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Prignitz Schützen mit olympiatauglicher Anlage
Lokales Prignitz Schützen mit olympiatauglicher Anlage
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00:17 23.09.2016
Präsident Albert Klatt mit dem Adler für das Adlerschießen. Es beginnt am 9. Oktober um 13 Uhr im Poreper Schützenhaus. Quelle: Michael Beeskow
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Porep

Beim Adlerschießen am Sonntag, 9. Oktober, bekommen die Schützen richtig zu tun. Ring, Krone, Kopf, Hals, linke und rechte Fahne, die beiden Flügel, Zepter, Reichsapfel, Krallen und Schwanz müssen nacheinander abgeschossen werden, bis der spannende Moment kommt. Wer das letzte Teil des Adlers, den Rumpf, abschießt, ist Vogelkönig. Drei Zentimeter lang ist der eingesägte Steg, an dem der Rumpf befestigt ist. „Geschossen wird auf 50 Meter mit KK (Kleinkaliber)“, erklärt Albert Klatt, Präsident des Schützenvereins Porep/Nettelbeck.

Zwei bis drei Stunden werden die etwa 20 Schützen zum Ausschießen des Adlers benötigen, schätzt Albert Klatt. Das ist für ihn eine eher kleine Runde. Beim ersten Adlerschießen 1995 hatten die Schützen um 8 Uhr das Feuer eröffnet und waren um 20 Uhr noch immer nicht fertig. Wie in all den Jahren zuvor hat der Präsident auch in diesem Jahr wieder die Teile des Adlers ausgesägt und die Trophäe dann präpariert.

Jede Bahn hat eine eigene Seilzuganlage für die Scheibe. Quelle: Michael Beeskow

Albert Klatt ist der erste und bisher einzige Präsident des Schützenvereins Porep/Nettelbeck. „Ich habe immer gern geschossen“, berichtet er. Auf dem Rummel, bei der GST – und fast immer hat er auch getroffen. Als 1989 in Pritzwalk ein Pokalschießen für den damaligen Kreis stattfand, holte sich Albert Klatt den Sieg. Aber auch andere Poreper konnten gut schießen. „Hinter Frehne belegte unsere Mannschaft den zweiten Platz“, erinnert sich Albert Klatt. Die Idee zur Gründung eines eigenen Schützenvereins wurde bei diesem Pokalschießen geboren.

Auch die Wende hielt die Poreper nicht auf. Am 14. März 1990 fanden sich 19 Poreper und Nettelbecker zur Gründungsversammlung ein. Später schlossen sich Putlitzer, Schützen aus Pritzwalk, Plau, Lübz oder auch aus Berlin dem Verein an. „Der Schützenverein Porep/Nettelbeck ist der dritte Verein im Kreis, der eingetragen wurde“, erzählt Albert Klatt, der in diesem Jahr noch seinen 70. feiert.

Einmalig in der Prignitz – die olympische Schnellfeueranlage. Quelle: Michael Beeskow

Das außerhalb des Ortes gelegene Schützenhaus wirkt auf den ersten Blick eher unscheinbar. Beim Betreten des mehr als 100 Personen fassenden Saals ahnt man aber etwas von den Ausmaßen der Anlage. Der 50-Meter-Schießstand ist modern ausgestattet, jede Bahn verfügt über eine eigene Seilzuganlage für die Scheibe. Einmalig in der Prignitz ist die olympische Schnellfeueranlage für Pistolen. Im Prinzip könnte hier auch ein olympischer Wettkampf ausgetragen werden. Vizepräsident Gerd Ehrke, dessen Vater Gerhard übrigens 1926 den ersten Schützenverein in Porep gründete, betreut die moderne Technik. Albert Klatt weiß, wie viel Arbeit in dieser Anlage steckt. Das Schützenhaus, das genau auf der ehemaligen Bahnstrecke Putlitz-Parchim errichtet wurde, entstand bis auf die Installation in Eigenleistung der Vereinsmitglieder.

Das Adlerschießen ist nur ein Höhepunkt im Verein. Der Schützenkönig kann für Albert Klatt nur beim Königsschießen auf die Scheibe gekürt werden. Der Präsident errang schon sieben Mal den Sieg. Mit 97 Ringen hält er den Rekord bei den Männern. Seine Tochter Monika Klatt konnte ihn jedoch um einen Ring übertreffen.

Einst verlief die Bahnlinie Putlitz-Parchim dort, wo sich heute der Saal befindet, genau zwischen den beiden Pfeilern. Quelle: Michael Beeskow

Von Michael Beeskow

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