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Prignitz Schüler unterstützen Indien-Projekt
Lokales Prignitz Schüler unterstützen Indien-Projekt
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15:48 15.10.2017
Highlights der Klassik gab es für „Asha Vihar“ vom Kammerensemble des Brandenburgischen Konzertorchesters aus Eberswalde. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Pritzwalk

Schubert, Schumann, Bach und Mozart – klassische Klänge für einen guten Zweck ertönten am Freitagabend in den Räumen der Kreismusikschule in Pritz­walk. „Serenade bei Kerzenschein“ hieß das Motto der Benefizveranstaltung, zu der Schüler, Lehrer und Eltern des Johann-Wolfgang-von-Goethe Gymnasiums eingeladen hatten. Anlass war die lange, über 20 Jahre währende Unterstützung des Entwicklungshilfeprojektes „Asha Vihar“ in Indien.

Im Jahr 1995 wurde das Projekt von Claudia Zechel gegründet. „Ein Jahr später war sie bei einer Freundin zu Besuch in Pritzwalk, wo drei Schülerinnen unserer Schule sie kennenlernten“, berichtet Bürgit Pache, langjährige Mitstreiterin und heute Lehrerin in Altersteilzeit am Gymnasiums. „Die Schülerinnen fanden ihr Projekt so großartig, dass sie Claudia Zechel an die Schule einluden. So kam die Verbindung zum Gymnasium zustande.“. Seitdem finden ganzjährig eine Vielzahl an Projekten und Veranstaltungen statt. Ziel ist es bei unterschiedlichen Aktionen Geld zu sammel, das dem Projekt in Indien zugute kommt.

Begeisterndes Kammerkonzert

Die Aktivitäten der Unterstützer sind vielfältig: Um die Osterzeit herum veranstalten die Schüler sowie andere Mitstreiter die Ostersession. Auf dem Absolvententreffen reichen sie einen kleinen Imbiss. Zudem werden die Äpfel auf dem Schulhof zu Apfelsaft verarbeitet und dieser dann verkauft. Das Benefizkonzert im Herbst ist zu einer regelrechten Tradition geworden: „Es ist das sechste oder siebte Konzert in Folge“, sagte Bürgit Pache. In den vergangenen Jahren wurden die Abende noch von den Schülerinnen Monika Schmidt und Sophia Körper organisiert und gestaltet. Diesmal durften sich die Gäste auf das Kammerensemble des Brandenburgischen Konzertorchesters aus Eberswalde freuen. „Ich selbst durfte das Orchester in Heiligengrabe bei einem Konzert erleben und fand sie fantastisch. Wir sind sehr froh, sie für den heutigen Abend gewonnen zu haben“, schwärmte Bürgit Pache. Unter der musikalischen Leitung von Holger Schella hat sich das Orchester zu einem bedeutenden Musikensemble im Land Brandenburg entwickelt.

Mit vielen selbst zubereiteten Snacks sammelten die Schüler des Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasiums in Pritzwalk Geld für das Projekt. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Das Hilfsprojekt ist eine Zusammenarbeit der ganzen Schule. Jede Klassestufe steht dahinter, alle setzen sich dafür ein. So auch Melina Grätz und Franziska Schubert aus dem elften Jahrgang. „Im Gegensatz zu anderen Ländern, geht es in Deutschland allen relativ gut. Ich finde es wichtig sich dafür einzusetzen, dass es allen anderen genauso gut geht“, sagt Melina Grätz. „Wir sind zwar noch nicht so lange dabei, trotzdem setzen wir uns tatkräftig dafür ein, sei es beim Austeilen von Flyern oder Zubereiten von kleinen Snacks, so wie am heutigen Abend“, ergänzt Franziska Schubert. Außerdem sind jedes Jahr die Klassen auf dem Weihnachtsmarkt vertreten. „Die Hälfte aller Einnahmen werden an ’Ashar Vihar’ gespendet“, sagt Bürgit Pache stolz.

Jährlich kommen 3000 bis 4000 Euro zusammen

Sie konnte vor wenigen Jahren selbst nach Indien zu „Ashar Vihar“ reisen, um sich ein Bild vor Ort zu machen. Und klar ist: Das Geld kommt an. „Regelmäßig informiert Claudia Zechel in Vorträgen darüber, was gemacht wird, welche Fortsschritte es gibt und was derzeit für Projekte laufen“, informiert Bürgit Pache. Seit über 20 Jahren ist nun das Johann-Wolfgang-von-Goethe-Gymnasium in Pritzwalk ein Teil der Unterstützer. Am 20. Mai feierten die Gymnasiasten das 20-jähriges Mitwirken. Jährlich kommen etwa 3000 bis 4000 Euro für das Projekt zusammen.

Ohne die zahlreichen Aktionen wie das Benefizkonzert am Freitagabend wäre Erfolg undenkbar. „Ein großer Dank gilt dabei der Kreismusikschule für die Räumlichkeiten, dem Blumenhaus Römer für die Blumen und der Sparkasse Prignitz, die dieses ermöglichten“, sagt Bürgit Pache. Und es geht weiter: Auch in Zukunft wird es sicherlich derartige Aktionen geben.

Von Marcus J. Pfeiffer

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