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Schüler entdeckten Unternehmergeist

Wittenberge Schüler entdeckten Unternehmergeist

Statt zu baden oder mit Freunden zu chillen, haben neun Schüler von Gymnasien, dem Oberstufententrum und von Oberschulen ein Seminar für Unternehmengründung beim Technologie- und Gründerzentrum Prignitz besucht. Sie haben Hot-Dog-Preise kalkuliert, Business-Pläne aufgestellt und sich mit Unternehmertum beschäftigt. Daraus könnte mehr werden.

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Die Teilnehmer des Workshops vor dem TGW in Wittenberge.

Quelle: Andreas König

Wittenberge. Es gibt sicher angenehmere Arten, die Ferien zu verbringen, als an einem Workshop für Unternehmensgründung teilzunehmen. Und doch haben neun junge Damen und Herren genau das getan. Mit Erfolg, wie sich am Freitag zum Abschluss des Seminars am Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz in Wittenberge zeigte.

Teilnehmer entwickelten unternehmerische Ideen

„Als wir dieses Angebot entwickelten, gab es Zweifel, ob Schüler in den Ferien freiwillig die Schulbank drücken, aber offenbar hat es die Jugendlichen interessiert", sagte Sandra Balkow, Koordinatorin des regionalen Wachstumskerns und Geschäftsführerin des TGW. In den drei intensiven Tagen entwickelten die Schüler zunächst eine Vorstellung davon, wie eine unternehmerische Idee entwickelt und danach an die betriebswirtschaftlichen Erfordernisse angepasst wird.

Was kostet ein Hot Dog?

„Wir haben den Schülern zunächst die Aufgabe gestellt , sich mit dem Verkauf von Hot Dogs zu beschäftigen. Sie haben die Preise recherchiert und dann kalkuliert“, berichtet Sandra Balkow. Schnell wurde den Schülern des Gymnasiums Wittenberge, des OSZ und der Oberschule klar, dass es mit dem reinen Einkaufspreis nicht getan ist. „Wenn man alle Kosten einrechnet, müssen davon auch Energiepreise, Investitionen, Standgebühr, Versicherungsbeiträge und so weiter bezahlt werden“, berichtet die Geschäftsführerin. Von einem wenigstens schmalen Gewinn gar nicht zu reden.

Gewinnspanne liegt bei 30 Cent

„Die reinen Materialkosten liegen bei 84 Cent, um die Kosten zu decken und Gewinn zu erwirtschaften, muss man einen Hot Dog wenigstens für 2,50 Euro verkauf“, sagt Maximilian Pleße vom Marie-Curie-Gymnasium Wittenberge. Der Gewinn liegt dann bei höchstens 30 Cent.“ Daher „haben wir überlegt, Premium Hot Dogs mit speziellen Soßen anzubieten“, ergänzt Elisabeth Pliyer aus der 11. Klasse des Oberstufenzentrums Prignitz in Wittenberge. Praktische Erfahrungen haben die Jugendlichen bereits gesammelt. Gemeinsam mit den Gründerlotsen Christin Schaffranneck und Robin Schmidt ging es zum Einkaufen, und zubereitet wurden die Hot Dogs auch.

Arbeitsgemeinschaft wäre denkbar

Doch der Workshop ging weit darüber hinaus. „Mit Experten der Sparkasse wurde ein Businessplan diskutiert und erstellt, wir haben uns bei Unternehmen der Region umgesehen und die einzelnen Geschäftsideen ausgestaltet“, berichte Sandra Balkow weiter. Das alles lief so gut, dass sie den Sommerkurs in eine Arbeitsgemeinschaft überführen will. bei Interesse können weitere Jugendliche aus der Prignitz oder Ostprignitz-Ruppin mitmachen. „Es hat großen Spaß gemacht“, schwärmte Lara Erdmann.

Service: Das TGW ist zu erreichen unter www.tgw-prignitz.de

Von Andreas König

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