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Schüler lernten viel über Kinderrechte

Meyenburg Schüler lernten viel über Kinderrechte

Nach einem gut sechswöchigen Projekt über Kinderrechte sehen die Schüler der Klasse 6 b in der Meyenburger Grundschule die Welt mit etwas anderen Augen: Sie stellten fest, dass Kinder in Kriegsgebieten gar keine Rechte haben und dass es ihnen hier in Deutschland mehr als gut geht. Jetzt wollen sie der Gesellschaft etwas zurückgeben.

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Sechs Plakate entstanden zum Thema Kinderrechte.

Quelle: Beate Vogel

Meyenburg. Wie gut es ihnen geht, wissen die Kinder der Klasse 6b der Geschwister-Scholl-Grundschule in Meyenburg nach einem Projekt über Kinderrechte richtig zu schätzen. Eineinhalb Monate lang haben sie sich im Fach Gesellschaftswissenschaften damit befasst, wie es Kindern in Deutschland und in Kriegsgebieten geht. Das Ergebnis sind nicht nur sechs beeindruckende Plakate, die unter anderem in der Meyenburger Amtsverwaltung aufgehangen werden sollen. Nun wollen die Sechstklässler – quasi als Dankeschön – etwas an die Allgemeinheit zurückgeben.

„Wir hatten früher zwei Flüchtlinge in unserer Klasse“, erzählt Kim Siebert. Auch deshalb haben sich die Kinder mit dem Thema beschäftigt. Zunächst standen die Rechte der Kinder ganz allgemein auf dem Plan, berichtete Cäcilia Pötschke: „Gewaltfreie Erziehung, elterliche Fürsorge, Gleichbehandlung.“ Auch mit Meinungsfreiheit, Recht auf Bildung und Privatsphäre befassten sich die Schülerinnen und Schüler.

In Krisengebieten so gut wie keine Rechte

Bei ihren Recherchen stießen die Meyenburger unweigerlich darauf, dass Kinder in Krisengebieten so gut wie keine Rechte haben: So finden sich auf ihren großformatigen Plakaten beeindruckende Bilder von Zeltstädten, Kindersoldaten und kaputten Häusern. Ihr Klassenkamerad Arash konnte einiges aus erster Hand berichten. Zwei andere Flüchtlingskinder, deren Familien inzwischen aus Meyenburg weggezogen sind, hätten erzählt, wie sie nach Deutschland gekommen sind und dass die Flucht nach Europa „ganz schlimm“ war. Viel Informationsmaterial für den Unterricht gab es auch über das Kinderhilfswerk Unicef, ergänzte Schulleiterin Margit Strüfing.

Das Thema muss die Sechstklässler stark beeindruckt haben. „Ich glaube, dass uns das ein bisschen verändert hat“, sagt Kim. „Wir haben gemerkt, wie gut es uns hier geht.“ Alle überlegten, wie sie helfen können, damit Kinderrechte gewahrt bleiben. Nun wollen die Kinder etwas zurückgeben, als Dankeschön. Tipps holten sie sich unter anderem beim Amtsdirektor Matthias Habermann. „Wir könnten Spielplätze reparieren oder im Schlosspark Äste einsammeln“, meinte Amely Pohle. Auch gab es die Idee, im Jugendclub eine Torwand aufzustellen, erklärte Rhoda Reimitz. Mit den Senioren im DRK-Bürgerhaus wollen die Kinder nun ebenso Kontakt aufnehmen wie mit der Willkommensinitiative. Schnell war ein Termin im alten Rathaus ausgemacht, wo immer donnerstags ab 15 Uhr der offene Treff – übrigens für alle Bürger – angeboten wird. Auch ein Kuchenbasar am Möbelwerk sei denkbar.

Ein Projekt mit Potenzial zur Tradition

Schulleiterin Strüfing war begeistert davon, wie die 6 b das Thema umsetzte. „Wir überlegen, ob wir das im Nachmittagsbereich zur Tradition werden lassen“, sagte sie. Die 6 a wolle auf jeden Fall auch dabei sein, freue sich Leny Engel. Eine direkte Spendensammlung sei laut Strüfing nicht geplant, wäre aber sicher auch möglich. Vier der sechs Plakate können nun im Amtsgebäude bestaunt werden, zwei sollen im Treff der Willkommensinitiative ausgestellt werden.

Von Beate Vogel

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