sagte Dirk Mielke. „Schon nach drei bis fünf Minuten treten nicht mehr reparierbare Schäden auf.“ Daher müsse einerseits Hilfe gerufen werden und andererseits so schnell es geht mit der Wiederbelebung begonnen werden. „Wichtig ist es, die Brustmitte zu finden und dann mit der Herzdruckmassage zu beginnen“, erklärte der Chefarzt.

100-mal Herzdruckmassage pro Minute

100-mal pro Minute soll der Brustkorb niedergedrückt werden, alle 30 Stöße soll der Patient von Mund zu Mund beatmet werden, erfuhren die Schüler. Zuvor sei der Nacken zu überstrecken, damit die leblose Person nicht an der eigenen Zunge erstickt. „Wer es partout nicht schafft, den Patienten zu beatmen, muss es eben sein lassen“, sagte Dirk Mielke. „Aber die Herzdruckmassage ist wichtig. Am schlimmsten ist es, wenn man gar nichts tut.“ Nach der theoretischen Erklärung konnten die Schüler das Gelernte an Reanimationspuppen verschiedener Ausführungen anwenden. Vor allem die recht hohe Zahl von 100-mal drücken pro Minute ist eine recht anstrengende Angelegenheit. Das merkten die Mädchen und Jungen sehr schnell.

Viele Helfer sind in Pritzwalk im Einsatz

Verschiedene Helfer von Rettungsdiensten des Landkreises Prignitz, der KMG-Bildungsakademie sowohl ausgebildete Krankenschwestern und -pfleger des KMG-Klinikums als auch Auszubildende und Ärzte der Einrichtung wirken an der Woche der Wiederbelebung mit.

Am Ende gab es Teilnahmeurkunden

„Mittlerweile nehmen wir zum vierten Mal an dieser bundesweiten Aktion teil, mit gutem Erfolg“, erklärte der Chefarzt. Vor Jahren hatte sich herausgestellt, dass die Qualität der Wiederbelebung in Deutschland im Vergleich zu den europäischen Nachbarn sehr schlecht war. Mit der Themenwoche soll das Bewusstsein für die Wichtigkeit der richtigen Ersthilfe gestärkt werden. Die Schüler erhielten am Ende eine Teilnahmeurkunde.

Hausnummern können Leben retten

„Wichtig ist es auch, dass die Bürger vor allem auf den Dörfern gut lesbare Hausnummern anbringen“, sagte Rettungssanitäter Frank Böckel. Auch das korrekte Nennen des Ortes und der Adresse können helfen, im Ernstfall wertvolle Zeit zu sparen.

Von Andres König

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