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Prignitz Schüler hoffen auf Klicks für ihre Märchen
Lokales Prignitz Schüler hoffen auf Klicks für ihre Märchen
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00:21 03.12.2017
Schüler der 9. Klassen der Protzwalker Freiherr-von-Rochow-Oberschule beteiligten sich am Märchenwettbewerb der Berliner Märchentage. Sie schrieben eigene Märchen unter dem Motto „Alles Liebe oder was". Mitgemacht haben (v. l.): Tobias Jesse, Jonathan Braun, Alina Scholz, Josephine Koch, Informatiklehrer Michael Lange, Anna Wendorf, Nele Wolfram, Joanna Fackendahl, Schulleiterin Gisa Michaelis und Laura Grothe. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Sind Märchen überhaupt noch zeitgemäß? Die Schüler der 9. Klassen der Freiherr-von-Rochow-Oberschule Pritzwalk beantworten diese Frage mit einem klaren „Ja“. Sie sind jetzt sogar selbst unter die Märchenerzähler gegangen.

Angefangen hat alles im Informatikunterricht von Lehrer Michael Lange. Dort ging es zunächst darum den Umgang mit Textverarbeitung und Gestaltung von Seiten zu lernen. Doch das war nur das technische Rüstzeug für eine weit kreativere Aufgabe. Die Schüler sollten eigene Beiträge für den Wettbewerb der Berliner Märchentage verfassen. Eigene Märchen, die unter dem Motto „Alles Liebe oder was?“ standen.

Vier Teams überzeugten besonders mit ihren Geschichten

Und weil auch eine so traditionsreiche Veranstaltung wie die Märchentage mit der Zeit geht, wird der Wettstreit erstmals nur online ausgetragen. „Die Schüler hatten die Vorgabe, ein Märchen zum Thema zu schreiben und sie mussten mindestens fünf Worte von einer vorgegebenen Liste verwenden“, erklärt Schulleiterin Gisa Michaelis. Entstanden sind nahezu durchweg moderne Märchen. Die Schüler arbeiteten in Zweiergruppen, brachten ihre Ideen zu Papier oder besser, tippten sie in den Computer, gestalteten die Seiten und legten die Arbeiten schließlich ihrem Informatiklehrer und der Schulleiterin vor.

„Die Arbeiten von vier Teams haben uns am meisten überzeugt“, sagt Gisa Michaelis. Schon die Titel wecken die Neugier bei den potenziellen Lesern: „Drei Tage Liebe“ von Nele Wolfdram und Anna Wendorf oder „Der Alte Kirschblütenbaum“ von Joanna Fackendahl und Laura Grothe sind zu Herzen gehende Erzählungen, die ganz sicher ihre Leser finden werden. „Viele Jungs haben sich für Cybermärchen entschieden“, sagt die Schulleiterin. Manche Märchen seien im Grunde nacherzählte Videospiele gewesen, andere hätten Science-Fiction-Elemente verarbeitet. Einen ungewöhnlichen Weg beschritten Jonathan Braun und Tobias Jesse. In ihrem Märchen „Kann aus Freundschaft Liebe werden?“ greifen sie das Romeo- und Julia-Motiv auf und verlegen es in die Welt der Fische. Alina Scholz und Josephine Koch bedienten sich bei Motiven des Dschungelbuchs, erschufen aber mit „Das große Abenteuer“ etwas ganz eigenes.

Hoffen auf ganz viele Klicks

Bei einigen Arbeiten musste der Umfang gekürzt werden, andere waren sehr kurz. „Wir haben auch unsere Flüchtlingskinder mit einbezogen“, sagt Gisa Michaelis. Naturgemäß war dort vor allem die Sprachbarriere zu überwinden, aber die Geschichten, in denen Leid, Tod und Terror eine Rolle spielen, lesen sich nicht minder beeindruckend als die Märchen.

Die Arbeiten der vier Pritzwalker Teams wurden auf die eigens dafür vorgesehene Seite der Märchentage hochgeladen. In einem Blog sind sie wie auch die Arbeiten vieler anderer Schüler aus ganz Deutschland veröffentlicht und können von den Nutzern per Klick auf bis zu fünf Sterne bewertet werden. „Wir hoffen natürlich, dass unsere Schüler ganz weit vorn mit dabei sind“, sagt Gisa Michaelis. Sie hofft auch, dass viele Leute aus Pritzwalk und der Prignitz klicken und abstimmen.

Die Gewinnerbeiträge werden im Märchenkalender 2018 veröffentlicht. Doch auch so sollen die vielen kreativen Ideen der Rochowschüler weiter genutzt werden. „Vielleicht werden einige Arbeiten bei den Klassenweihnachtsfeiern vorgelesen“, überlegt die Schulleiterin. Gewonnen haben die Märchenerzähler schon: Dem zufriedenen Gesichtsausdruck der Lehrer zufolge dürfte es gute Noten geben.

Abstimmen kann man unter http://märchenland.de/WP/?s=Pritzwalk

Von Andreas König

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